Durchbruch

Sozialplanverhandlungen bei den Gersthofer Backbetrieben beendet

Der Unternehmenssitz der Gersthofer Backbetriebe. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Beim Sozialplan gibt es einen Durchbruch: Nach langen Verhandlungen kann dieser nun unterschrieben werden.

Nach Gesprächen zwischen den Verantwortlichen von Serafin und der Gewerkschaft NGG sowie dem Betriebsrat der Gersthofer Backbetriebe wurde nun eine Lösung erzielt. Der Betriebsrat und der Insolvenzverwalter haben die Sozialplanverhandlungen heute, 20. Dezember, abgeschlossen. Der Sozialplan soll nun unverzüglich unterschrieben werden.

Geld kann nach Unterschrift ausgezahlt werden

Die Beschäftigten erhalten mit dem Abschluss des Sozialplans aber auch Geld von der Agentur für Arbeit, sobald sie sich arbeitslos melden. Auch eine Vermittlung durch die Arbeitsagentur kann nun erfolgen. Zudem steht ein Betrag von rund eine Millionen Euro, den Serafin freiwillig zahlt, für weitere Zahlungen an die Arbeitnehmer bereit. Das Geld kann vom Treuhänder ausgezahlt werden, sobald der Sozialplan unterzeichnet ist. Wie das Geld verteilt wird, stimmen Agentur für Arbeit und Betriebsrat in den nächsten Schritten noch final ab. Danach kann die Auszahlung erfolgen.

Weitere Maßnahmen geplant

Heute Vormittag brachten die Verantwortlichen des Gesellschafters Serafin, Ali Erdogan, Betriebsratsvorsitzender der Gersthofer Backbetriebe, sowie KAB-Diözesanpräses und Betriebsseelsorger Georg Steinmetz die Gespräche zum Abschluss. Serafin-Gründer Philipp Haindl betonte dabei erneut, dass die finanzielle Unterstützung freiwillig ist. Der Gesellschafter ist sich seiner Verantwortung bewusst und unterstützt die Beschäftigten mit weiteren Maßnahmen.

So plant Serafin mit der Agentur für Arbeit ein Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramm aufzusetzen, um insbesondere für Härtefälle die Weitervermittlung in neue Jobs zu erleichtern. Die Details werden noch erarbeitet, da zunächst der genaue Umfang und die Art des Qualifizierungsbedarfs definiert werden muss.

Soziale Verantwortung

Serafin-Gründer Philipp Haindl sagt: „Hier zählen wir auf die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, um schnellstmöglich den konkreten Bedarf zu ermitteln und das Programm aufsetzen zu können. Zudem muss auch noch die Abstimmung mit der Agentur für Arbeit erfolgen.“ Philipp Haindl bedankt sich bei Tim Lubecki von der NGG und dem Betriebsrat für den Austausch und die nun gemeinsame gefundene Lösung. Tim Lubecki von der NGG Schwaben sagt: „Wir bedanken uns bei Philipp Haindl. Mit der Zusage, die Qualifikation von Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen, die Schwierigkeiten haben, einen neuen Job zu finden, wird Herr Haindl seiner sozialen Verantwortung gerecht.“

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