500 Mitarbeiter ohne Job

Gersthofer Backbetriebe: Serafin-Chef Haindl äußert sich zum Aus

Wie die Serafin Unternehmensgruppe heute mitteilt, sollen die geschuldeten Dezember-Löhne und das Weihnachtsgeld noch dieses Jahr ausgezahlt werden. Das Unternehmen erhebt gleichzeitig schwere Vorwürfe gegen die Gewerkschaft.

Die Serafin Unternehmensgruppe hat kurzfristig Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro auf ein Treuhandkonto gezahlt. Hierbei stehen rund 0,5 Millionen Euro für den geschuldeten Dezember-Lohn sowie das offene Weihnachtsgeld zur Verfügung.

Überweisung noch vor Jahresende geplant

Wie das Unternehmen mitteilt, wird mit Hochdruck daran gearbeitet, so schnell wie möglich die geschuldeten Dezember-Löhne sowie das ausstehende Weihnachtsgeld für die Beschäftigten der Gersthofer Backbetriebe GmbH auszuzahlen. Geplant sei die Überweisung noch vor dem eigentlichen Zeitpunkt, zu dem die Dezember-Löhne normalerweise gezahlt werden würden. Das Weihnachtsgeld soll ebenfalls noch in diesem Jahr an die Beschäftigten gezahlt werden.

Sozialplan-Verhandlungen müssen abgeschlossen sein

Der restliche Betrag von rund 1 Millionen Euro steht für weitere Zahlungen an die Arbeitnehmer zur Verfügung. Die Verteilung wird in Abstimmung mit der Agentur für Arbeit und dem Betriebsrat festgelegt. Das Geld wird vom Treuhänder ausgezahlt, sobald die Verhandlungen zwischen Insolvenzverwalter und Betriebsrat hinsichtlich eines Sozialplans abgeschlossen sind. Diese freiwillige finanzielle Unterstützung erhalten die Beschäftigten der Gersthofer Backbetriebe zur sozialen Abfederung infolge der Betriebsstilllegung der Bäckerei.

Haindl: „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst“

Philipp Haindl, Gründer von Serafin, erklärt: „Wir können die Enttäuschung und den Frust aller Mitarbeiter nachvollziehen. Niemand möchte seinen Arbeitsplatz verlieren. Wir bedauern die Entwicklung bei den Gersthofer Backbetrieben sehr. Doch die Verluste, die das Unternehmen zuletzt hinnehmen musste, waren leider zu hoch. Ein Unternehmen muss so viel Geld erwirtschaften, um die Löhne der Mitarbeiter bezahlen zu können. Das war leider nicht möglich, da die Umsätze zu stark einbrachen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und haben daher entschieden, die Mitarbeiter finanziell zu unterstützen.“

Gewerkschaft handle nicht im Interesse der Beschäftigten
Das Unternehmen appelliert zudem an die Gewerkschaft NGG, die Sozialplanverhandlungen mit dem Insolvenzverwalter nicht mehr zu blockieren. Ein Hinauszögern sei  nicht zum Vorteil der Mitarbeiter. Die Beschäftigten erhalten erst Geld von der Agentur für Arbeit, sobald sich diese arbeitslos melden, ansonsten bekommen die Mitarbeiter erst später Arbeitslosengeld.

Neue Jobs sind bereits in Aussicht

Nach Informationen von Serafin gibt es auch bereits Anfragen von anderen Bäckereien beziehungsweise Unternehmen, die Personal suchen. Solange die Kündigungen nicht ausgesprochen und die Mitarbeiter nicht arbeitslos gemeldet sind, kann eine Vermittlung durch die Agentur für Arbeit nicht durchgeführt werden.

Zuspruch für die Aktionen sei begrenzt

Serafin wirft der Gewerkschaft vor, sich durch Aktionen wie die gestrige Kundgebung profilieren zu wollen und mit einem anderen und völlig unabhängigen Sachverhalt vermischt. Der Zuspruch für die Aktionen der NGG scheint laut Serafin auf Seiten der Mitarbeiter begrenzt zu sein. An der heutigen Aktion in München vor dem Unternehmenssitz von Serafin seien maximal 80 bis 100 Leute beteiligt gewesen, von denen viele keine Mitarbeiter der Backbetriebe sind.

Geschäftsleitung sieht sich einer Gefahr ausgesetzt
Die Serafin Zentrale ist am Dienstag nur mit einem Teil der Geschäftsleitung besetzt. In einer Pressemitteilung teilt das Unternehmen mit, dass es in der Vergangenheit bei Aktionen der NGG schon beinahe zu Handgreiflichkeiten gegenüber der Geschäftsleitung der Gersthofer Backbetriebe gekommen ist. Daher hat Serafin den Kollegen die Möglichkeit geben, von zu Hause aus zu arbeiten.

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