Stadt Augsburg

Stadt Augsburg: Finanzlage angespannt, Gribl greift ein

Ob Gribl greift ein: Stadt Augsburg muss dringend sparen. Foto: B4B SCHWABEN

Der Haushalt für 2015 ist genehmigt, doch das Geld ist trotzdem knapp. Die Stadt muss sparen, merkte Mitte August schon die Regierung von Schwaben an. Das Haushaltsdefizit aus 2014 beträgt schließlich stolze 43,8 Millionen Euro. Augsburg darf nicht mehr so viel Geld ausgeben. Doch welche Projekte werden dadurch betroffen sein? Darüber will nun OB Dr. Kurt Gribl entscheiden. Ohne Unbedenklichkeitsbestätigung soll bald nichts mehr gehen.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Regierung von Schwaben hat dem städtischen Haushalt 2015 genehmigt. Dieser hat ein Volumen von 893,5 Millionen Euro. Was nach viel Geld klingt, ist für eine Stadt wie Augsburg jedoch leider nicht ausreichend. Die Stadt muss sparen, warnte die Regierung von Schwaben Mitte August. Daran will sich Augsburg auch halten. Um die Kredite zu tilgen und den Haushaltsdefizit von 2014 zu stämmen (43,8 Millionen Euro), greift nun OB Dr. Kurt Gribl ein. Alle Projekte müssen erst von ihm genehmigt werden, bevor weitere Schritte eingeleitet werden.

Projektstart erst nach Okay des Oberbürgermeisters möglich

Die Liste der Wünsche und Projekte ist jedoch lang. Sanierungen von Straßen, Radwege, das Theater, Schulen, Sportplätze – all diese Dinge soll die Stadt Augsburg übernehmen. Was jedoch wirklich realisiert werden kann und was möglicherweise verschoben werden muss, will nun der OB im Vorfeld überprüfen. Die Fachreferenten sind ab sofort angewiesen, sich erst eine Unbedenklichkeitsbestätigung von OB Gribl einzuholen. Vorher dürften neue Projekte nicht gestartet werden. Dies betrifft beispielsweise auch Stellenausschreibungen oder die Absicht Verträge abzuschließen.

Stadt muss Prioritäten setzten um Haushaltslage zu lockern

„Die Regierung von Schwaben hat uns beispielsweise die Auflage für die Haushaltsgenehmigung 2015 gemacht, alle Anstrengungen zu unternehmen, um mit Sparwillen und Prioritätensetzungen einen möglichst hohen Fehlbetragsanteil von 2014 bereits jetzt im Nachtragshaushalt abzudecken“, erklärt OB Dr. Gribl wörtlich. Damit will er die angespannte Haushaltslage der Stadt lösen. „Was dabei aber nicht passieren darf ist, dass in den nächsten Jahren Schulsanierungen gegen Sportstätten, soziale Sicherung gegen Investitionen in Infrastruktur oder die Theatersanierung gegen die Unterstützung von Vereinen ausgespielt werden. Vielmehr bedarf es einer politischen Diskussion und einer Entscheidung im Stadtrat, wie welche Prioritäten gesetzt werden“, erklärte Finanzreferentin Eva Weber darüber hinaus. Sparen um jeden Preis wird Augsburg also nicht.

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von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Regierung von Schwaben hat dem städtischen Haushalt 2015 genehmigt. Dieser hat ein Volumen von 893,5 Millionen Euro. Was nach viel Geld klingt, ist für eine Stadt wie Augsburg jedoch leider nicht ausreichend. Die Stadt muss sparen, warnte die Regierung von Schwaben Mitte August. Daran will sich Augsburg auch halten. Um die Kredite zu tilgen und den Haushaltsdefizit von 2014 zu stämmen (43,8 Millionen Euro), greift nun OB Dr. Kurt Gribl ein. Alle Projekte müssen erst von ihm genehmigt werden, bevor weitere Schritte eingeleitet werden.

Projektstart erst nach Okay des Oberbürgermeisters möglich

Die Liste der Wünsche und Projekte ist jedoch lang. Sanierungen von Straßen, Radwege, das Theater, Schulen, Sportplätze – all diese Dinge soll die Stadt Augsburg übernehmen. Was jedoch wirklich realisiert werden kann und was möglicherweise verschoben werden muss, will nun der OB im Vorfeld überprüfen. Die Fachreferenten sind ab sofort angewiesen, sich erst eine Unbedenklichkeitsbestätigung von OB Gribl einzuholen. Vorher dürften neue Projekte nicht gestartet werden. Dies betrifft beispielsweise auch Stellenausschreibungen oder die Absicht Verträge abzuschließen.

Stadt muss Prioritäten setzten um Haushaltslage zu lockern

„Die Regierung von Schwaben hat uns beispielsweise die Auflage für die Haushaltsgenehmigung 2015 gemacht, alle Anstrengungen zu unternehmen, um mit Sparwillen und Prioritätensetzungen einen möglichst hohen Fehlbetragsanteil von 2014 bereits jetzt im Nachtragshaushalt abzudecken“, erklärt OB Dr. Gribl wörtlich. Damit will er die angespannte Haushaltslage der Stadt lösen. „Was dabei aber nicht passieren darf ist, dass in den nächsten Jahren Schulsanierungen gegen Sportstätten, soziale Sicherung gegen Investitionen in Infrastruktur oder die Theatersanierung gegen die Unterstützung von Vereinen ausgespielt werden. Vielmehr bedarf es einer politischen Diskussion und einer Entscheidung im Stadtrat, wie welche Prioritäten gesetzt werden“, erklärte Finanzreferentin Eva Weber darüber hinaus. Sparen um jeden Preis wird Augsburg also nicht.

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