Raimund Seibold im Interview

So bekämpft Boxbote den Online-Handel in Augsburg

Raimund Seibold, Gründer von Boxbote und Innoit. Foto: Innoit
Wer etwas in der Innenstadt kauft, kann die Einkäufe ab September von dem Augsburger Startup Boxbote nachhause liefern lassen. Gründer Raimund Seibold erklärt, wie der Lieferservice funktioniert und wieso der Online-Handel deswegen bald keine Chance mehr hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kamen Sie dazu, bei dem Projekt mitzumachen?

Raimund Seibold: Das Boxbote-Konzept war schon immer größer als nur ein klassischer Service für Restaurants angedacht. Seit fast einem Jahr arbeiten wir mit einem lokalen Partner bei der „letzten Meile“ zusammen und durch die Kategorien Blumen, Drogerie-Artikel und rezeptfreie Medikamente bauen wir weitere Standbeine auf.

Dass wir auf kurz oder lang den Einzelhandel ins Visier nehmen, war nur eine Frage der Zeit. Und wie es der Zufall so will, sind wir über eine Ausschreibung von Augsburg Marketing auf das Projekt „Shop & Drop“ aufmerksam geworden. Die Idee war uns sofort sympathisch und hat uns auf ganzer Linie begeistert.

Wie funktioniert der Lieferservice genau?

Der Service kann unterschiedlich genutzt werden. Zum einen können Einkäufe bei uns in einem „Dropshop“ kostenlos zwischengelagert werden und zum anderen im Stadtgebiet kostenlos zugestellt werden. Wir möchten dadurch das Einkaufserlebnis noch attraktiver gestalten und somit die Abendgestaltung in der Stadt nicht weiter erschweren. 

Wie viel Arbeit steckt dahinter?

Die Ausschreibung beziehungsweise der Umfang der Idee ist nicht unerheblich. Wir müssen schließlich eine komplett neue Location personell durchgehend besetzen und eine große Lagerfläche zur Verfügung stellen. Des Weiteren bieten wir den Service für den Endkunden kostenlos an, da wir ansonsten eine Hürde aufbauen, welche den Kunden im Zweifelsfall wieder zum Onlinekauf motiviert. 

Was erhoffen Sie sich von dem Projekt?

Wir erhoffen uns einen positiven Effekt auf den innerstädtischen Einzelhandel. Und selbstverständlich, dass der Service auch auf unser komplettes Sortiment abfärbt. Im Idealfall lässt sich unser Kunde nicht nur seine Einkäufe nach Hause liefern, sondern vielleicht auch noch eine Flasche Wein und etwas Leckeres zu essen.

Ist geplant, noch mehr „Shop & Drop“-Möglichkeiten einzurichten?

Das Konzept ist nicht in Stein gemeißelt. Wir arbeiten nach dem Prinzip „Try and Error“. Wenn es funktioniert, bauen wir es aus. Wenn nicht, justieren wir nach. Wir erhoffen uns viel konstruktives Feedback aus dem Handel und von den Endverbrauchern. Nur gemeinsam können wir ein Leuchtturmprojekt schaffen, gegen das der Onlinehandel keine Chance hat. 

Ist es für die Zukunft auch denkbar, dass Sie die Einkäufe der Kunden direkt im Geschäft und nicht mehr via „Shop & Drop“ abholen?

Ja, auf jeden Fall. Wir haben noch sehr viele Ideen, welche wir auf das Projekt aufsetzen können. 

Wo sehen Sie das Projekt in drei, fünf und zehn Jahren?

Diese Frage stellen wir uns bei Boxbote seit Tag eins der Gründung. Wir haben ein paar Ziele, welche wir hoffentlich in den nächsten drei, fünf oder zehn Jahren nicht ändern müssen. Wir wollen maximalen Kundenservice, zufriedene Mitarbeiter und selbstverständlich in diesem Zusammenhang schwarze Zahlen. Das Projekt ist somit ein Teil des großen Ganzen, was uns im Kampf „David gegen Goliath“ beziehungsweise „stationär gegen online“ sicherlich behilflich sein wird. 

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Raimund Seibold, Gründer von Boxbote und Innoit. Foto: Innoit
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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kamen Sie dazu, bei dem Projekt mitzumachen?

Raimund Seibold: Das Boxbote-Konzept war schon immer größer als nur ein klassischer Service für Restaurants angedacht. Seit fast einem Jahr arbeiten wir mit einem lokalen Partner bei der „letzten Meile“ zusammen und durch die Kategorien Blumen, Drogerie-Artikel und rezeptfreie Medikamente bauen wir weitere Standbeine auf.

Dass wir auf kurz oder lang den Einzelhandel ins Visier nehmen, war nur eine Frage der Zeit. Und wie es der Zufall so will, sind wir über eine Ausschreibung von Augsburg Marketing auf das Projekt „Shop & Drop“ aufmerksam geworden. Die Idee war uns sofort sympathisch und hat uns auf ganzer Linie begeistert.

Wie funktioniert der Lieferservice genau?

Der Service kann unterschiedlich genutzt werden. Zum einen können Einkäufe bei uns in einem „Dropshop“ kostenlos zwischengelagert werden und zum anderen im Stadtgebiet kostenlos zugestellt werden. Wir möchten dadurch das Einkaufserlebnis noch attraktiver gestalten und somit die Abendgestaltung in der Stadt nicht weiter erschweren. 

Wie viel Arbeit steckt dahinter?

Die Ausschreibung beziehungsweise der Umfang der Idee ist nicht unerheblich. Wir müssen schließlich eine komplett neue Location personell durchgehend besetzen und eine große Lagerfläche zur Verfügung stellen. Des Weiteren bieten wir den Service für den Endkunden kostenlos an, da wir ansonsten eine Hürde aufbauen, welche den Kunden im Zweifelsfall wieder zum Onlinekauf motiviert. 

Was erhoffen Sie sich von dem Projekt?

Wir erhoffen uns einen positiven Effekt auf den innerstädtischen Einzelhandel. Und selbstverständlich, dass der Service auch auf unser komplettes Sortiment abfärbt. Im Idealfall lässt sich unser Kunde nicht nur seine Einkäufe nach Hause liefern, sondern vielleicht auch noch eine Flasche Wein und etwas Leckeres zu essen.

Ist geplant, noch mehr „Shop & Drop“-Möglichkeiten einzurichten?

Das Konzept ist nicht in Stein gemeißelt. Wir arbeiten nach dem Prinzip „Try and Error“. Wenn es funktioniert, bauen wir es aus. Wenn nicht, justieren wir nach. Wir erhoffen uns viel konstruktives Feedback aus dem Handel und von den Endverbrauchern. Nur gemeinsam können wir ein Leuchtturmprojekt schaffen, gegen das der Onlinehandel keine Chance hat. 

Ist es für die Zukunft auch denkbar, dass Sie die Einkäufe der Kunden direkt im Geschäft und nicht mehr via „Shop & Drop“ abholen?

Ja, auf jeden Fall. Wir haben noch sehr viele Ideen, welche wir auf das Projekt aufsetzen können. 

Wo sehen Sie das Projekt in drei, fünf und zehn Jahren?

Diese Frage stellen wir uns bei Boxbote seit Tag eins der Gründung. Wir haben ein paar Ziele, welche wir hoffentlich in den nächsten drei, fünf oder zehn Jahren nicht ändern müssen. Wir wollen maximalen Kundenservice, zufriedene Mitarbeiter und selbstverständlich in diesem Zusammenhang schwarze Zahlen. Das Projekt ist somit ein Teil des großen Ganzen, was uns im Kampf „David gegen Goliath“ beziehungsweise „stationär gegen online“ sicherlich behilflich sein wird. 

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