Zukunftsmarkt E-Mobilität

So möchte die Quantron AG ihre Kapazitäten verfünffachen

Andreas Haller, Vorstand der Quantron AG. Foto: Quantron AG
Die Quantron AG will Nutzfahrzeuge ökologischer machen. Sie rüstet deswegen LKWs, Busse und Transporter zu E-Fahrzeugen um. Wo die Chancen dieses Marktes liegen – und warum bereits ein halbes Jahr nach Gründung der Kurs auf Expansion steht.

Der Weg für E-Mobilität im innerstädtischen und regionalen Personen- und Güterverkehr soll geebnet werden. Mit dieser Vision gründete Andreas Haller die Quantron AG. Umgesetzt werden soll dies durch die Umrüstung von Nutzfahrzeugen, besonders Bussen, von Verbrennungsmotoren zu Elektroantrieben. In der Elektromobilität sieht Quantron nämlich einige Vorteile gegenüber anderen Antriebsmöglichkeiten. Die Luftverschmutzung und Geräuschbelastung durch Verbrennungsmotoren sind dabei nicht die einzigen Gründe für die Spezialisierung in dieser Branche.

Vorteilhaft wäre beispielsweise, so erklärt das Unternehmen, die Tatsache, dass elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge über Nacht auf dem Hof des Betriebes geladen werden könnten. Außerdem seien sie für den Stop-and-Go-Betrieb, wie er etwa bei Bussen vorkommt, besonders gut geeignet. Zudem wären die Wartungskosten niedriger: Denn bei Elektrofahrzeugen entfällt der Ölwechsel ebenso, wie die Kontrolle von Abgasanlagen.    

Wie nachhaltig ist das Wirtschaften mit Batterien wirklich?

In der Kritik stehen Elektrofahrzeuge jedoch zuweilen, da sie durch die Herstellung der Batterien einen größeren „CO2-Rucksack“ hätten als Vrbrennungsmotoren. Quantron entgegnet dieser Kritik mit ihrem Firmenkonzept, wonach der Fokus nur auf Gebrauchtwagen liege. Dadurch hätten diese ein zweites, umweltfreundliches Leben. Denn jedes Fahrzeug, so erklärt das Unternehmen, welches nicht neu produziert werden müsse, sei ökologisch sinnvoll. Die durch die Umrüstung gesparten CO2-Emissionen sollen dann die Batterieherstellung kompensieren. Dennoch arbeitet Quantron derzeit auch Alternativen zur klassischen Batterie: Durch Brennstoffzellen sollen zukünftig Fahrzeuge in bestimmten Einsatzgebieten mit Wasserstoff angetrieben werden.

Andreas Haller: Nur wer innovativ denkt, hat langfristig eine Chance

Für die Zukunft sieht sich das Unternehmen aus Gersthofen dabei positiv aufgestellt: Obgleich es den klassischen Antrieben noch einige Jahre Bestand auf dem internationalen Markt prognostiziert, sieht es eine steigende Nachfrage für emissionsfreie Fahrzeuge. Durch die sinkende Nachfrage an Verbrennungsmotoren rechnet Quantron ebenfalls mit einem schwächeren Absatzmarkt für klassische Ersatzteile und Serviceleistungen. „Nur wer heute schon innovativ denkt“, erklärt Quantron Vorstand Andreas Haller, „und entsprechend reagiert, wird langfristig eine Chance haben. Obwohl die Quantron AG erst seit Mitte 2019 besteht, ist die Nachfrage nach unseren E-Fahrzeugen bereits enorm.“ Dabei sei es dem Unternehmen aber auch besonders wichtig als Unternehmen informierend zu agieren, da die Umstellung auf E-Mobilität sehr beratungsintensiv sei. Hierbei ginge es etwa um die Frage, welche Batterien und Modelle welche Reichweite haben, oder etwa wie passende Lademöglichkeiten in den Dienst-Alltag integriert werden können.

Der Kurs steht auf Erweiterung

Obwohl die Quantron AG erst seit gut einem halben Jahr besteht, ist sie jetzt bereit für den ersten Schritt zur Expansion. In Augsburg wird derzeit die neue Firmenzentrale des Unternehmens gebaut. In den nächsten Jahren sollen rund 200 Mitarbeiter für Quantron arbeiten. Am Standort Augsburg soll damit eine Kapazität von rund 1.000 umgerüsteten Fahrzeugen pro Jahr erreicht werden. Einen weiteren Standort errichtet die Quantron AG aktuell mit ihrem Partner in der Türkei. Zusammen schätzt das Unternehmen dann pro Jahr etwa 5.000 Fahrzeuge umzurüsten.

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