Corona-Krise

So steht es um die Azubis in Bayerisch-Schwaben

Eine bundesweite DIHK-Umfrage, die Mitte Juni 2020 stattgefunden hat, sagt aus, dass Unternehmen in Bayerisch-Schwaben trotz Corona zu ihrer Verantwortung stehen. Das meint vor allem den Faktor Ausbildung.

Die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben stehen trotz der Corona-Krise zu ihrer Verantwortung für den Fachkräftenachwuchs. Das zeigen die regionalen Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) , an der Mitte Juni rund 500 Mitgliedsunternehmen der IHK Schwaben teilgenommen haben. „Der Fachkräftemangel wird auch in den kommenden Jahren eines der drängenden Themen bleiben. Daher ist es wichtig, dass die Unternehmen vorausschauend planen und trotz Krise ausbilden“, sagt Wolfgang Haschner, Leiter des Fachbereichs Ausbildung bei der IHK Schwaben.

Zahl der Ausbildungsverträge werde zurückgehen

Viele Unternehmen in Bayerisch-Schwaben planen trotz aller Corona-bedingten Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten, auch in diesem Jahr neue Auszubildende einzustellen. Laut der Umfrage dürfte die Zahl der Ausbildungsverträge für 2020 zurückgehen. Die Betriebe, die ausbilden, möchten dies jedoch im geplanten Umfang tun. „Jeder interessierte Jugendliche findet ausreichend Stellen in seinem Wunschberuf, auf die er oder sie sich bewerben kann, zum Beispiel in unserer IHK-Lehrstellenbörse“, betont Haschner.

Unternehmen halten in der Krise an ihren Auszubildenden fest

Die DIHK-Umfrage hat zudem gezeigt, dass die Betriebe in Bayerisch-Schwaben in den zurückliegenden Monaten an ihren Auszubildenden festgehalten haben. Im Vergleich zum Vorjahr kam es bei der Zahl der aufgelösten Ausbildungsverträge zu keiner signifikanten Veränderung. Dennoch hat sich die Krise auf die Ausbildungssituation in den Betrieben ausgewirkt. „Besonders betroffen sind die Gastronomie und Hotellerie sowie die Veranstaltungsbranche, deren Geschäftsbetrieb wegen der Corona-Krise zum Teil komplett zum Erliegen gekommen ist“, sagt Haschner.

Von Homeoffice bis Verbundausbildung

Die Verantwortung der Unternehmer zeigt sich in Krisenzeiten auch gegenüber den jetzigen Auszubildenden: 76 Prozent der Umfrageteilnehmer berichteten, dass die Ausbildung im Betrieb normal weiterlaufe. Bei rund einem Drittel der befragten Unternehmen arbeiten oder arbeiteten die Azubis im Homeoffice. Fünf Prozent gaben an, dass auch für die Auszubildenden Kurzarbeit beantragt wurde.

Bereitschaft zur Übernahme ist seitens der Betriebe groß

Die Perspektive für die Auszubildenden sieht laut der Umfrage in mehr als zwei Drittel der Unternehmen in Bayerisch-Schwaben gut aus. Sie planen eine Übernahme des Auszubildenden. Dort, wo der Absolvent nicht übernommen wird, ist nicht zwingend die Corona-Krise dafür verantwortlich. 36 Prozent der Unternehmen gaben an, dass der Auszubildende andere Pläne habe. Bei knapp 30 Prozent ist die derzeitige Situation, in der die wirtschaftliche Entwicklung schwer abzuschätzen sei, der Grund dafür, den Auszubildenden nicht zu übernehmen. Für den IHK-Ausbildungsexperten Wolfgang Haschner zeigt dieser Wert, wie wichtig die von der Bundesregierung beschlossene Ausbildungsprämie ist, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben. „Auch wenn die Ergebnisse der Umfrage mit Blick auf die Ausbildungsbereitschaft unserer Betriebe grundsätzlich positiv ausfällt“, so Haschner, „ist die Nachfrage nach der geplanten Ausbildungsprämie bereits jetzt hoch.“

Verunsicherung trifft auch Eltern und Jugendliche

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge hatte zuletzt in Bayerisch-Schwaben mit knapp 23.000 Auszubildenden auf hohem Niveau gelegen. Mehr als 5.000 Betriebe bilden derzeit aus. Jedes Jahr bleiben hunderte Ausbildungsplätze unbesetzt. Auch in diesem Jahr fürchten Experten einen Bewerbermangel. „Die Verunsicherung durch Corona trifft auch Jugendliche und Eltern“, erklärt der Leiter des Fachbereichs Ausbildung. Viele zweifelten an der Krisenfestigkeit der Wirtschaft und setzten stattdessen auf weiterführende Schulen. Haschner appelliert an die Absolventen, ihre Chance zu ergreifen: „Eine Berufsausbildung bietet auch in Corona-Zeiten besten Perspektiven für eine spätere Karriere.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Corona-Krise

So steht es um die Azubis in Bayerisch-Schwaben

Eine bundesweite DIHK-Umfrage, die Mitte Juni 2020 stattgefunden hat, sagt aus, dass Unternehmen in Bayerisch-Schwaben trotz Corona zu ihrer Verantwortung stehen. Das meint vor allem den Faktor Ausbildung.

Die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben stehen trotz der Corona-Krise zu ihrer Verantwortung für den Fachkräftenachwuchs. Das zeigen die regionalen Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) , an der Mitte Juni rund 500 Mitgliedsunternehmen der IHK Schwaben teilgenommen haben. „Der Fachkräftemangel wird auch in den kommenden Jahren eines der drängenden Themen bleiben. Daher ist es wichtig, dass die Unternehmen vorausschauend planen und trotz Krise ausbilden“, sagt Wolfgang Haschner, Leiter des Fachbereichs Ausbildung bei der IHK Schwaben.

Zahl der Ausbildungsverträge werde zurückgehen

Viele Unternehmen in Bayerisch-Schwaben planen trotz aller Corona-bedingten Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten, auch in diesem Jahr neue Auszubildende einzustellen. Laut der Umfrage dürfte die Zahl der Ausbildungsverträge für 2020 zurückgehen. Die Betriebe, die ausbilden, möchten dies jedoch im geplanten Umfang tun. „Jeder interessierte Jugendliche findet ausreichend Stellen in seinem Wunschberuf, auf die er oder sie sich bewerben kann, zum Beispiel in unserer IHK-Lehrstellenbörse“, betont Haschner.

Unternehmen halten in der Krise an ihren Auszubildenden fest

Die DIHK-Umfrage hat zudem gezeigt, dass die Betriebe in Bayerisch-Schwaben in den zurückliegenden Monaten an ihren Auszubildenden festgehalten haben. Im Vergleich zum Vorjahr kam es bei der Zahl der aufgelösten Ausbildungsverträge zu keiner signifikanten Veränderung. Dennoch hat sich die Krise auf die Ausbildungssituation in den Betrieben ausgewirkt. „Besonders betroffen sind die Gastronomie und Hotellerie sowie die Veranstaltungsbranche, deren Geschäftsbetrieb wegen der Corona-Krise zum Teil komplett zum Erliegen gekommen ist“, sagt Haschner.

Von Homeoffice bis Verbundausbildung

Die Verantwortung der Unternehmer zeigt sich in Krisenzeiten auch gegenüber den jetzigen Auszubildenden: 76 Prozent der Umfrageteilnehmer berichteten, dass die Ausbildung im Betrieb normal weiterlaufe. Bei rund einem Drittel der befragten Unternehmen arbeiten oder arbeiteten die Azubis im Homeoffice. Fünf Prozent gaben an, dass auch für die Auszubildenden Kurzarbeit beantragt wurde.

Bereitschaft zur Übernahme ist seitens der Betriebe groß

Die Perspektive für die Auszubildenden sieht laut der Umfrage in mehr als zwei Drittel der Unternehmen in Bayerisch-Schwaben gut aus. Sie planen eine Übernahme des Auszubildenden. Dort, wo der Absolvent nicht übernommen wird, ist nicht zwingend die Corona-Krise dafür verantwortlich. 36 Prozent der Unternehmen gaben an, dass der Auszubildende andere Pläne habe. Bei knapp 30 Prozent ist die derzeitige Situation, in der die wirtschaftliche Entwicklung schwer abzuschätzen sei, der Grund dafür, den Auszubildenden nicht zu übernehmen. Für den IHK-Ausbildungsexperten Wolfgang Haschner zeigt dieser Wert, wie wichtig die von der Bundesregierung beschlossene Ausbildungsprämie ist, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben. „Auch wenn die Ergebnisse der Umfrage mit Blick auf die Ausbildungsbereitschaft unserer Betriebe grundsätzlich positiv ausfällt“, so Haschner, „ist die Nachfrage nach der geplanten Ausbildungsprämie bereits jetzt hoch.“

Verunsicherung trifft auch Eltern und Jugendliche

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge hatte zuletzt in Bayerisch-Schwaben mit knapp 23.000 Auszubildenden auf hohem Niveau gelegen. Mehr als 5.000 Betriebe bilden derzeit aus. Jedes Jahr bleiben hunderte Ausbildungsplätze unbesetzt. Auch in diesem Jahr fürchten Experten einen Bewerbermangel. „Die Verunsicherung durch Corona trifft auch Jugendliche und Eltern“, erklärt der Leiter des Fachbereichs Ausbildung. Viele zweifelten an der Krisenfestigkeit der Wirtschaft und setzten stattdessen auf weiterführende Schulen. Haschner appelliert an die Absolventen, ihre Chance zu ergreifen: „Eine Berufsausbildung bietet auch in Corona-Zeiten besten Perspektiven für eine spätere Karriere.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben