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So steht es um verkaufsoffene Sonntage in Augsburg
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Mögliche Gesetzesänderung

So steht es um verkaufsoffene Sonntage in Augsburg

Symbolbild. Verkaufsoffene Sonntage könnten das Image von Augsburg stärken. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

2017 hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass in der Augsburger Innenstadt keine verkaufsoffenen Sonntage mehr stattfinden können. Eine neue Regelung könnte das ändern. Wir haben nachgefragt, was das für Augsburg bedeutet.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat vor wenigen Tagen eine große Debatte losgetreten. Er will die Regelungen zu verkaufsoffenen Sonntagen lockern. Der Minister möchte durchsetzen, dass jedes Jahr drei bis vier verkaufsoffene Sonntage veranstaltet werden können – auch ohne zeitgleich stattfindende Veranstaltungen. In Augsburg war das beispielsweise das Turamichele-Fest. Doch per Gerichtsbeschluss wurde entschieden, dass die Strahlkraft der Veranstaltung nicht groß genug sei und die Geschäfte deshalb geschlossen bleiben müssen.

„Ein Gewinn für Handel, Stadt und Besucher“

„Die Abschaffung der Anlassbezogenheit bedeutet nicht nur weniger Bürokratie, sondern würde auch eine erneute Genehmigung verkaufsoffener Sonntage in Augsburg entscheidend erleichtern“, erklärt der Handelsverband Bayern die Vorteile für Augsburg. „Eine Wiederbelebung der verkaufsoffenen Sonntage in Augsburg wäre aus unserer Sicht ein Gewinn für Handel, Stadt und Besucher.“

„Ein zusätzlicher Imagefaktor für den Handel, aber auch für die Innenstadt“

„Fakt ist, dass es derzeit in dieser Frage keine einheitliche Handhabe gibt. Während in Friedberg und Gersthofen munter ein Marktsonntag nach dem anderen durchgeführt wird, ist es den Augsburger Einzelhändlern nicht erlaubt, ihre Geschäfte zu öffnen. Wichtig bei der ganzen Debatte wird aber die Einbindung der Kirchen und Gewerkschaften sein. Denn nur gemeinsam kann man eine Lösung für Augsburg erarbeiten“, erklärt Ekkehard Schmölz, Leiter Augsburg Marketing auf Nachfrage unserer Redaktion.

„Es kann niemand leugnen, dass der stationäre Handel vor massiven Herausforderungen steht, begründet unter anderem durch den Online-Handel und das geänderte Konsum-Verhalten der Kunden. Die früheren Rückmeldungen der Einzelhändler haben ergeben, dass ihrer Meinung nach ein verkaufsoffener Sonntag und das damit verbundene Erlebnis in der Innenstadt immer wichtiger werden. Weniger als Wirtschaftsfaktor, sondern als zusätzlicher Imagefaktor für den Handel, aber auch für die Innenstadt“, so Schmölz weiter.

„Die Sonntagsöffnung muss die Ausnahme bleiben“

Auch der Handelsverband Bayern begrüßt den Vorstoß des Ministers, die Sonderöffnungszeiten in Bayern zu erleichtern: „Die Streichung der umstrittenen Anlassbezogenheit ist genau der richtige Weg. Handel und Kommunen hätten endlich Rechtssicherheit“, so ein Sprecher des Verbands. Dennoch spricht sich der Handelsverband klar gegen generelle eine Sonntagsöffnung aus: „Die Sonntagsöffnung muss die Ausnahme bleiben. Wir wollen keine Erhöhung der Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage.“

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