Baustellen Rundgang

So geht die Sanierung in der Augsburger Grottenau voran

Das alte Postgebäude in der Grottenau wird seit gut zwei Jahren saniert. In rund einem halben Jahr soll dann alles fertig sein. Das ist der aktuelle Stand des Baufortschrittes.

Noch ist das große olivgrüne Gebäude in der Grottenau von Baugerüsten eingezäunt. Auch innerhalb des Gebäudes stehen noch zahlreiche Gerüste, provisorische Beleuchtung. Decken und Böden sind aus blankem Beton. Doch es bleibt noch gut ein halbes Jahr Zeit zur kompletten Fertigstellung – dann wäre man auch perfekt im Zeitplan.

„Wir mussten zwar trotz reichlicher Überprüfung während des Baus an einigen Stellen noch nachjustieren,“ erklärte Eva Weber, „trotzdem sind wir auf einem guten Weg, in den veranschlagten Zeitplan zu fallen“. Zur Begrüßung einer Baustellen Begehung erklärte die Zweite Bürgermeisterin von Augsburg auch noch einige Details für die zukünftige Verwendung des Gebäudes. Auf den 9.000 Quadratmetern Nutzfläche sollen sowohl Teile der Stadtverwaltung, als auch das Leopold-Mozart-Zentrum untergebracht werden.

Baustellenführung in der Grottenau

Altes erhalten und Neues gestalten

Während der Führung durch die labyrinthartigen Gänge erklärte der Architekt des Projekts, Christoph Jopp, den aktuellen Fortschritt der Bauarbeiten. Im Gros sind die Bauarbeiten im Inneren des Gebäudes schon fast abgeschlossen. In den mittleren Etagen und im Erdgeschoss müssen noch Böden verlegt und die Decken gestaltet werden. Dann noch Stromleitungen – und im Februar könnte dann schon das erste Konzert in einem der überdachten Innenhöfe stattfinden. Besonders wichtig ist es dabei sowohl den Bauherren als auch dem Architekten, dass viel von der ursprünglichen Ästhetik erhalten bleibt.

„Bislang war das Haus grün und die Fenster rot“, erklärte Jopp, „Doch in der ursprünglichen Form war das Haus in einem anderen Grünton und die Fenster weiß.“ An Teilen der Fassade ist dieser neue – alte – Farbton schon aufgetragen, auch die Fenster im alten Stil sind schon verbaut. Auch die Glaskuppel über dem ehemaligen Postschaltersaal bleibt historien-getreu erhalten. Lediglich einige Laubengänge werden zugunsten der Akustik im Innenhof abgeschirmt.  

Oben Musik unten Verwaltung 

Sobald die Sanierung beendet ist und die neuen Räume bezogen werden können, wird das Haus in zwei Bereiche geteilt sein. In den unteren Etagen werden Teile der Stadtverwaltung einziehen, in den oberen Etagen findet das Leopold-Mozart-Zentrum (die Universitäts-Musik von Augsburg) ein neues Zuhause. Die kalkulierten Kosten bleiben dabei im Rahmen: Rund 26,5 Millionen Euro wurden veranschlagt. 800.000 Euro Fördergelder schießt außerdem die Bayerische Landesstiftung zu, da die Grottenau unter Denkmalschutz steht. Die Gesamtkosten muss dabei die Stadt tragen. Der Universität fallen keine Kosten an, da sich die Stadt Augsburg verpflichtet hatte, dem Leopold-Mozart-Zentrum geeignete Räume zur Verfügung zu stellen.

Kulturmeile in der Augsburger Innenstadt

Sowohl die Stadtregierung, als auch die Planer vor Ort sehen der Eröffnung der neuen Grottenau positiv entgegen. Die durch Torbögen miteinander verbundenen Innenhöfe könnten einen alternativen Fußweg neben der vielbefahrenen Straße bilden. Die Zweite Bürgermeisterin Eva Weber hat für die Nutzung der neuen Grottenau die Vision einer „Kulturmeile“, da mit dem Einzug des Leopold-Mozart-Zentrums drei der wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt nebeneinander lägen: Das Staatstheater, die Stadtbücherei und die neue Grottenau.  

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Oben Musik unten Verwaltung 

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