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Streikwelle: Auf GDL folgt ver.di – Augsburger Kitas geschlossen
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ver.di Bayern / D.A.S. Rechtsschutzversicherung

Streikwelle: Auf GDL folgt ver.di – Augsburger Kitas geschlossen

Ab kommenden Montag kommt es auch zu Kundgebungen in Augsburg. Foto: B4B SCHWABEN

Am Freitag, den 8. Mai 2015, beginnen die bundesweiten, unbefristeten Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst. Am Montag, den 11. Mai, erreicht die Streikwelle Bayern. Dann werden auch in Augsburg die Beschäftigten in den Kinderbetreuungseinrichtungen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. 

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Am kommenden Freitag beginnt der zunächst unbefristete Streik der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Am Montag, den 11. Mai, ist es pünktlich zum angesagten Ende des GDL-Streiks dann auch in Bayern soweit: Die Kitas bleiben geschlossen. Die betroffenen Einrichtungen werden für mindestens 14 Tage in den Ausstand treten. Tageweise nehmen auch andere Institutionen wie beispielsweise Behinderteneinrichtungen an den Streiks teil.

Rund 1.500 Streikende zum Streikauftakt erwartet

 „Wir gehen beim Streikauftakt von mindestens 1.500 Streikenden aus. Wir haben aber Notdienstvereinbarungen und -absprachen mit den Trägern getroffen“, so Norbert Flach, stellvertretender Bezirksleiter von ver.di Bayern. Flach betont, dass sich die Streiks nicht gegen die Eltern oder Kinder richten: „Wir bedauern im Gegenteil sehr, dass hier Beschwerlichkeiten entstehen – aber mittelfristig werden auch Eltern und Kinder von verbesserten Arbeitsbedingungen der Beschäftigten profitieren“, sagte Flach. 93,44 Prozent der ver.di-Mitglieder hatten zuvor bei einer Urabstimmung für unbefristete Arbeitsniederlegungen votiert.

Kita geschlossen – was nun?

Wenn die kommunalen Kindergärten streiken, stehen viele Eltern vor einem Problem: Wer betreut die Kinder während der Arbeitszeit? Wer übernimmt die Kosten dafür? Können Eltern ihre Kinder einfach mit in die Arbeit nehmen? Oder dürfen die Eltern zu Hause bleiben, um den Nachwuchs zu betreuen? Die D.A.S. Rechtsschutzversicherung informiert über die rechtlichen Hintergründe.

Individuelle Lösungen zuerst mit dem Chef abklären

Wenn beide Elternteile arbeiten und keine Verwandten oder Freunde auf die Kinder aufpassen können, stehen die Eltern vor der Wahl: Wer kurzfristig einen Babysitter beauftragt, muss die Kosten hierfür selber übernehmen. Unter Umständen können Eltern aber Geld von den Kitas zurückverlangen, wenn diese über längere Zeit geschlossen bleiben. Die Kinder einfach mit ins Büro zu nehmen, kann schwierig werden: Aus juristischer Sicht können Chefs ihren Mitarbeitern dies untersagen. Eine bessere Alternative könnte es sein, einen Tag Home-Office einzulegen. Auch dies geht nur, wenn der Chef damit einverstanden ist. Wenn der Streik bereits länger angekündigt wurde keine anderweitige Betreuung gefunden, müssen berufstätige Eltern sich Urlaub nehmen.

Wer einfach zu Hause bleibt, riskiert fristlose Kündigung

Egal, für welchen Weg sich die Eltern entscheiden: Eine einvernehmliche Lösung mit dem Chef sollte auf jeden Fall gefunden werden. Gleichzeitig sollten Arbeitnehmer ihre Chefs so schnell wie möglich über die Lage informieren. Einfach zu Hause bleiben, dürfen sie nicht. „Das kann arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – angefangen von Lohnkürzungen bis hin zur fristlosen Kündigung”, warnt Michaela Zientek, Rechtsexpertin der D.A.S Rechtsschutzversicherung. Wird der Streik sehr kurzfristig bekannt gegeben, ist es für Eltern oft schwer möglich eine alternative Betreuung für ihre Kinder zu organisieren. Dann dürfen Eltern auch zu Hause bleiben, ohne eine Abmahnung befürchten zu müssen. Die D.A.S. Rechtsschutzversicherung rät Arbeitnehmern in jedem Fall dazu, das Gespräch mit den Vorgesetzten so schnell wie möglich zu suchen.

Infos zu Streiks in Augsburger Kitas

Eine beabsichtigte Härtefallvereinbarung zwischen der Stadt Augsburg und der Gewerkschaft ver.di für die städtischen Kindertagesstätten ist gescheitert. ver.di war bereit, Zugeständnisse zu machen. Vom ursprünglichen Ziel – der Schließung von 60 Prozent der Einrichtungen – wollte ver.di allerdings nicht abrücken. Rund 65 Prozent der Eltern sind beide berufstätig oder alleinerziehend und berufstätig und somit auf Lösungen angewiesen. Die Stadt Augsburg hat sich daher entschlossen, keine Vereinbarung abzuschließen. Stattdessen wird mit arbeitswilligen Kolleginnen und Kollegen eine Notbetreuung angeboten. Ziel ist es, alle Kitas zu öffnen. Die Eltern werden gebeten, soweit möglich auf eigene Lösungen zurück zu greifen. Bereits jetzt ist sicher, dass sämtliche städtische Kitas am Freitag, den 15. Mai, geschlossen sein werden.

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