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Stadtwerke sanieren Gaswerk: 3 Millionen für Bodenarbeiten
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Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

Stadtwerke sanieren Gaswerk: 3 Millionen für Bodenarbeiten

 Robert Deufel, Dr. Claus Gebhardt und Michael Weber von den Stadtwerken Augsburg. Foto: B4B SCHWABEN

Die Stadtwerke Augsburg (swa) bereiten das Gaswerk Augsburg-Oberhausen für eine zukunftsfähige Nutzung vor. Um die Umbaumaßnahmen abzuschließen, steht nun eine großflächige Bodensanierung an. Auf einer Fläche von rund 2.400 Quadratmetern wird das Erdreich bis in 10 Metern Tiefe ausgetauscht. Die Kosten belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro. 

von Christine Weigl, Online-Redaktion

Das Gaswerk Augsburg-Oberhausen, ein Industriedenkmal von europäischem Rang, wird umfassend renoviert. Für die Altlastensanierung haben die Stadtwerke Augsburg bisher schon über 2,3 Millionen Euro ausgegeben. Zusätzlich sind jedes Jahr etwa eine halbe Million Euro in den Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude geflossen. „Jetzt steht die umfangreichste und letzte große Einzelmaßnahme an“, erläutert Dr. Claus Gebhardt, Geschäftsführer der swa. Ab September beginnt eine großflächige Bodensanierung. Für rund 3 Millionen Euro wird das Erdreich auf einer Fläche von etwa 2.400 Quadratmetern bis in 10 Meter Tiefe ausgetauscht.

Verschmutzung durch Benzol, Teer und Teeröl

Bereits 2003 haben die Stadtwerke eine umfangreiche Untersuchung in Auftrag gegeben. „Seitdem haben wir ein detailliertes Bild über die Altlasten auf dem Gelände“, so Gebhardt. Bis ins Jahr 1968 ist bei der Gasherstellung eine Reihe von Nebenprodukten angefallen. Das sind beispielsweise Benzol, Teer oder Teeröl. Diese wurden in den sogenannten „westlichen Werkstätten“ auf dem Gaswerksgelände aufbereitet, abgefüllt und verladen. Dadurch wurden sowohl Gebäude als auch der umgebende und darunter liegende Boden belastet.

Belastetes Material wird fachgerecht entsorgt

Bei den Sanierungsarbeiten auf dem Gelände des Gaswerks Augsburg-Oberhausen wird nicht nur das belastete Erdreich ausgetauscht. Entsprechend den gesetzlichen Forderungen und in Abstimmung mit den Umwelt- und Denkmalschutzbehörden werden auch Gebäudeteile abgebrochen. An Ort und Stelle werden Proben von Abbruchmaterial und Erdaushub genommen. Je nach Schadensklasse wird das Material danach fachtechnisch entsorgt.

Keine Gefahr für das Grundwasser

Bei den Bauarbeiten können sich Schadstoffe aus dem Boden lösen und ins Grundwasser gelangen. Um dies zu verhindern, werden im Verlauf des Grundwasserstroms acht Brunnen installiert. Diese werden mit Beginn der Erdarbeiten das Grundwasser vorsorglich abpumpen. Das Wasser läuft durch eine aufwändige Filteranlage auf dem Gelände. Danach wird es wieder versickert. So ist die Reinheit des Grundwassers nicht in Gefahr.

„Kreativ-Werk“ für Künstler und Kulturschaffende

Die Zukunft des Gaswerks liegt in der Kreativwirtschaft: Das Industriedenkmal soll als „Kreativ-Werk“ zu einem Zentrum für Kulturschaffende ausgebaut werden. Unter anderem sollen die Künstler aus dem Kulturpark West auf dem Gelände einziehen. Die Baumaßnahmen sollen bis zum September 2015 fertig gestellt sein. Dann wird auch das „Grenzenlos-Festival“ stattfinden, das wegen der Sanierungsarbeiten vermutlich auf den Herbst verschoben wird. 

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