Lechwerke AG

„Smart Operator“: LEW-Projekt verbucht gute Zwischenbilanz

Die Siedlung Wertachau ist bundesweit der einzige Modellort. Foto LEW / Christina Bleier

Seit etwas mehr als einem Jahr läuft in der Siedlung Wertachau, einem Schwabmünchener Ortsteil, das Projekt „Smart Operator – das intelligente Stromnetz“. Kürzlich stellten die Projektleiter der Lechwerke (LEW) und RWE Deutschland eine erste Zwischenbilanz des deutschlandweit einmaligen Projekts vor.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Das Projekt „Smart Operator – das intelligente Stromnetz“ der Lechwerke (LEW) und RWE Deutschland läuft nun seit etwas mehr als einem Jahr. Die Siedlung Wertachau ist dabei bundesweit der einzige Modellort. Laut den Projektleitern werden die Hauptziele des Projekts erreicht.

Die Siedlung kann jetzt mehr selbsterzeugten Strom nützen

Die Smart-Operator-Steuerung regelt Haushaltsgeräte, Batteriespeicher und Netzbausteine. Die Laufzeiten der Geräte werden somit auf Zeiten verschoben, in denen die Photovoltaikanlagen der Häuser viel Strom erzeugen. Laut den Projektleitern wird das Hauptziel des Projekts erreicht. Das vorhandene Ortsnetz in der Siedlung kann nun mehr Strom aus den Photovoltaikanlagen der Häuser aufnehmen. Außerdem wird etwa ein Drittel weniger überschüssiger Strom aus der Siedlung in dieses Netz zurückgespeist. Zudem können teilnehmende Häuser mit intelligenten Hausgeräten und eigener Photovoltaikanlage, einen größeren Anteil ihres selbsterzeugten Stroms im eigenen Haushalt nutzen.

Nicht nur bauliche Hürden galt es zu meistern

„Wir haben damit Neuland betreten“, berichtet Frank Kreidenweis, stellvertretender Projektleiter bei LEW für das Smart-Operator-Projekt. „Es ist eine enorme Herausforderung, das hochkomplexe Zusammenspiel der insgesamt rund 70 intelligenten Bausteine im Netz und in den Haushalten zu koordinieren. Wir mussten nicht nur bauliche Hürden in den einzelnen Haushalten meistern, sondern in vielen Fällen auch Schnittstellen zur Anbindung der einzelnen Bausteine neu entwickeln. Mit der Inbetriebnahme der Smart-Operator-Steuerung im Juli 2014 hatte die eigentliche Entwicklungsarbeit erst begonnen.“

Durch das Projekt soll der Netzausbau zumindest lokal begrenzt werden

Der Smart Operator kann insgesamt eine Kapazität von 315 Kilowattstunden pro Tag ansteuern, davon 165 Kilowattstunden pro Tag in den Haushalten. Dies entspricht etwa einem Viertel der Energie, die die Photovoltaikanlagen in der Wertachau an einem Sommertag durchschnittlich erzeugen. „Die Energiewende findet im ländlichen Raum statt: 90 Prozent des regenerativ erzeugten Strom werden in die Verteilnetze eingespeist. Bisher reagieren wir auf die Zunahme der schwankenden Stromerzeugung aus  erneuerbaren Energien mit dem konventionellen Ausbau der Stromnetze, um weiterhin eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. Intelligente Technik in den Ortsnetzen kann uns künftig dabei helfen, die Ressourcen der vorhandenen Netze optimal auszuschöpfen und damit den Netzausbau zumindest lokal zu begrenzen“, sagte Stefan Willing, Leiter des Smart Operator-Gesamtprojekts bei RWE Deutschland.

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Laufzeit des Projekts wird bis Ende 2016 ausgedehnt

„Schon jetzt konnten wir aus dem Projekt konkrete Produktansätze für den Einsatz in der Praxis ableiten: etwa das sogenannte Netzscreening, mit dem sich Netzbetreiber eine höhere Transparenz über ein vorhandenes Ortsnetz verschaffen können oder aber die Erweiterung von Anwendungen und neuen Geräteschnittstellen für das SmartHome-System von RWE, mit dem sich Haushalte hinsichtlich ihres Eigenstromverbrauchs optimieren können“, ergänzt Willing. Das ursprünglich bis Ende 2015 geplante Projekt wurde bis Ende 2016 verlängert. Damit kann das Gesamtprojekt auf einer ausreichend breiten Datenbasis besser bewertet werden. 

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von Isabell Walter, Online-Redaktion

Das Projekt „Smart Operator – das intelligente Stromnetz“ der Lechwerke (LEW) und RWE Deutschland läuft nun seit etwas mehr als einem Jahr. Die Siedlung Wertachau ist dabei bundesweit der einzige Modellort. Laut den Projektleitern werden die Hauptziele des Projekts erreicht.

Die Siedlung kann jetzt mehr selbsterzeugten Strom nützen

Die Smart-Operator-Steuerung regelt Haushaltsgeräte, Batteriespeicher und Netzbausteine. Die Laufzeiten der Geräte werden somit auf Zeiten verschoben, in denen die Photovoltaikanlagen der Häuser viel Strom erzeugen. Laut den Projektleitern wird das Hauptziel des Projekts erreicht. Das vorhandene Ortsnetz in der Siedlung kann nun mehr Strom aus den Photovoltaikanlagen der Häuser aufnehmen. Außerdem wird etwa ein Drittel weniger überschüssiger Strom aus der Siedlung in dieses Netz zurückgespeist. Zudem können teilnehmende Häuser mit intelligenten Hausgeräten und eigener Photovoltaikanlage, einen größeren Anteil ihres selbsterzeugten Stroms im eigenen Haushalt nutzen.

Nicht nur bauliche Hürden galt es zu meistern

„Wir haben damit Neuland betreten“, berichtet Frank Kreidenweis, stellvertretender Projektleiter bei LEW für das Smart-Operator-Projekt. „Es ist eine enorme Herausforderung, das hochkomplexe Zusammenspiel der insgesamt rund 70 intelligenten Bausteine im Netz und in den Haushalten zu koordinieren. Wir mussten nicht nur bauliche Hürden in den einzelnen Haushalten meistern, sondern in vielen Fällen auch Schnittstellen zur Anbindung der einzelnen Bausteine neu entwickeln. Mit der Inbetriebnahme der Smart-Operator-Steuerung im Juli 2014 hatte die eigentliche Entwicklungsarbeit erst begonnen.“

Durch das Projekt soll der Netzausbau zumindest lokal begrenzt werden

Der Smart Operator kann insgesamt eine Kapazität von 315 Kilowattstunden pro Tag ansteuern, davon 165 Kilowattstunden pro Tag in den Haushalten. Dies entspricht etwa einem Viertel der Energie, die die Photovoltaikanlagen in der Wertachau an einem Sommertag durchschnittlich erzeugen. „Die Energiewende findet im ländlichen Raum statt: 90 Prozent des regenerativ erzeugten Strom werden in die Verteilnetze eingespeist. Bisher reagieren wir auf die Zunahme der schwankenden Stromerzeugung aus  erneuerbaren Energien mit dem konventionellen Ausbau der Stromnetze, um weiterhin eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. Intelligente Technik in den Ortsnetzen kann uns künftig dabei helfen, die Ressourcen der vorhandenen Netze optimal auszuschöpfen und damit den Netzausbau zumindest lokal zu begrenzen“, sagte Stefan Willing, Leiter des Smart Operator-Gesamtprojekts bei RWE Deutschland.

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Laufzeit des Projekts wird bis Ende 2016 ausgedehnt

„Schon jetzt konnten wir aus dem Projekt konkrete Produktansätze für den Einsatz in der Praxis ableiten: etwa das sogenannte Netzscreening, mit dem sich Netzbetreiber eine höhere Transparenz über ein vorhandenes Ortsnetz verschaffen können oder aber die Erweiterung von Anwendungen und neuen Geräteschnittstellen für das SmartHome-System von RWE, mit dem sich Haushalte hinsichtlich ihres Eigenstromverbrauchs optimieren können“, ergänzt Willing. Das ursprünglich bis Ende 2015 geplante Projekt wurde bis Ende 2016 verlängert. Damit kann das Gesamtprojekt auf einer ausreichend breiten Datenbasis besser bewertet werden. 

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