Streik, Verspätung, Zugausfall

Startup Robin-Zug aus Augsburg entschädigt Bahnreisende

Täglich sind Pendler genervt von Verspätungen bei der Deutschen Bahn. Aber viele nehmen ihre Fahrgastrechte nicht wahr. Das deutsch-französische Start-Up aus Augsburg will das ändern.

140.000 Zugausfälle und jeder fünfte Zug verspätet. Das ist die Bilanz der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr. Das kratzt an Ihrem Ruf und hat sie 40 Millionen Euro an Entschädigungen gekostet. Eine Summe, die deutlich höher hätte ausfallen können, geht es nach Robin-Zug.

Robin-Zug hilft Pendlern bei Bahn-Verspätungen

Oft kennen Fahrgäste ihre Rechte nicht und selbst wenn, ist der Erstattungsprozess mühselig: Es müssen zwei Seiten Formular im Papier Format ausgefüllt und entweder am Schalter abgegeben oder per Post geschickt werden. Dafür fehlen nach einer Zugverspätung oft Zeit und Lust. Robin-Zug setzt genau hier an.

Mit wenigen Klicks zur Erstattung

Alexandre Jaeg, französischer Luftfahrtingenieur und Bahnpendler, wurde häufig mit dem Problem konfrontiert. Frustriert, dass keine digitale Lösung von der Bahn angeboten wird, haben er und sein Team in Anlehnung an Robin Hood den Webservice Robin-Zug entwickelt, der die einfache online Abwicklung von Erstattungsanträgen anbietet.

Fahrgastrechte per Smartphone

Mit Robin-Zug erfährt der Bahnpendler per Smartphone, welche Rechte ihm bei einer Zugverspätung zustehen. Um zur Erstattung zu kommen, muss lediglich ein Bild der Zeitkarte und der eventuellen Belege hochgeladen werden. So erhält man die Liste der erstattungsfähigen Verspätungen auf seiner Strecke bis zu zwei Jahre in die Vergangenheit. Damit wird das sonst umständliche und schwer verständliche Fahrgastrechte-Formular automatisch ausgefüllt und der Bahn übermittelt. Bis zu 25 Prozent des Fahrkarten-Abopreises erstattet bekommen. 

Ab sofort bundesweit nutzbar

Der Service wird bereits seit Ende 2016 in Bayern erprobt. Über 21.000 Fahrgastrechtefälle wurden schon erfolgreich abgewickelt. Ab sofort ist Robin-Zug bundesweit nutzbar.  Robin-Zug funktioniert anders als zum Beispiel Fluggastrechte Portale. Weil die Bahn im Gegenteil zu Fluggesellschaften unabhängig von der Ursache einer Verspätung den Reisenden entschädigen muss, reagiert sie in der Regel unkomplizierter auf Reklamationen. Das macht den Einsatz eines Anwalts häufig überflüssig und ermöglicht niedrige Servicegebühren für Robin-Zug. Zwischen 69 und 99 Cent pauschal pro erfolgreich abgewickelter Reklamation.

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