Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Streik beendet – GDL und Bahn einigen sich auf Schlichtung

GDL und DB einigen sich auf Schlichtungsverfahren - die Züge rollen wieder. Foto: B4B SCHWABEN

Überraschende Wende im Bahnkonflikt: GDL und Deutsche Bahn einigen sich auf Schlichtungsverfahren. Seit heute, 7 Uhr, kommt wieder Bewegung auf die Schienen. Bis 19 Uhr soll der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer offiziell beendet sein. Darauf einigten sich die beiden Streik-Parteien in den frühen Morgenstunden. Die Schlichtungsgespräche übernimmt für die GDL Ministerpräsident des Landes Thüringen, Bodo Ramelow. Die DB wählte den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Gute Nachrichten für alle Pendler und Reisenden: Die GDL und die Deutsche Bahn haben Frieden geschlossen. Vorläufig. In den frühen Morgenstunden einigten sich beide Parteien auf ein Schlichtungsverfahren, um die vertrackte Situation endlich lösen zu können. Seit 7 Uhr ist man dabei, wieder alle Züge auf Kurs zu bekommen. Ab 19 Uhr soll der Streik dann offiziell beendet sein. Während der Schlichtungsdauer vom 27. Mai bis zum 17. Juni 2015 gilt zudem ein striktes Streikverbot. Über Pfingsten können also alle Bahngäste mit rollenden Zügen rechnen.

Verständigung bei GDL und DB

Die Parteien verständigten sich bei den Verhandlungen in Berlin auf die tariflichen Grundlagen für einen Flächentarifvertrag für das Zugpersonal. Zuvor akzeptierte die DB, die Tarifverträge anderer Gewerkschaften für die Annahme eines Schlichtungsspruches oder den Abschluss eines Tarifvertrags außen vor zu lassen. Damit kann die GDL für all ihre Mitglieder des Zugpersonals in den DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen die Tarifverträge verhandeln und abschließen. Auch die Lokrangierführer werden als Lokomotivführer exakt im GDL-Flächentarifvertrag eingruppiert. „Nach fast einem Jahr Tarifkonflikt konnte mit dem Druck im 9. Arbeitskampf der Gordische Knoten durchschlagen werden“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Schlichtgespräche: Der Osten soll es lösen

Um den Konflikt schnell und bestmöglich gelöst zu bekommen, bestimmten sowohl die GDL als auch die Deutsche Bahn Vertreter aus der Politik. Die GDL benannte dafür den Ministerpräsidenten des Landes Thüringen, Bodo Ramelow, als Schlichter. Die DB wählte den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, aus. „Wir gehen davon aus, dass damit eine positive Grundlage für die Verhandlungen in der Schlichtung geschaffen ist“, zeigt sich Weselsky optimistisch.

Aufatmen für Pendler und Reisende

Erst vor einigen Tagen hatte die GDL nach dem letzten Mega-Streik eine neue Welle von Arbeitsniederlegungen angekündigt. Während Pendler und Reisende also erneut nach Alternativen für die Bahn suchten, sind diese Entwicklungen ein großer Fortschritt für alle Beteiligten. Auch die Wirtschaft kann aufatmen. Die letzten Ausfälle schadeten nicht nur finanziell. Während jedoch bei der GDL nun endlich eine echte Einigung in Sicht scheint, gehen die Streiks von Erziehern und Post weiter.

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