B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Strom wird teuer, IHK Schwaben
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
IHK Schwaben

Strom wird teuer, IHK Schwaben

 Enorme Erhöhung der EEG-Umlage gefährdet Unternehmen. Bild: Fotolia

Die aktuell bekanntgegebene Erhöhung der EEG Umlage von 3,59 Cent um 47 Prozent auf 5,27 Cent bedeutet eine enorme Zusatz-Belastung für Unternehmen. IHK Präsident Dr. Andreas Kopton lobt in diesem Zuge Jürgen Trittin.

Denn Jürgen Trittin war Umweltminister in der Regierung Schröder, unter der das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) eingeführt wurde. Das Gesetz soll zur Förderung erneuerbarer Energien beitragen. Aus gutem Grund seien die stromintensiven produzierenden Unternehmen und Schienenbahnen begünstigt worden, so die IHK. Allerdings dürfe auch die Konkurrenz-Fähigkeit mittelständischer Unternehmen nicht leiden.

Unternehmen müssen konkurrenzfähig bleiben

Die Erhöhung der EEG-Umlage bedeutet eine enorme Zusatzbelastung insbesondere für produzierende Unternehmen. „1,68 Cent Erhöhung belastet uns zusätzlich mit rund 300.000 Euro im Jahr“, sagt Dr. Harald Westheide, Geschäftsführer der Gartner Extrusion GmbH in Gundelfingen. Das könnte dramatische Folgen haben. Denn die Konkurrenz in Südeuropa schläft nicht. Die Erhöhung an die Abnehmer weiterzugeben sei ausgeschlossen, so Westheide. Die IHK vermutet deshalb, dass sich die Mehrbelastung direkt negativ im Betriebsergebnis niederschlagen wird.

Wirtschaftskraft in Bayerisch-Schwaben muss geschützt werden

Insbesondere der Produktionsstandort Bayerisch-Schwaben könnte unter den steigenden Strompreisen stark in seiner Konkurrenzfähigkeit zu leiden, so die IHK Schwaben. Für ein mittelständisches Unternehmen mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 10 Gigawattstunden bedeutet die Steigerung der EEG-Umlage um 1,68 Cent pro Kilowattstunde eine Erhöhung der Stromkosten um 168.000 Euro. Und das obwohl sich Deutschland innerhalb Europas bereits an der Spitze der Stromkosten befinde, so Kopton von der IHK Schwaben. Nach einer Umfrage der IHK Schwaben im Juli 2011 wären weiter steigende Kosten für viele Unternehmen ein Grund, die Produktionsstätte in Ausland zu verlagern.

Nur wenige Unternehmen profitieren, aber viele leiden

Das würde den Wirtschaftsstandort Bayerisch Schwaben schwächen und könnte Arbeitsplätze gefährden. In Bayerisch-Schwaben zahlen 98 Prozent der 1.200 verarbeitenden Betriebe die volle EEG-Umlage, ca. 20 Unternehmen erhalten eine Reduzierung. Von der Reduzierung der EEG-Umlage profitieren nur sehr stromintensive Rohstoffbetriebe. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums sind dies derzeit bundesweit 730 energieintensive Unternehmen von insgesamt 44.000 verarbeitenden Betrieben über 20 Beschäftigte. „Um die gestiegene EEG-Umlage zu kompensieren ist ab 1.Januar 2013 eine entsprechende Senkung der Stromsteuer notwendig“, sagt Kopton. Das bedeute freilich sinkende Staatseinnahmen. Allerdings müssen die Unternehmen zusätzlich zur gestiegenen EEG-Umlage noch Netzentgelte und Mehrwertsteuer bezahlen. Die IHK weist darauf hin, dass dringend gehandelt werden müsse, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen nicht nachhaltig zu gefährden.  

Artikel zum gleichen Thema