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Siemens AG streicht 3.300 Stellen in Deutschland - 7.800 weltweit
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Siemens AG

Siemens AG streicht 3.300 Stellen in Deutschland - 7.800 weltweit

 Foto: www.siemens.com/presse

Um wieder auf Wachstumskurs zu kommen plant Siemens große Umstrukturierungen, die weltweilt tausende Arbeitsplätze betreffen. Wie ankündigt wurden nun die zuständigen Arbeitnehmervertreter informier. Gemeinsam möchte man sozialverträgliche Lösungen finden. In wie weit der Augsburger Siemens Standort betroffen sein wird, ist bisher noch nicht bekannt.

von Kathrin Lüders, Online-Redaktion

„Mit unserem Unternehmenskonzept Vision 2020 wollen wir das Unternehmen wieder auf nachhaltigen Wachstumskurs bringen und die Profitabilitätslücke zu den Wettbewerbern schließen.",  sagte der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser. Durch die strategische Neuausrichtung wolle man die Unternehmens-Organisation deutlich straffen. Dadurch würden einige Zwischenebenen wegfallen. "Damit bringen wir unsere Geschäfte näher zum Kunden und werden erheblich effizienter. Dadurch fallen auch bestimmte Aufgaben und Funktionen ganz weg. Diese Herausforderung werden wir nun gemeinsam angehen und die daraus resultierenden Maßnahmen verantwortungsvoll umsetzen. Damit ist die Restrukturierung des Unternehmens im Zusammenhang mit der organisatorischen Neuaufstellung vom 1. Oktober 2014 abgeschlossen“, so Kaeser.

Umstrukturierung: Rund 3.300 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen

In Deutschland liegt der geplante Abbau nach Unternehmensangaben bei rund 3.300 Stellen. "Wir wollen jetzt zeitnah Gespräche mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern aufnehmen und konstruktiv nach sozialverträglichen Lösungen suchen", sagte Personalvorstand und Arbeitsdirektorin Janina Kugel. "Wir haben eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern, die besagt, dass wir betriebsbedingte Kündigungen vermeiden wollen. Und die gilt selbstverständlich weiterhin." Nähere Informationen, welche Standorte von den Stellenkürzungen betroffen sein werde, und ob auch in Augsburg Arbeitsplätze wegfallen, gab die Siemens AG bisher noch nicht.

Siemens hatte im Mai 2014 das Unternehmenskonzept Vision 2020 vorgestellt und angekündigt, sich auf die Wachstumsfelder Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung auszurichten und das Portfolio deutlich zu straffen. Im Rahmen von Vision 2020 sollte die Organisation flacher aufgestellt werden. Unter anderem sollen konzernübergreifende Funktionen des Unternehmens stärker gebündelt und gestrafft werden. Außerdem vereinfacht Siemens interne Arbeitsabläufe und Prozesse, angefangen von der strategischen Planung bis zum Umfang interner Reportings; Entscheidungsprozesse innerhalb des Unternehmens werden durch die Herausnahme von Zwischenebenen und mehr Verantwortung für die Regionen und Divisionen beschleunigt. Diese Maßnahmen sollen in Summe zu einer zusätzlichen Produktivität von rund einer Milliarde Euro führen, die in weiten Teilen bis zum Jahr 2016 realisiert werden soll.

Siemens verhandelt nun mit den Arbeitnehmervertretern

Die damit erzielten Einsparungen werden in Innovations-, Produktivitäts- und Wachstumsinitiativen investiert, ein beträchtlicher Teil davon in Deutschland. Allein im Geschäftsjahr 2015 stellt Siemens dafür mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung, wovon rund 400 Millionen Euro in den Vertrieb fließen, weitere 400 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung und noch einmal etwa 300 Millionen Euro in das Sachanlagevermögen. Das Unternehmen erwartet daher, dass die weltweite Mitarbeiterzahl annähernd stabil bleiben wird. Allein in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden weltweit mehr als 11.000 Mitarbeiter neu eingestellt, davon mehr als 1.500 in Deutschland. Die weiteren Einzelheiten der Umsetzung sollen in Deutschland nun zeitnah mit den Arbeitnehmervertretern beraten werden. Daher wird auch keine detailliertere Aufschlüsselung der betroffenen Stellen nach Regionen, Standorten oder Geschäften erfolgen.

 

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