Schließungen, Absagen und Notfallpläne

So wirkt das Landratsamt Augsburg dem Corona-Virus entgegen

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt auch im Landkreis Augsburg stätig an. Das Landratsamt will den Bürgern gerade in dieser Zeit zur Seite stehen. So soll die Gesundheit des verantwortlichen Personals gesichert werden.

Täglich wird versucht die Corona-Situation zu bewältigen. Auch am vergangenen Wochenende waren im Landratsamt Augsburg wieder rund 50 Personen damit beschäftigt. Inzwischen liegt die Zahl der Infizierten im Landkreis bei 31. Trotzdem sei die eigentliche Zahl weitaus höher: Es wurden noch nicht mehr Fälle verzeichnet, da die Ergebnisse aus den untersuchenden Laboren erst nach einigen Tagen vorliegen.

Nach wie vor sind mobile Abstreichteams im Einsatz, um jene Leute zu testen, die entsprechend eingestuft wurden. Laut aktueller Pressemitteilung sollen sich derzeit 284 Menschen in Quarantäne befinden. Diesen steht eine tägliche telefonische Beratung zur Verfügung. Bei Bedarf können Betroffene hier mit einem großen Team an medizinisch ausgebildeten Telefonisten sprechen. Auch die allgemeine Corona-Hotline steht nach wie vor für Fragen bereit.

Schichtplan für Gesundheitsamt

Für all diese Dienste muss versucht werden die personellen Ressourcen im Gesundheitsamt langfristig aufrecht zu erhalten. Hierfür habe Landrat Martin Sailer einen Schichtplan einrichten lassen. Dieser gilt bei den Ermittlungen in Bezug auf infizierte Personen sowie für die Telefonisten der Bürgerhotline. So soll das Personal gesund und leistungsfähig bleiben.

Im Moment gebe es noch keinen bestätigten Corona-Fall im Landratsamt. Deshalb seien alle Fachbereiche personell gut aufgestellt. Um auch in den kommenden Wochen und Monaten alle Bereiche der Daseinsvorsorge sicherstellen zu können, will Landrat Martin Sailer auch hier vorbereiten: „Wir möchten auch für unsere eigenen Beschäftigten vorplanen und für den Fall der Fälle gerüstet sein. Deshalb werden wir in den kommenden Tagen Redundanzen schaffen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraussichtlich in zwei Teams aufteilen, die sich wöchentlich abwechseln. Außerdem sollen alle Beschäftigten, die die Möglichkeit haben von zu Hause aus zu arbeiten, dies tun. Dadurch bleiben wir im Falle einer Ansteckung und etwaigen Kontaktpersonen in der Belegschaft weiterhin arbeitsfähig.“

Service des Landratsamts langsamer als zuvor

Diese Maßnahmen bringen zur Folge, dass der Service des Landratsamts nicht mehr so schnell ist wie gewohnt. „Wir möchten unsere Bürgerinnen und Bürger bitten, nur noch zwingend notwendige Behördengänge zu tätigen und möglichst viele Anliegen telefonisch oder per E-Mail abzuwickeln. Des Weiteren bitte ich um Verständnis für die Verzögerungen, die sich gewiss ergeben werden“, sagt Landrat Sailer. „Wir leben gerade in einem Ausnahmezustand und sind alle gezwungen, unsere Gewohnheiten anzupassen. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ich geben unser Bestes, um die Verwaltung gut funktionierend aufrechtzuerhalten“, so Sailer weiter.

Suche nach einheitlichem Notfallbetreuungs-System für Kinder

Seit Montag, den 16. März sind alle Schulen Bayerns geschlossen. So stehen jetzt die Eltern von mehr als 1,6 Millionen Schülern vor der Herausforderung, die Kinder selbst zu betreuen. Für Alleinerziehende und für Eltern aus sogenannten systemrelevanten Berufen müssen Notfallbetreuung bereitgestellt werden. Wie dies allerdings in der Praxis funktioniert, zeigt sich erst im Verlauf der Woche. Auch hierbei möchte das Landratsamt Augsburg die Bürger unterstützen: So soll ein Fragebogen erarbeitet werden, der die Voraussetzungen für eine Notfallbetreuung gezielt abfragt. Laut Martin Sailer sei die Liste der relevanten Berufsgruppen noch nicht vollständig: „Dies können wir aber erst genau beurteilen, wenn wir einen Überblick haben, welche Berufsgruppen und Einzelschicksale sich tatsächlich am Montag in den Einrichtungen melden.“ So könne erst Mitte oder Ende der Woche mit einer klaren Systematik gerechnet werden.

„Wichtig ist, dass diese Notplätze für Eltern mit echtem Bedarf vorgehalten werden. Dass beide Elternteile berufstätig sind, reicht an dieser Stelle leider nicht aus. Ich appelliere an alle Eltern, mit diesem Angebot gewissenhaft umzugehen. Hier muss jede einzelne Familie Verantwortung übernehmen und eine individuelle Lösung suchen, um das System nicht von vornherein zu sprengen und um möglichst viele Kontakte unter Kindern und damit ein Ansteckungsrisiko zu vermeiden. Ich möchte alle Arbeitgeber herzlich bitten, hier flexible Lösungen anzubieten und Eltern in dieser Situation möglichst gut zu unterstützen. Dies tun wir auch im Landratsamt.“

Ebenso appelliert Landrat Marin Sailer noch einmal an Inhaber von Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen wie Kinos oder Schwimmbäder: „Derartige Einrichtungen sollten dringend geschlossen werden, um Infektionsketten zu unterbrechen. Dasselbe gilt für Gottesdienste.“

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Nach wie vor sind mobile Abstreichteams im Einsatz, um jene Leute zu testen, die entsprechend eingestuft wurden. Laut aktueller Pressemitteilung sollen sich derzeit 284 Menschen in Quarantäne befinden. Diesen steht eine tägliche telefonische Beratung zur Verfügung. Bei Bedarf können Betroffene hier mit einem großen Team an medizinisch ausgebildeten Telefonisten sprechen. Auch die allgemeine Corona-Hotline steht nach wie vor für Fragen bereit.

Schichtplan für Gesundheitsamt

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Im Moment gebe es noch keinen bestätigten Corona-Fall im Landratsamt. Deshalb seien alle Fachbereiche personell gut aufgestellt. Um auch in den kommenden Wochen und Monaten alle Bereiche der Daseinsvorsorge sicherstellen zu können, will Landrat Martin Sailer auch hier vorbereiten: „Wir möchten auch für unsere eigenen Beschäftigten vorplanen und für den Fall der Fälle gerüstet sein. Deshalb werden wir in den kommenden Tagen Redundanzen schaffen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraussichtlich in zwei Teams aufteilen, die sich wöchentlich abwechseln. Außerdem sollen alle Beschäftigten, die die Möglichkeit haben von zu Hause aus zu arbeiten, dies tun. Dadurch bleiben wir im Falle einer Ansteckung und etwaigen Kontaktpersonen in der Belegschaft weiterhin arbeitsfähig.“

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„Wichtig ist, dass diese Notplätze für Eltern mit echtem Bedarf vorgehalten werden. Dass beide Elternteile berufstätig sind, reicht an dieser Stelle leider nicht aus. Ich appelliere an alle Eltern, mit diesem Angebot gewissenhaft umzugehen. Hier muss jede einzelne Familie Verantwortung übernehmen und eine individuelle Lösung suchen, um das System nicht von vornherein zu sprengen und um möglichst viele Kontakte unter Kindern und damit ein Ansteckungsrisiko zu vermeiden. Ich möchte alle Arbeitgeber herzlich bitten, hier flexible Lösungen anzubieten und Eltern in dieser Situation möglichst gut zu unterstützen. Dies tun wir auch im Landratsamt.“

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