Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

GDL-Streik: Wie hart trifft es die Region Augsburg?

Die Bahnsteige am Augsburger Hauptbahnhof sind dank des GDL Streiks wie leer gefegt. Foto: B4B SCHWABEN

Bereits zum neunten Mal innerhalb weniger Monate tritt die GDL in den Ausstand. Neben den Konsequenzen für die Pendler der Region trifft es auch die Wirtschaft besonders hart. Für die Mobilität in Bayerisch-Schwaben sorgen dagegen weiterhin tausende Busunternehmen.

von Marina Huber, Online-Redaktion

An den Bahnhöfen der Region Bayerisch-Schwaben herrscht derzeit wieder Ausnahmezustand: Seit 2 Uhr morgens des heutigen Mittwochs wird der Personenverkehr bestreikt. Nach wie vor kamen die GDL und die Deutsche Bahn bei den Tarifverhandlungen auf keinen gemeinsamen Nenner.

Sowohl Nah- als auch Fernverkehr stark betroffen

Rund 50 Prozent der Nahverkehrszüge und S-Bahnen in Bayern dürften laut auch diesmal betroffen sein. Im Fernverkehr fallen voraussichtlich zwei Drittel aller Züge aus. Die Bahn bietet zwar, wie in den Streiks zuvor auch, Ersatzfahrpläne an. Die Pendler werden jedoch trotzdem stark betroffen sein. Als Alternative gelten Mitfahrzentralen und Busse. Diese sind in Bayern mit rund 760 Millionen Beförderungsfällen jährlich unangefochtene Nummer 1 in der Personenbeförderung. Rund 13.000 Busse und 25.000 Busfahrer stellen täglich die Mobilität in Bayern sicher. An Streik ist bei ihnen nicht zu denken. Ganz im Gegensatz zur GDL, die die Nerven der Pendler nun wieder auf eine harte Probe stellt. Die Dauer des Streiks ist bisher noch offen: Es könnte der längste Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn werden.

Wirtschaftliche Konsequenzen drastisch

Nicht nur die Pendler sind auf die Züge der Deutschen Bahn angewiesen. Auch für die Wirtschaft hat der Streik enorme Konsequenzen. Bundesweit befördert die Bahn rund 13 Prozent aller in Deutschland transportierten Güter. Aus Bayern heraus werden jährlich circa 25 Millionen Tonnen an Gütern per Bahn versandt. Nach Bayern kommen rund 30 Millionen Tonnen. Durch den Streik stehen viele Firmen ohne Waren da. Das schadet der Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Unternehmen nachhaltig.

Augsburg schwer betroffen

Besonders stark trifft der Streik der GDL die Knotenpunkte rund um München, Nürnberg, Augsburg und Ingolstadt. Über mehrere Tage hinweg herrschen hier massive Einschränkungen. Besonders in Augsburg droht nun ein Verkehrschaos: Durch den Bahnstreik steigen Reisende und Pendler verstärkt auf das Auto um, um ans Ziel zu kommen. Eine ungünstige Situation, vor allem aufgrund der derzeit andauernden Sanierung der B17. Denn auch auf weiten Teilen der B17 geht es derzeit nur einspurig voran. Was auch ohne Bahnstreik schon zu langen Staus und Verzögerungen führt, wird durch den GDL-Streik zu einem noch größeren Problem. Der Druck auf die Verkehrsteilnehmer in Augsburg steigt.

Streik auch am Pfingstwochenende

Den derzeitigen Informationen zufolge müssen sich die Pendler und Reisenden auch am langen Pfingstwochenende auf einen Ausstand der Bahn einstellen. Die GDL hat das Ende des Streiks bewusst offen gelassen und will es erst 48 Stunden vorher verkünden. Zu rechnen ist jedoch damit vor Pfingsten nicht. Pfingsturlauber sollten sich also möglichst früh um Alternativen bei ihrer Bahnverbindung kümmern.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

GDL-Streik: Wie hart trifft es die Region Augsburg?

Die Bahnsteige am Augsburger Hauptbahnhof sind dank des GDL Streiks wie leer gefegt. Foto: B4B SCHWABEN

Bereits zum neunten Mal innerhalb weniger Monate tritt die GDL in den Ausstand. Neben den Konsequenzen für die Pendler der Region trifft es auch die Wirtschaft besonders hart. Für die Mobilität in Bayerisch-Schwaben sorgen dagegen weiterhin tausende Busunternehmen.

von Marina Huber, Online-Redaktion

An den Bahnhöfen der Region Bayerisch-Schwaben herrscht derzeit wieder Ausnahmezustand: Seit 2 Uhr morgens des heutigen Mittwochs wird der Personenverkehr bestreikt. Nach wie vor kamen die GDL und die Deutsche Bahn bei den Tarifverhandlungen auf keinen gemeinsamen Nenner.

Sowohl Nah- als auch Fernverkehr stark betroffen

Rund 50 Prozent der Nahverkehrszüge und S-Bahnen in Bayern dürften laut auch diesmal betroffen sein. Im Fernverkehr fallen voraussichtlich zwei Drittel aller Züge aus. Die Bahn bietet zwar, wie in den Streiks zuvor auch, Ersatzfahrpläne an. Die Pendler werden jedoch trotzdem stark betroffen sein. Als Alternative gelten Mitfahrzentralen und Busse. Diese sind in Bayern mit rund 760 Millionen Beförderungsfällen jährlich unangefochtene Nummer 1 in der Personenbeförderung. Rund 13.000 Busse und 25.000 Busfahrer stellen täglich die Mobilität in Bayern sicher. An Streik ist bei ihnen nicht zu denken. Ganz im Gegensatz zur GDL, die die Nerven der Pendler nun wieder auf eine harte Probe stellt. Die Dauer des Streiks ist bisher noch offen: Es könnte der längste Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn werden.

Wirtschaftliche Konsequenzen drastisch

Nicht nur die Pendler sind auf die Züge der Deutschen Bahn angewiesen. Auch für die Wirtschaft hat der Streik enorme Konsequenzen. Bundesweit befördert die Bahn rund 13 Prozent aller in Deutschland transportierten Güter. Aus Bayern heraus werden jährlich circa 25 Millionen Tonnen an Gütern per Bahn versandt. Nach Bayern kommen rund 30 Millionen Tonnen. Durch den Streik stehen viele Firmen ohne Waren da. Das schadet der Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Unternehmen nachhaltig.

Augsburg schwer betroffen

Besonders stark trifft der Streik der GDL die Knotenpunkte rund um München, Nürnberg, Augsburg und Ingolstadt. Über mehrere Tage hinweg herrschen hier massive Einschränkungen. Besonders in Augsburg droht nun ein Verkehrschaos: Durch den Bahnstreik steigen Reisende und Pendler verstärkt auf das Auto um, um ans Ziel zu kommen. Eine ungünstige Situation, vor allem aufgrund der derzeit andauernden Sanierung der B17. Denn auch auf weiten Teilen der B17 geht es derzeit nur einspurig voran. Was auch ohne Bahnstreik schon zu langen Staus und Verzögerungen führt, wird durch den GDL-Streik zu einem noch größeren Problem. Der Druck auf die Verkehrsteilnehmer in Augsburg steigt.

Streik auch am Pfingstwochenende

Den derzeitigen Informationen zufolge müssen sich die Pendler und Reisenden auch am langen Pfingstwochenende auf einen Ausstand der Bahn einstellen. Die GDL hat das Ende des Streiks bewusst offen gelassen und will es erst 48 Stunden vorher verkünden. Zu rechnen ist jedoch damit vor Pfingsten nicht. Pfingsturlauber sollten sich also möglichst früh um Alternativen bei ihrer Bahnverbindung kümmern.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben