„Freiwillige finanzielle Unterstützung“

Gersthofer Backbetriebe: Serafin kritisiert Gewerkschaft

Am Freitag hat die Gewerkschaft die Sozialplanverhandlungen abgebrochen. Der Eigentümer der Gersthofer Backbetriebe wirft der Gewerkschaft vor, nicht im Wohle der Beschäftigten zu handeln.

Die Serafin Unternehmensgruppe, Gesellschafter der Gersthofer Backbetriebe GmbH, hat in der vergangenen Woche beschlossen, eine freiwillige finanzielle Unterstützung in Höhe von mehr als 1,5 Millionen Euro für alle Mitarbeiter des Unternehmens zu leisten. Das Unternehmen stellt nun klar, dass es sich dabei um eine freiwillige Leistung und kein Verhandlungsangebot handelt. Diese Unterstützung habe nichts mit den Sozialplanverhandlungen zu tun und stelle im Falle von Insolvenzen eine seltene Ausnahme dar, so die Serafin Unternehmensgruppe.

Serafin wirft Gewerkschaft Blockadehaltung vor

Die Gewerkschaft NGG hat am Freitag die Sozialplanverhandlungen mit dem Insolvenzverwalter abgebrochen. An diesen Verhandlungen nimmt der Gesellschafter nicht teil. Das seit in einem solchen Verfahren auch nicht vorgesehen, teilt das Unternehmen mit. Denn dort werden Vereinbarungen zwischen Betriebsrat und dem Insolvenzverwalter getroffen. Wenn die Verantwortlichen nicht zu einem Abschluss der Sozialplanverhandlungen kommen, dann wird der Insolvenzrichter eine Entscheidung treffen. Die Blockadehaltung der Gewerkschaft NGG führe also lediglich dazu, dass die Mitarbeiter erst später Zahlungen erhalten, heißt es in der Pressemitteilung von Serafin.

Verhandlungen werden hinausgezögert

Das Hinauszögern der Verhandlungen führe dazu, dass das ausstehende Weihnachtsgeld sowie der von den Backbetrieben geschuldete Dezember-Lohn nicht mehr in diesem Jahr ausgezahlt werden. Nur durch eine schnelle Lösung in Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter und Serafin konnte dies abgewendet werden, heißt es weiter.

Mitarbeiter bekommen erst später Arbeitslosengeld
Die Serafin Unternehmensgruppe stand erst am Montag wieder im persönlichen Austausch mit der Agentur für Arbeit in Augsburg, und laut Serafin bestätigen die Gespräche bestätigen: Die Beschäftigten erhalten erst Geld von der Agentur für Arbeit, sobald sich diese arbeitslos melden, ansonsten bekommen die Mitarbeiter erst später Arbeitslosengeld. Auch die Vermittlung von neuen Jobs ist erst dann möglich, wenn die Sozialverhandlungen abgeschlossen sind. Aus Sicht des Gesellschafters sei es daher unerklärlich, warum die NGG die Verhandlungen abgebrochen hat und hierfür nicht nachvollziehbare Gründe nennt.  

NGG sei nicht an Lösung für Mitarbeiter interessiert 
Dieses Verhalten der NGG zeige Serafin zufolge einmal mehr, dass die dortigen Verantwortlichen nicht im Interesse der Beschäftigten handeln. Die Gewerkschaft NGG wusste seit einem Jahr von der schwierigen finanziellen Lage der Gersthofer Backbetriebe. Sie habe sogar ein eigenes Gutachten erstellen lassen, welches genau zu diesem Schluss kommt. Dennoch waren zu keinem Zeitpunkt konstruktive Verhandlungen möglich, da die NGG nie an Lösungen für die Mitarbeiter interessiert war, so der Gesellschafter. Im Vordergrund sei immer die Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit gewesen.

Serafin handelt unabhängig von der Familie Haindl
Serafin ist ausschließlich die unternehmerische Aktivität von Philipp Haindl. Der Rest der Familie Haindl habe mit Serafin nichts zu tun und somit keinen Einfluss auf Entscheidungen der Unternehmensgruppe. Genauso gibt es keine Verbindung oder irgendeinen Austausch zwischen Serafin und den Haindl'schen Stiftungshäusern, welche am Montag durch eine Kundgebung der NGG in Mithaftung genommen werden, teilt die Serafin mit.

Mitarbeiter demonstrieren

Unter dem Motto: „Gedenkfeier für die 480 Beschäftigten in großer Not“ hielt die NGG von 11.30 bis 12.15 Uhr bei den Haindl´schen Stiftungshäusern an der Klauckstraße 1 in Augsburg eine stille Gedenkfeier ab. Erst am Donnerstag demonstrierten die NGG zusammen mit den Mitarbeitern in der Augsburger Innenstadt.

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