Lechwerke AG

Smart Operator: LEW testet intelligentes Netz in der Wertachau

LEW und RWE drücken den Startknopf für eine neue intelligente Zukunft der Stromversorgung. Foto: B4B SCHWABEN
LEW und RWE drücken den Startknopf für eine neue intelligente Zukunft der Stromversorgung. Foto: B4B SCHWABEN

Mit Bildergalerie: Energiewende verlangt Pioniergeist. Und damit einher geht auch die Digitalisierung, die immer weiter auf dem Vormarsch ist. Die Kombination beider ergibt den sogenannten Smart Operator. Ein intelligentes Steuerungssystem für eine neue Zukunft der Stromversorgung. LEW- und RWE-Vorstände weihten nun das neue Projekt in der Wertachau ein.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

„1 Milliarde Euro investiert die RWE jährlich in die Instandhaltung ihrer Stromnetze. Weitere 700 Millionen Euro für den Ausbau der Netzinfrastruktur. Denn eine zuverlässige Stromversorgung ist in Deutschland schon lange Standard und höchster Anspruch der Energieversorger“, weiß Dr. Joachim Schneider, Vorstandsmitglied der RWE Deutschland. Mit der Energiewende müssen auch trotz erneuerbarer und nicht immer zuverlässiger Energien die Haushalte weiter zuverlässig und ohne Probleme mit Strom versorgt werden. Bislang lief die Umstellung wie erwartet gut. „In Bayern wird bereits ein Drittel des Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt“, weiß Prof. Dr. Josef Neiß vom Bayerischen Wirtschaftsministerium. „Und auch die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. 2018 wird Bayern die beste und dichteste Infrastruktur bei der Breitbandversorgung haben“, so Neiß.

Digitalisierung und Energiewende gehen Hand in Hand

Die Digitalisierung spielt bei der Energiewende eine entscheidende Rolle. Sie unterstützen die Energiewende, die bereits in vollem Gange ist. Das Stromverteilnetz ist schon jetzt zu kleinen dezentralen Erzeugungsanlagen geworden, die ihren Strom zunehmend aus Sonne und Wind gewinnen. Die Erzeugung aus EEG-Anlagen hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Damit einher gehen jedoch Leistungsschwankungen im Netz, da die Verteilnetze auch Energie von privaten Solar- und Photovoltaikanlagen einsammeln müssen. Die Leistungsschwankungen müssen ausgeglichen werden. Die LEW und RWE haben eine Technik entwickelt, die mit digitaler Hilfe diese Ansprüche erfüllt.

Smart Operator – die intelligente Stromsteuerung

Smart Operator heißt diese Technik, die die Stromverteilung auf dem Land revolutioniert. Denn die Energiewende findet vor allem auf dem Land statt. „Der Smart Operator ist eine kleine Box mit großer Wirkung, untergebracht in der Ortsnetzstation. Voller Hightech und programmiert mit einem Algorithmus, der lernt, wertet er laufend Daten aus dem Niederspannungsnetz aus und trägt dazu bei, Netze sicher und wirtschaftlich zu betreiben“, so Dr. Ing. Andreas Breuer, Leiter Neue Technologien bei RWE Deutschland. Der Smart Operator kennt immer den aktuellen Stand des Netzes. Außerdem weiß er, welche Kapazitäten die Photovoltaikanlagen im Netz haben. Anhand einer Wettervorhersage berechnet er, wie viel Strom sie einspeisen können. Der Smart Operator errechnet dann auf Basis aller übermittelten Informationen den Energiebedarf der angeschlossenen Haushalte und die Kapazitäten der Energiewellen eines Netzes. Im Dialog mit allen Netzkomponenten sorgt der Smart Operator für einen Ausgleich der Netzlasten.

Wertachau testet Smart Operator

Das Pilotprojekt Smart Operator wird von den Lechwerken, der RWE Deutschland GmbH und der Stadt Schwabmünchen aktuell in der Siedlung Wertachau getestet. 115 von 125 Haushalten sind an den Smart Operator angeschlossen. In den Haushalten sieht das dann so aus: Ein sogenannter Home Energy Controller (HEC) ist mit elektronischen Komponenten und Geräten im Haus verbunden. Er kennt deren Energieverbrauch und kann sie nach Bedarf der Personen im Haushalt steuern. Der HEC registriert so, ob gerade ein Elektroauto angeschlossen ist, das in den nächsten 5 Stunden vollständig geladen werden soll. Der intelligente Zähler im Haus verfügt über einen Mikroprozessor. Er misst Spannung und Verbrauch eines Haushalts. Die ermittelten Messwerte sendet er regelmäßig an den Smart Operator, die dann die Spannungsschwankungen rechtzeitig ausgleichen kann.

Testphase des Smart Operator bis Ende 2015

Das Pilotprojekt in der Wertachau bei Schwabmünchen wurde in zwei Projektphasen unterteilt. Die erste Projektphase  beinhaltete den Aufbau der Infrastruktur. In der Wertachau wurde ein Hochleistungsglasfasernetz installiert, in den Häusern wurden die bestehenden Zähler gegen die intelligenten Stromzähler ausgetauscht. Die zweite Projektphase läuft aktuell und entwickelt ein Konzept für den effizienten Netzbetrieb. Bis Ende 2015 soll die Testphase anhalten. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit ist das Pilotprojekt Smart Operator am 1. Juli in Betrieb gegangen. An der Inbetriebnahme nahmen Vertreter aus Politik ebenso wie sämtliche Vertreter, Projektleiter der LEW und RWE, Projektpartner und -teilnehmer aus der Wertachau teil. 

Smart Operator: ein intelligentes Stromnetz für die Wertachau
LEW und RWE drücken den Startknopf für eine neue intelligente Zukunft der Stromversorgung. Foto: B4B SCHWABEN
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LEW und RWE drücken den Startknopf für eine neue intelligente Zukunft der Stromversorgung. Foto: B4B SCHWABEN
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Mit Bildergalerie: Energiewende verlangt Pioniergeist. Und damit einher geht auch die Digitalisierung, die immer weiter auf dem Vormarsch ist. Die Kombination beider ergibt den sogenannten Smart Operator. Ein intelligentes Steuerungssystem für eine neue Zukunft der Stromversorgung. LEW- und RWE-Vorstände weihten nun das neue Projekt in der Wertachau ein.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

„1 Milliarde Euro investiert die RWE jährlich in die Instandhaltung ihrer Stromnetze. Weitere 700 Millionen Euro für den Ausbau der Netzinfrastruktur. Denn eine zuverlässige Stromversorgung ist in Deutschland schon lange Standard und höchster Anspruch der Energieversorger“, weiß Dr. Joachim Schneider, Vorstandsmitglied der RWE Deutschland. Mit der Energiewende müssen auch trotz erneuerbarer und nicht immer zuverlässiger Energien die Haushalte weiter zuverlässig und ohne Probleme mit Strom versorgt werden. Bislang lief die Umstellung wie erwartet gut. „In Bayern wird bereits ein Drittel des Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt“, weiß Prof. Dr. Josef Neiß vom Bayerischen Wirtschaftsministerium. „Und auch die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. 2018 wird Bayern die beste und dichteste Infrastruktur bei der Breitbandversorgung haben“, so Neiß.

Digitalisierung und Energiewende gehen Hand in Hand

Die Digitalisierung spielt bei der Energiewende eine entscheidende Rolle. Sie unterstützen die Energiewende, die bereits in vollem Gange ist. Das Stromverteilnetz ist schon jetzt zu kleinen dezentralen Erzeugungsanlagen geworden, die ihren Strom zunehmend aus Sonne und Wind gewinnen. Die Erzeugung aus EEG-Anlagen hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Damit einher gehen jedoch Leistungsschwankungen im Netz, da die Verteilnetze auch Energie von privaten Solar- und Photovoltaikanlagen einsammeln müssen. Die Leistungsschwankungen müssen ausgeglichen werden. Die LEW und RWE haben eine Technik entwickelt, die mit digitaler Hilfe diese Ansprüche erfüllt.

Smart Operator – die intelligente Stromsteuerung

Smart Operator heißt diese Technik, die die Stromverteilung auf dem Land revolutioniert. Denn die Energiewende findet vor allem auf dem Land statt. „Der Smart Operator ist eine kleine Box mit großer Wirkung, untergebracht in der Ortsnetzstation. Voller Hightech und programmiert mit einem Algorithmus, der lernt, wertet er laufend Daten aus dem Niederspannungsnetz aus und trägt dazu bei, Netze sicher und wirtschaftlich zu betreiben“, so Dr. Ing. Andreas Breuer, Leiter Neue Technologien bei RWE Deutschland. Der Smart Operator kennt immer den aktuellen Stand des Netzes. Außerdem weiß er, welche Kapazitäten die Photovoltaikanlagen im Netz haben. Anhand einer Wettervorhersage berechnet er, wie viel Strom sie einspeisen können. Der Smart Operator errechnet dann auf Basis aller übermittelten Informationen den Energiebedarf der angeschlossenen Haushalte und die Kapazitäten der Energiewellen eines Netzes. Im Dialog mit allen Netzkomponenten sorgt der Smart Operator für einen Ausgleich der Netzlasten.

Wertachau testet Smart Operator

Das Pilotprojekt Smart Operator wird von den Lechwerken, der RWE Deutschland GmbH und der Stadt Schwabmünchen aktuell in der Siedlung Wertachau getestet. 115 von 125 Haushalten sind an den Smart Operator angeschlossen. In den Haushalten sieht das dann so aus: Ein sogenannter Home Energy Controller (HEC) ist mit elektronischen Komponenten und Geräten im Haus verbunden. Er kennt deren Energieverbrauch und kann sie nach Bedarf der Personen im Haushalt steuern. Der HEC registriert so, ob gerade ein Elektroauto angeschlossen ist, das in den nächsten 5 Stunden vollständig geladen werden soll. Der intelligente Zähler im Haus verfügt über einen Mikroprozessor. Er misst Spannung und Verbrauch eines Haushalts. Die ermittelten Messwerte sendet er regelmäßig an den Smart Operator, die dann die Spannungsschwankungen rechtzeitig ausgleichen kann.

Testphase des Smart Operator bis Ende 2015

Das Pilotprojekt in der Wertachau bei Schwabmünchen wurde in zwei Projektphasen unterteilt. Die erste Projektphase  beinhaltete den Aufbau der Infrastruktur. In der Wertachau wurde ein Hochleistungsglasfasernetz installiert, in den Häusern wurden die bestehenden Zähler gegen die intelligenten Stromzähler ausgetauscht. Die zweite Projektphase läuft aktuell und entwickelt ein Konzept für den effizienten Netzbetrieb. Bis Ende 2015 soll die Testphase anhalten. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit ist das Pilotprojekt Smart Operator am 1. Juli in Betrieb gegangen. An der Inbetriebnahme nahmen Vertreter aus Politik ebenso wie sämtliche Vertreter, Projektleiter der LEW und RWE, Projektpartner und -teilnehmer aus der Wertachau teil. 

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