Zukunftskonzept

Sparda-Bank setzt trotz virtueller Bank auf stationäres Filialnetz

Peter Lachenmayr, Peter Noppinger und Ralph Puschner. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Gerade Bankgeschäfte werden immer mehr online erledigt. Dennoch lohnt es sich auch weiterhin, auf ein festes Filialnetz zu setzen, ist sich die Augsburger Sparda-Bank sicher.

„Wir bewegen uns zunehmend von der Filialbank zur virtuellen Bank, setzen aber weiterhin auf unsere Mitarbeiter an den Standorten. Sie begleiten den Kunden auf dem Weg in die virtuelle Welt“, fasste Peter Noppinger, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank, die Entwicklungen des Kreditinstituts zusammen.

„Roboter können nicht empathisch sein“

Besonders wichtig sei es deshalb, die Mitarbeiter entsprechend zu schulen. Gerade in einem schwierigen Marktumfeld und zu Zeiten der Digitalisierung sei das von essentieller Bedeutung. Einen Großteil der Arbeit eines Bankkaufmanns könne schon heute ein Roboter erledigen, so Ralph Puschner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. „Aber wir können und wollen den Kopf nicht in den Sand stecken. Deshalb treten wir dieser Entwicklung proaktiv entgegen. Wir wissen, was uns von Maschinen unterscheidet: Roboter können nicht empathisch sein.“

„Wir sind überzeugt, dass es den Beruf auch in mehreren Jahren noch geben wird. Aber er wird sich auf jeden Fall wandeln. Aus diesem Grund ist es so wichtig, die Mitarbeiter fit für die Zukunft zu machen. Sie müssen diese Entwicklungen begleiten und letztendlich auch den Kunden mitnehmen“, führt Puschner aus.

Baufinanzierung läuft weiterhin über das persönliche Gespräch

„Gerade deshalb bleibt die Werteorientierung weiterhin von zentraler Bedeutung. Dazu zählen Werte wie Nachhaltigkeit oder auch der Genossenschaftsgedanke. In Zukunft wollen wir aus diesem Grund gezielt an diesen Stärken arbeiten und alle Potenziale ausschöpfen“, erklärt Puschner. Dazu zählt auch weiterhin die persönliche Beratung der Kunden. „Gerade im Bereich der Baufinanzierung wird nach wie vor die persönliche Beratung in Anspruch genommen“, weiß Vorstand Peter Lachenmayr.

Sparda-Bank setzt auf neue Partnerveranstaltungen

Dennoch verlagern sich immer mehr Bankgeschäfte von der Filiale ins Internet. Um nachhaltig mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten und zu bleiben, setzt die Sparda-Bank auf neue Partnerveranstaltungen. So zählte das gemeinsame Event mit dem WWF „Erben und Vererben“ mehr als 100 Besucher. Über 150 Gäste kamen zum Literaturabend mit der Büchergilde, der in Zusammenarbeit mit der Sparda-Bank veranstaltet wurde.

Filialnetz bleibt vorerst bestehen

Auch am Filialnetz hält das Kreditinstitut weiterhin fest. Die Sparda-Bank-Filialen in Augsburg und Kempten gehören der Bank selbst. An den anderen Standorten seien Mieter zuständig, so Noppinger. Und von diesen Mietverträgen läuft in näherer Zukunft keiner aus. „Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass Standorte verlagert werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist Lindau: Auf der Insel gab es für die Sparda-Bank kein Wachstumspotenzial mehr, deshalb ist die Filiale auf das Festland umgezogen“, so der Vorstandsvorsitzende.

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„Wir sind überzeugt, dass es den Beruf auch in mehreren Jahren noch geben wird. Aber er wird sich auf jeden Fall wandeln. Aus diesem Grund ist es so wichtig, die Mitarbeiter fit für die Zukunft zu machen. Sie müssen diese Entwicklungen begleiten und letztendlich auch den Kunden mitnehmen“, führt Puschner aus.

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Auch am Filialnetz hält das Kreditinstitut weiterhin fest. Die Sparda-Bank-Filialen in Augsburg und Kempten gehören der Bank selbst. An den anderen Standorten seien Mieter zuständig, so Noppinger. Und von diesen Mietverträgen läuft in näherer Zukunft keiner aus. „Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass Standorte verlagert werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist Lindau: Auf der Insel gab es für die Sparda-Bank kein Wachstumspotenzial mehr, deshalb ist die Filiale auf das Festland umgezogen“, so der Vorstandsvorsitzende.

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