Corona-Pandemie

Sperrstunde und Alkoholverbot: Wer denkt an die Gastronomen?

Schärfere Maßnahmen wie eine Sperrstunde sollen die hohen Infektionszahlen senken - auch in der Stadt Augsburg. Doch werden sich die Menschen deswegen weniger treffen? Wahrscheinlich nicht. Aber die Gastronomen leiden mal wieder.

Laut Ministerpräsident Markus Söder entscheidet sich in den kommenden vier Wochen, ob es einen zweiten Lockdown geben wird. Die Corona-Infektionszahlen schießen in den Großstädten und Ballungszentren gerade in die Höhe – auch in Augsburg. Seit Dienstagabend liegt die 7-Tage-Inzidenz über 50 – das heißt der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist überschritten. Deshalb hat Söder bayernweit verschärfte Maßnahmen durchgesetzt. Eine Sperrstunde und ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gelten schon ab 22 Uhr.

Die Gastronomen leider unter den strengen Regeln 

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Damit handelt Söder mal wieder schneller und strenger als alle anderen und es gibt keine regional unterschiedlichen Regeln mehr. So sollen die Infektionszahlen gesenkt und ein zweiter Lockdown verhindert werden. Denn den will wirklich niemand – da sind sich ausnahmsweise mal alle einig. Die Sperrstunde kann jedoch für viele Gastronomen, die nach dem Lockdown im Frühjahr gerade wieder Hoffnung geschöpft haben, das Aus bedeuten. Und das obwohl sich die meisten streng an ihren Hygieneplan halten. Aber sie sind alle mitschuldig an der rasanten Ausbreitung des Virus – zumindest suggeriert das die Entscheidung der Politik. Eine Politik, die Gastronomen im Regen stehen lässt.  Sind wirklich Bars und Restaurants das Problem, wenn es um steigende Infektionszahlen geht? Dort gelten ohnehin schon strenge Corona-Auflagen. Und dem Virus ist es herzlich egal, ob es 22.45 oder 23.15 Uhr ist.

Sperrstunde führt zu mehr privaten Partys

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Ja, eine Sperrstunde kann verhindern, dass sich mit steigendem Alkoholpegel keiner mehr an die Corona-Regeln hält. Aber sie kann nicht verhindern, dass die Menschen einfach im Privaten weiterfeiern. Es wird sich dann an Orten getroffen, an denen es kein Hygienekonzept gibt. Und das macht die Kontaktverfolgung noch schwerer. 

Beispiel: Auch in Augsburg war es am Wochenende noch möglich, in Clubs Privatpartys mit 100 Gästen zu schmeißen. Aber ansonsten müssen die Clubs geschlossen bleiben. Und das, obwohl auch hier die Betreiber seit Monaten an strengen Hygienekonzepten arbeiten. Durch die Ausweiskontrolle wäre auch eine Kontaktverfolgung einfach. Aber nein, wenn 100 „Freunde“ feiern ist das anscheinend viel weniger risikoreich, als wenn 100 Fremde das unter strengen Regeln machen. Und sobald der Inzidenzwert wieder unter 35 fällt, ist das auch wieder erlaubt.

Außerdem: Wie sollen die Ordnungsbehörden die Corona-Regeln in Privatwohnungen und in Parks sowie auf den Straßen überhaupt kontrollieren? Doch gerade jetzt ist es wichtiger denn je, die Infektionsherde herauszufinden und einzugrenzen. Doch anstatt härter gegen sowas vorzugehen, verschärfen Politiker immer wieder die Regeln für die Gastronomie. Dies zu akzeptieren ist für Gastronomen nur schwer möglich und daher bleibt ihnen oft nur, dagegen vorzugehen. Irgendwie fehlt da die Gerechtigkeit. Söder sollte den Gastronomen wenigstens eine Perspektive bieten. Schon mal an eine Ausgleichszahlung gedacht?

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Beispiel: Auch in Augsburg war es am Wochenende noch möglich, in Clubs Privatpartys mit 100 Gästen zu schmeißen. Aber ansonsten müssen die Clubs geschlossen bleiben. Und das, obwohl auch hier die Betreiber seit Monaten an strengen Hygienekonzepten arbeiten. Durch die Ausweiskontrolle wäre auch eine Kontaktverfolgung einfach. Aber nein, wenn 100 „Freunde“ feiern ist das anscheinend viel weniger risikoreich, als wenn 100 Fremde das unter strengen Regeln machen. Und sobald der Inzidenzwert wieder unter 35 fällt, ist das auch wieder erlaubt.

Außerdem: Wie sollen die Ordnungsbehörden die Corona-Regeln in Privatwohnungen und in Parks sowie auf den Straßen überhaupt kontrollieren? Doch gerade jetzt ist es wichtiger denn je, die Infektionsherde herauszufinden und einzugrenzen. Doch anstatt härter gegen sowas vorzugehen, verschärfen Politiker immer wieder die Regeln für die Gastronomie. Dies zu akzeptieren ist für Gastronomen nur schwer möglich und daher bleibt ihnen oft nur, dagegen vorzugehen. Irgendwie fehlt da die Gerechtigkeit. Söder sollte den Gastronomen wenigstens eine Perspektive bieten. Schon mal an eine Ausgleichszahlung gedacht?

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