Eisenbahnüberführung

Spatenstich am Gersthofer Bahnhof für bessere Infrastruktur

Die Stadt startete nun mit umfassenden Maßnahmen rund um das Bahnhofsgelände. Das Projekt hat Bedeutung über die Stadtgrenze hinaus.

Die Geschichte um die Umgestaltung des Gersthofer Bahnhofs ist lang. Die Planungen laufen bereits seit einigen Jahren im Hintergrund, nun rollen auch die Bagger an. Und am 18. März nahmen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr Dr. Hans Reichhart gemeinsam mit Gersthofens Erstem Bürgermeister Michael Wörle, stellvertretender Landrätin Anni Fries und den verschiedenen Projektbeteiligten symbolisch den Spaten in die Hand. Die Gesamtmaßnahme dauert wohl bis 2021 an.

Sperrpause im Juni

Vor einigen Tagen ging es los mit dem Bau der Eisenbahnüberführung. Diese wird es künftig Fußgängern und Radfahrern ermöglichen, die Gleise sicher zu wechseln. Bis dahin heißt es vom 19. bis 24. Juni auf der Bahnstrecke von Augsburg nach Donauwörth allerdings: Sperrpause. Bereits mit drei Jahren Vorlauf musste dieses Zeitfenster mit der Deutschen Bahn vereinbart werden, um die neue Eisenbahnüberführung an die vorgesehene Stelle zu setzen. Dieses tunnelartige Bauwerk wird ab sofort neben der Bahnlinie fertiggestellt und dann in den fünf Junitagen in die eigentliche Position eingeschoben. Überregionale Züge werden in dieser Zeit zwischen Gersthofen und Gablingen umgeleitet.

Umgestaltung auf dem Areal

Danach geht es rund um die Gleise weiter. Neben neuen Servicespangen mit abschließbaren Fahrradboxen und WC-Häuschen entstehen auch barrierefreie Bahnsteige inklusive Aufzug und Rampen. Auch neueste Mobilitätsanforderungen werden installiert: Elektrotanksäulen für PKW wie auch Fahrrad sind geplant. „Kiss & Ride“-Zonen auf beiden Seiten des Bahnhofs, ein neu geschaffener Kreisverkehr auf Höhe der Beethovenstraße und umpositionierte Bushaltestellen sorgen für neue Verkehrs-Lösungen.

10 Millionen Euro Baukosten

Das lässt sich die Stadt Gersthofen etwas kosten: über 10 Millionen Euro werden investiert. Für Teilbereiche der auch für den Wirtschaftsraum wichtigen Maßnahme können Förderungen vom Freistaat fließen. Das macht auch Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart deutlich: „Mit dem heutigen Baubeginn geben wir den Startschuss für eine zukunftsfähige Infrastruktur in und um Gersthofen. Die neue zusätzliche Bahnüberführung für Fußgänger und Radfahrer wird den Verkehr an dieser Stelle sicherer machen. Viel Gutes kommt noch: Mit weiteren Maßnahmen rund um das Bahnhofsgelände wird eine ‚Mobilitätsdrehscheibe Gersthofen‘ entstehen. Auch der Freistaat Bayern wird sich bei einigen der Folgemaßnahmen umfangreich beteiligen. Denn nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, können wir unser gemeinsames Ziel eines attraktiven Nahverkehrs erreichen.“

Wörle: Nicht nur in Stadtgrenzen denken

Auch Michael Wörle sieht beim Thema Mobilität alle gefordert: „Wir gehen als Kommunen häufig in Vorleistung, in Gersthofen stellen wir aktuell ein Mobilitätskonzept für das gesamte Stadtgebiet und alle Verkehrsteilnehmer auf. Denn Verkehr bedeutet nicht nur PKW und LKW, sondern auch ÖPNV sowie Fußgänger und Radfahrer. Nur wenn ein Rädchen ins andere greift, können Verkehre bewusster gesteuert werden. Den Bahnhof barrierefrei und zukunftsfähig zu gestalten ist eine Sache, doch auch die Zubringer müssen gewährleistet sein und vor allem: wir brauchen attraktive Lösungen, die zum Umdenken anregen. Darum setze ich mich dafür ein, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und nicht nur im Mikrokosmos der eigenen Stadtgrenzen zu denken. Denn wenn wir zum Beispiel über eine Ostumfahrung von Langweid über Augsburg Ost bis nach Königsbrunn sprechen oder über ein drittes Gleis auf der Strecke Augsburg – Donauwörth, können wir alleine in Gersthofen nichts ausrichten. Darum bauen wir weiter auf die Unterstützung des Ministeriums.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Eisenbahnüberführung

Spatenstich am Gersthofer Bahnhof für bessere Infrastruktur

Die Stadt startete nun mit umfassenden Maßnahmen rund um das Bahnhofsgelände. Das Projekt hat Bedeutung über die Stadtgrenze hinaus.

Die Geschichte um die Umgestaltung des Gersthofer Bahnhofs ist lang. Die Planungen laufen bereits seit einigen Jahren im Hintergrund, nun rollen auch die Bagger an. Und am 18. März nahmen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr Dr. Hans Reichhart gemeinsam mit Gersthofens Erstem Bürgermeister Michael Wörle, stellvertretender Landrätin Anni Fries und den verschiedenen Projektbeteiligten symbolisch den Spaten in die Hand. Die Gesamtmaßnahme dauert wohl bis 2021 an.

Sperrpause im Juni

Vor einigen Tagen ging es los mit dem Bau der Eisenbahnüberführung. Diese wird es künftig Fußgängern und Radfahrern ermöglichen, die Gleise sicher zu wechseln. Bis dahin heißt es vom 19. bis 24. Juni auf der Bahnstrecke von Augsburg nach Donauwörth allerdings: Sperrpause. Bereits mit drei Jahren Vorlauf musste dieses Zeitfenster mit der Deutschen Bahn vereinbart werden, um die neue Eisenbahnüberführung an die vorgesehene Stelle zu setzen. Dieses tunnelartige Bauwerk wird ab sofort neben der Bahnlinie fertiggestellt und dann in den fünf Junitagen in die eigentliche Position eingeschoben. Überregionale Züge werden in dieser Zeit zwischen Gersthofen und Gablingen umgeleitet.

Umgestaltung auf dem Areal

Danach geht es rund um die Gleise weiter. Neben neuen Servicespangen mit abschließbaren Fahrradboxen und WC-Häuschen entstehen auch barrierefreie Bahnsteige inklusive Aufzug und Rampen. Auch neueste Mobilitätsanforderungen werden installiert: Elektrotanksäulen für PKW wie auch Fahrrad sind geplant. „Kiss & Ride“-Zonen auf beiden Seiten des Bahnhofs, ein neu geschaffener Kreisverkehr auf Höhe der Beethovenstraße und umpositionierte Bushaltestellen sorgen für neue Verkehrs-Lösungen.

10 Millionen Euro Baukosten

Das lässt sich die Stadt Gersthofen etwas kosten: über 10 Millionen Euro werden investiert. Für Teilbereiche der auch für den Wirtschaftsraum wichtigen Maßnahme können Förderungen vom Freistaat fließen. Das macht auch Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart deutlich: „Mit dem heutigen Baubeginn geben wir den Startschuss für eine zukunftsfähige Infrastruktur in und um Gersthofen. Die neue zusätzliche Bahnüberführung für Fußgänger und Radfahrer wird den Verkehr an dieser Stelle sicherer machen. Viel Gutes kommt noch: Mit weiteren Maßnahmen rund um das Bahnhofsgelände wird eine ‚Mobilitätsdrehscheibe Gersthofen‘ entstehen. Auch der Freistaat Bayern wird sich bei einigen der Folgemaßnahmen umfangreich beteiligen. Denn nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, können wir unser gemeinsames Ziel eines attraktiven Nahverkehrs erreichen.“

Wörle: Nicht nur in Stadtgrenzen denken

Auch Michael Wörle sieht beim Thema Mobilität alle gefordert: „Wir gehen als Kommunen häufig in Vorleistung, in Gersthofen stellen wir aktuell ein Mobilitätskonzept für das gesamte Stadtgebiet und alle Verkehrsteilnehmer auf. Denn Verkehr bedeutet nicht nur PKW und LKW, sondern auch ÖPNV sowie Fußgänger und Radfahrer. Nur wenn ein Rädchen ins andere greift, können Verkehre bewusster gesteuert werden. Den Bahnhof barrierefrei und zukunftsfähig zu gestalten ist eine Sache, doch auch die Zubringer müssen gewährleistet sein und vor allem: wir brauchen attraktive Lösungen, die zum Umdenken anregen. Darum setze ich mich dafür ein, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und nicht nur im Mikrokosmos der eigenen Stadtgrenzen zu denken. Denn wenn wir zum Beispiel über eine Ostumfahrung von Langweid über Augsburg Ost bis nach Königsbrunn sprechen oder über ein drittes Gleis auf der Strecke Augsburg – Donauwörth, können wir alleine in Gersthofen nichts ausrichten. Darum bauen wir weiter auf die Unterstützung des Ministeriums.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben