Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

Stadtwerke Augsburg: Darum wird die Linie 5 gebaut

Die Bauarbeiten für den Straßenbahntunnel sind bereis in vollem Gange. Foto: B4B SCHWABEN

Vom Stadtrat verabschiedet, in der Öffentlichkeit heftig kritisiert: Der Neubau der Straßenbahnlinie 5 sorgt für viel Gesprächsstoff. B4B SCHWABEN hat für Sie die Fakten zusammengefasst. Außerdem erklärt Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, warum das Projekt für die Stadt sinnvoll ist.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Der Neubau der Straßenbahnlinie 5 wird in Augsburg heiß diskutiert. Aus Sicht der Stadtwerke macht sie durchaus Sinn. B4B SCHWABEN hat die Gründe für die Baumaßnahmen Sie noch einmal zusammengefasst.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Die neue Straßenbahnlinie soll insgesamt rund 62 Millionen Euro kosten. Die Förderquote für dieses Projekt liegt bei 83 Prozent. Davon übernimmt der Bund 60 Prozent, der Freistaat Bayern beteiligt sich mit 23 Prozent. Auf einer Länge von 4,3 Kilometern sollen 8 neue Haltestellen entstehen. Die Gesamtbauzeit wird rund zwei Jahre betragen. Die Baumaßnahmen sollen abschnittsweise und somit möglichst verkehrsverträglich durchgeführt werden.

Neue Straßenbahnlinie 5 soll die Stadtentwicklung positiv beeinflussen

Die Stadtwerke Augsburg wollen mit dem Neubau der Linie 5 unter anderem auf die Überlastung der Buslinie 32 reagieren. Die Fahrzeit vom Hauptbahnhof zum Klinikum soll auf 17 Minuten verkürzt werden. Vor allem der Anschluss des Zentralklinikums an den Hauptbahnhof soll so verbessert werden. Gleichzeitig wollen die Stadtwerke neue Fahrgäste gewinnen. Der Umbau des Königsplatzes gilt hier als Musterbeispiel: Seit der Eröffnung des „neuen Kö“ werden jährlich mehr Fahrgäste gemessen. Derzeit liegt die Zahl bei 58 Millionen Fahrten im Jahr. Durch die verbesserte Infrastruktur verspricht sich die Stadt außerdem einen Zuwachs an Einwohnern und mehr Arbeitsplätze. „Entlang der Trassen findet eine stärke wirtschaftliche Entwicklung statt“, ist Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza überzeugt.

Vorteile auch für PKW-Fahrer

Auch wenn gerade dieser Punkt für heftige Diskussionen sorgt: Casazza glaubt fest daran, dass die Linie 5 den Verkehr entlasten wird. Die neue Linie soll in der Mitte der Bürgermeister-Ackermann-Straße entstehen. Damit liegt sie parallel zu den Hauptverkehrsströmen. Unter anderem soll eine intelligente Ampelschaltung für eine grüne Welle auf der Ackermannstraße für Autofahrer sorgen. Trotz des Ausbaus der Infrastruktur wird wohl für viele Einwohner im Landkreis der PKW weiterhin ein unverzichtbares Fortbewegungsmittel bleiben. Deshalb wollen die Stadtwerke die Park & Ride-Plätze ausweiten. Außerdem soll die Strecke entlang der Ackermannstraße fahrradfreundlicher werden: Unter anderem sind breitere Radwege geplant.

Linie 5 im Einklang mit anderen städtischen Infrastrukturprojekten

Der Neubau der Linie 5 befindet sich im Einklang mit dem städtischen Gesamtkonzept. Ziel der Stadt Augsburg ist es, bis 2020 für ein Gleichgewicht des städtischen Verkehrs zu sorgen. Jeweils ein Viertel aller Wege sollen mit dem ÖPNV, dem Fahrrad, dem Auto und zu Fuß zurückgelegt werden. Einige Maßnahmen für das Projekt „Fahrradstadt 2020“ wurden kürzlich von Baureferent Gerd Merkle präsentiert. Der Ausbau der ÖPNV ist ein weiterer Baustein in diesem Konzept. „Eine historisch gewachsene Stadt wie Augsburg bringt gewisse Rahmenbedingungen für solche Großbauprojekte mit. Es gibt nur begrenzte räumliche Möglichkeiten: Wenn eine Verkehrsgruppe mehr Platz braucht, dann hat die andere weniger. Unser Ziel ist ein sinnvolles Miteinander. Wir wollen erreichen, dass alle von den Infrastrukturprojekten in unserer Stadt profitieren“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza.

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Die neue Straßenbahnlinie soll insgesamt rund 62 Millionen Euro kosten. Die Förderquote für dieses Projekt liegt bei 83 Prozent. Davon übernimmt der Bund 60 Prozent, der Freistaat Bayern beteiligt sich mit 23 Prozent. Auf einer Länge von 4,3 Kilometern sollen 8 neue Haltestellen entstehen. Die Gesamtbauzeit wird rund zwei Jahre betragen. Die Baumaßnahmen sollen abschnittsweise und somit möglichst verkehrsverträglich durchgeführt werden.

Neue Straßenbahnlinie 5 soll die Stadtentwicklung positiv beeinflussen

Die Stadtwerke Augsburg wollen mit dem Neubau der Linie 5 unter anderem auf die Überlastung der Buslinie 32 reagieren. Die Fahrzeit vom Hauptbahnhof zum Klinikum soll auf 17 Minuten verkürzt werden. Vor allem der Anschluss des Zentralklinikums an den Hauptbahnhof soll so verbessert werden. Gleichzeitig wollen die Stadtwerke neue Fahrgäste gewinnen. Der Umbau des Königsplatzes gilt hier als Musterbeispiel: Seit der Eröffnung des „neuen Kö“ werden jährlich mehr Fahrgäste gemessen. Derzeit liegt die Zahl bei 58 Millionen Fahrten im Jahr. Durch die verbesserte Infrastruktur verspricht sich die Stadt außerdem einen Zuwachs an Einwohnern und mehr Arbeitsplätze. „Entlang der Trassen findet eine stärke wirtschaftliche Entwicklung statt“, ist Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza überzeugt.

Vorteile auch für PKW-Fahrer

Auch wenn gerade dieser Punkt für heftige Diskussionen sorgt: Casazza glaubt fest daran, dass die Linie 5 den Verkehr entlasten wird. Die neue Linie soll in der Mitte der Bürgermeister-Ackermann-Straße entstehen. Damit liegt sie parallel zu den Hauptverkehrsströmen. Unter anderem soll eine intelligente Ampelschaltung für eine grüne Welle auf der Ackermannstraße für Autofahrer sorgen. Trotz des Ausbaus der Infrastruktur wird wohl für viele Einwohner im Landkreis der PKW weiterhin ein unverzichtbares Fortbewegungsmittel bleiben. Deshalb wollen die Stadtwerke die Park & Ride-Plätze ausweiten. Außerdem soll die Strecke entlang der Ackermannstraße fahrradfreundlicher werden: Unter anderem sind breitere Radwege geplant.

Linie 5 im Einklang mit anderen städtischen Infrastrukturprojekten

Der Neubau der Linie 5 befindet sich im Einklang mit dem städtischen Gesamtkonzept. Ziel der Stadt Augsburg ist es, bis 2020 für ein Gleichgewicht des städtischen Verkehrs zu sorgen. Jeweils ein Viertel aller Wege sollen mit dem ÖPNV, dem Fahrrad, dem Auto und zu Fuß zurückgelegt werden. Einige Maßnahmen für das Projekt „Fahrradstadt 2020“ wurden kürzlich von Baureferent Gerd Merkle präsentiert. Der Ausbau der ÖPNV ist ein weiterer Baustein in diesem Konzept. „Eine historisch gewachsene Stadt wie Augsburg bringt gewisse Rahmenbedingungen für solche Großbauprojekte mit. Es gibt nur begrenzte räumliche Möglichkeiten: Wenn eine Verkehrsgruppe mehr Platz braucht, dann hat die andere weniger. Unser Ziel ist ein sinnvolles Miteinander. Wir wollen erreichen, dass alle von den Infrastrukturprojekten in unserer Stadt profitieren“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza.

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