TIAB Technologies

Augsburger 3D-Druck Startup will keine Investoren

Immer mehr Gründer wollen den 3D-Druck voranbringen. Auch das Augsburger Startup TIAB Technologies will in diesem Bereich Fuß fassen. Uns hat der Gründer Fabio Fiorda erzählt, wieso er die Zukunft in 3D-Druck sieht und er keine Investoren will.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kamen Sie dazu, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Fabio Fiorda: Die Idee ist durch unseren Geschäftspartner entstanden, der bereits davor einige Jahre im Bereich 3D-Druck als Anwendungstechniker gearbeitet hat. Währenddessen haben mein Geschäftspartner Daniel Hrga und ich angefangen, uns mit der Technologie und vor allem mit dem Businessplan auseinander zu setzen. Die Technologie war zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz ausgereift, so dass wir einige Zeit noch gewartet und selber einige Drucktechnologien und Drucker getestet haben. Anschließend ging alles relativ schnell, wir haben unseren ersten industriellen 3D-Drucker angeschafft und für kleinere Kunden angefangen Teile und auch Kleinteile zu drucken. 

Wieso gerade 3D-Druck?

Wir sind davon überzeugt, dass diese neue Fertigungstechnologie eine immer wichtigere Rolle in der industriellen Herstellung einnehmen wird und womöglich eines Tages die Produktion vollständig über den 3D-Druck getätigt wird. Das ist aus unserer Sicht nur eine Frage der Zeit, bis die Technologie soweit entwickelt ist, um das möglich zu machen.

Wie finanzieren Sie ihr Startup?

Wir sind, wie man so schön in der Startup-Szene sagt, komplett gebootstrappt. Sprich wir haben die Unternehmensgründung komplett über eigene Mittel finanziert und somit gänzlich auf eine externe Finanzierung verzichtet. Das hat den großen Vorteil, dass wir mit dem Geld, welches uns zur Verfügung steht, ganz anders wirtschaften als wenn man beispielsweise fremdes (Investoren-) Geld für seine Zwecke nutzt. Man überlegt sich Investitionen oder die Einstellung von neuen Mitarbeitern zweimal. 

Welche Kunden wollen Sie ansprechen?

Wir haben uns auf Industriekunden spezialisiert, also auf B2B. Hier bieten wir angefangen von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis hin zu großen Industriekonzernen unsere 3D-Druck Leistungen und Produkte an. Diese Kundengruppe braucht spezielle ausgerichtete Dienstleistungen und die Fertigung von Prototypen, Ersatzteilen und (Klein- und Mittel-) Serienfertigung. 

Wie vertreiben Sie ihre Produkte?

Wir haben primär zwei Vertriebskanäle. Der erste Kanal kommt durch gezielte und direkte Akquise zustande, welche uns neue Geschäftsbeziehungen eröffnet. Der zweite Kanal ist sozusagen unser „digitaler Kanal“. Hier haben wir ein selbstentwickeltes Kontaktformular auf unserer Homepage integriert, über welches direkt Angebote angefordert werden können.

Wie hoch ist Ihre Konkurrenz?

Die Marktlage ist gut, da immer mehr kleine und große Industrieunternehmen die Vorzüge erkannt haben, die der 3D-Druck bietet.Dementsprechend versuchen sich immer mehr an dem Thema und bieten 3D-Druck an. Allerdings ist der Weg zum Erfolg für Einsteiger extrem schwierig, denn selbst wenn man die teuren Anschaffungskosten stemmen kann, ist es entscheidend die richtigen industriellen 3D-Drucker auszuwählen.

Was würden Sie anderen, potenziellen Gründern beim Start eines eigenen Unternehmens raten?

Man sollte sich genau überlegen, ob man diesen Schritt wirklich gehen möchte. Denn dies erfordert vor allem in der Startphase viel Engagement und Ausdauer. Man muss also auch der Typ dafür sein. Doch wenn du dir deiner Sache sicher bist, dann können wir es nur jedem empfehlen. Eine vernünftige Planung, darunter zählt vor allem ein Businessplan, sollte vorher ausgearbeitet werden. So gibt es schon mal einen roten Faden, auch wenn dann doch alles anders kommt.

Somit sollte man auf jeden Fall immer flexibel und spontan auf neue Gegebenheiten reagieren können. Das ist sehr wichtig. Man sollte sich auch davor genau überlegen, mit wem man gründen will. Das Gründer-Team muss ja langfristig vernünftig und zielgerichtet zusammenarbeiten.

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Wieso gerade 3D-Druck?

Wir sind davon überzeugt, dass diese neue Fertigungstechnologie eine immer wichtigere Rolle in der industriellen Herstellung einnehmen wird und womöglich eines Tages die Produktion vollständig über den 3D-Druck getätigt wird. Das ist aus unserer Sicht nur eine Frage der Zeit, bis die Technologie soweit entwickelt ist, um das möglich zu machen.

Wie finanzieren Sie ihr Startup?

Wir sind, wie man so schön in der Startup-Szene sagt, komplett gebootstrappt. Sprich wir haben die Unternehmensgründung komplett über eigene Mittel finanziert und somit gänzlich auf eine externe Finanzierung verzichtet. Das hat den großen Vorteil, dass wir mit dem Geld, welches uns zur Verfügung steht, ganz anders wirtschaften als wenn man beispielsweise fremdes (Investoren-) Geld für seine Zwecke nutzt. Man überlegt sich Investitionen oder die Einstellung von neuen Mitarbeitern zweimal. 

Welche Kunden wollen Sie ansprechen?

Wir haben uns auf Industriekunden spezialisiert, also auf B2B. Hier bieten wir angefangen von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis hin zu großen Industriekonzernen unsere 3D-Druck Leistungen und Produkte an. Diese Kundengruppe braucht spezielle ausgerichtete Dienstleistungen und die Fertigung von Prototypen, Ersatzteilen und (Klein- und Mittel-) Serienfertigung. 

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Wir haben primär zwei Vertriebskanäle. Der erste Kanal kommt durch gezielte und direkte Akquise zustande, welche uns neue Geschäftsbeziehungen eröffnet. Der zweite Kanal ist sozusagen unser „digitaler Kanal“. Hier haben wir ein selbstentwickeltes Kontaktformular auf unserer Homepage integriert, über welches direkt Angebote angefordert werden können.

Wie hoch ist Ihre Konkurrenz?

Die Marktlage ist gut, da immer mehr kleine und große Industrieunternehmen die Vorzüge erkannt haben, die der 3D-Druck bietet.Dementsprechend versuchen sich immer mehr an dem Thema und bieten 3D-Druck an. Allerdings ist der Weg zum Erfolg für Einsteiger extrem schwierig, denn selbst wenn man die teuren Anschaffungskosten stemmen kann, ist es entscheidend die richtigen industriellen 3D-Drucker auszuwählen.

Was würden Sie anderen, potenziellen Gründern beim Start eines eigenen Unternehmens raten?

Man sollte sich genau überlegen, ob man diesen Schritt wirklich gehen möchte. Denn dies erfordert vor allem in der Startphase viel Engagement und Ausdauer. Man muss also auch der Typ dafür sein. Doch wenn du dir deiner Sache sicher bist, dann können wir es nur jedem empfehlen. Eine vernünftige Planung, darunter zählt vor allem ein Businessplan, sollte vorher ausgearbeitet werden. So gibt es schon mal einen roten Faden, auch wenn dann doch alles anders kommt.

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