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Sturm zieht über Weltbild auf
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Verlagsgruppe Weltbild GmbH

Sturm zieht über Weltbild auf

Weltbild Verlag in Augsburg. Foto: B4B SCHWABEN
Weltbild Verlag in Augsburg. Foto: B4B SCHWABEN

Das Augsburger Verlagshaus Weltbild ist seit einiger Zeit in der Bredouille. Für die Angestellten wurden einschneidende Maßnahmen vorausgesagt, wenn nötig auch über den juristischen Weg. Die Mitarbeiter sagen Weltbild jetzt den Kampf an.

Diese Woche war klar, dass es um Weltbild tatsächlich so schlimm steht, wie lange befürchtet. Kurz vor der öffentlichen Pressemitteilung der Geschäftsleitung zur Schließung des Kundecenters wurden die Mitarbeiter über ihre bevorstehende Kündigung informiert. Pünktlich zum neuen Jahr werden die Mitarbeiter des Customer Care Center von Weltbild auf der Straße stehen – rund 140 an der Zahl. Aufgrund heftiger Einsparmaßnahmen wird der Kundencenter an einen wesentlich billigeren externen Dienstleister abgegeben.

Geschäftsführung plant Profitsicherung

Für die Mitarbeiter der Verlagsgruppe Weltbild ist diese plötzliche negative Wendung ein Schlag ins Gesicht. Doch es kommt noch schlimmer: Mitten in den Gespräche lässt die Geschäftsführung die weiteren Verhandlungen platzen. Sie haben sich für den direkten Weg über das Arbeitsgericht entschieden. Damit wollen die Geschäftsführer Carel Halff und Dr. Martin Beer ein schnelles Outsourcing des Kundenservices ohne Rücksicht auf die Beschäftigten durchboxen. „Wir haben verstanden, dass falsche Entscheidungen in der Vergangenheit und veränderte Marktbedingungen die Eigentümer nervös machen“, weiß Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz. „Das überstürzte Outsourcing einer zentralen Abteilung ist aber sicher nicht die richtige Antwort. Hier geht es doch nur noch um Profitsicherung, die Arbeitsplätze im CCC zu opfern, ist recht zynisch“, so Fitz weiter.

Juristisch gegen den Betriebsrat

Für die Arbeitnehmervertretung ver.di ist das Verhalten der Geschäftsführung nicht hinnehmbar. Der Betriebsrat sei nur zur Tarnung einbezogen worden. Jetzt gehe die Geschäftsführung gegen eben diesen vor. „Dass die Geschäftsführung jetzt juristisch gegen den Betriebsrat vorgeht, ist ein Novum in der über 20-jährigen Geschichte betrieblicher Mitbestimmung bei Weltbild. Carel Halff und Dr. Martin Beer versuchen dabei den Eindruck zu erwecken, das sei im Sinne der Beschäftigten. Das ist ein Skandal!“, sagt Timm Boßmann, ver.di Betriebsgruppensprecher bei Weltbild. „Es entsteht der Eindruck, dass die Geschäftsführung diesen Plan von Beginn an hatte. Aber nicht mit uns, denn wir verkaufen unsere Mitarbeiter nicht!“

Millionen der katholischen Kirche für Abfindungen?

Die Millionen, die das Bistum Augsburg dem Augsburger Verlagshaus zur Verfügung stellen will, erscheinen jetzt in einem noch schlechteren Licht. „Dass das Bistum Augsburg nun Gelder zur Verfügung stellt, ist ja schön und gut. Aber diese für Abfindungen und Personalabbau zu verwenden, ist ein absolutes Unding. Sie sollten die Zukunft der beschäftigten sichern“, kritisiert Thomas Gürlebeck von ver.di Augsburg scharf. Die Beschäftigten werden die Kahlschlagorgie der Geschäftsführung nicht weiter hinnehmen. Für den 26. Oktober 2013 plant ver.di eine Kundgebung  ab 14.30 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in Augsburg. 

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