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Spitzenreiter! Schwaben glänzt mit Deutschlands niedrigster Arbeitslosenquote
Arbeitsmarkt

Spitzenreiter! Schwaben glänzt mit Deutschlands niedrigster Arbeitslosenquote

Symbolbild. Foto: Agentur für Arbeit
Symbolbild. Foto: Agentur für Arbeit

Deindustrialisierung, Insolvenzwellen und Massenentlassungen: Allesamt Sorgen die auch in Schwaben während den Krisenjahren dominieren. Warum die Realität nun ein konträres Bild zeichnet.

Aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ergibt sich für die Bundesrepublik eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent. Damit schneidet Bayern als Bundesland mit 3,2 Prozent nicht nur deutlich niedriger ab, sondern stellt weiterhin das beste Ergebnis im nationalen Vergleich. Einen nicht unerheblichen Anteil dazu trägt Schwaben mit seinen Beschäftigungszahlen bei. Kein anderer Regierungsbezirk in Deutschland kann derzeit eine so gute Arbeitslosenbilanz vorweisen. Gerade mal 2,9 Prozent sind es in der Region, die im abgelaufenen Monat keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

Was macht Schwaben besser als der Rest?

Matthias Köppel ist Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik bei der IHK Schwaben und zeigt sich zufrieden über die erfreuliche Momentaufnahme. Für ihn liegt das Erfolgsrezept im Zusammenhalt der schwäbischen Wirtschaftsakteure: „Das ist der Verdienst der Unternehmen und des starken Kooperationsgeistes in unserer Region.“ Auf Kreisebene wird die Quote noch von der Stadt Augsburg mit 5,2 Prozent erheblich angehoben. Ein noch besseres Gesamtergebnis wäre daher für Schwaben durchaus möglich. Am oberen Ende der Beschäftigungstabelle thront hingegen Günzburg, wo nur 1,9 Prozent ohne Arbeit gemeldet wurden. Für das Allgäu ergeben sich robuste 2,5 Prozent, die im Schnitt ebenfalls zum deutschlandweiten Spitzenplatz beitragen.

Schwaben hat die beste Arbeitslosenquote – doch für wie lange?

Dass der schwäbische Arbeitsmarkt resilient durch die Krisenzeit kommt, wird auf Sicht auch weiterhin der Fall sein. Die Spitzenposition im bundesweiten Vergleich hingegen, kann schon in diesem Monat wieder verloren gehen. „Kurz bevor die Ferienzeit beginnt, setzt der Rückgang der Arbeitslosigkeit ein, ehe sie im Sommer, wie üblich, wieder steigt“, warnt Roland Fürst, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Augsburg. Seitens der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. werden dahingehend bereits Gegenmaßnahmen vorgeschlagen. „Der Arbeitsmarkt kann vor allem dann Dynamik entfalten, wenn neue Hürden, zusätzliche Bürokratie und noch höhere Kosten am Standort Deutschland vermieden werden“, sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Wie die Politik die Arbeitslosigkeit niedrig halten soll

Allen voran stört sich Brossardt an dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Für einen typischen mittelständischen Betrieb mit 250 Beschäftigten verursache das Gesetz Bürokratie und zusätzliche Kosten von rund 30.000 Euro pro Jahr, obwohl diese Unternehmen gar nicht im direkten Anwendungsbereich des Gesetzes liegen sollen. Diese Belastung sei umso gewichtiger, weil sie inmitten der multiplen Krisen hinzukomme. „Durch diese Gemengelage steht auch der Arbeitsmarkt vor großen Herausforderungen. Wir brauchen daher Entlastungen und Flexibilisierungen statt neuer Hürden“, erklärt der 63-Jährige.

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