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Kundgebung

Showa Denko: Mitarbeiter protestieren gegen Produktionsaus

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Am Mittwoch haben Mitarbeiter von Showa Denko gegen das Aus der Produktion demonstriert. Foto: Theresa Haunberger/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Von Angelina Märkl

Showa Denko plant in Meitingen 140 Stellen abzubauen. Die IG Metall will die Standortschließung nicht akzeptieren und rief am Mittwochnachmittag zu einem Protest auf

Am Dienstag gab Showa Denko bekannt, die Produktion in Meitingen komplett zu schließen. Im Zuge dessen sollen 140 Arbeitsplätze abgebaut werden. Mit einer Kundgebung demonstrierten die Beschäftigten am Mittwoch gegen das Aus der Produktion von Graphitelektroden.

IG Metall verurteilt den Schließungsplan

„Die Ankündigung von SDK kam für die Beschäftigten und auch für uns als IG Metall völlig überraschend“, erklärt Steffen Pampollas, Betriebsbetreuer der IG Metall Augsburg für Showa Denko. Die IG Metall verurteile den Schließungsplan: „Wir haben einen gültigen Tarifvertrag mit Beschäftigungssicherung, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt“, so Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg. Die IG Metall werde die gestrige Ankündigung der Standortschließung nicht akzeptieren.

Showa Denko plant in Meitingen 140 Stellen abzubauen. Gegen das Aus der Produktion haben zahlreiche Mitarbeiter am Mittwoch demonstriert. Foto: Theresa Haunberger/ B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

„Die Beschäftigten haben auf Geld verzichtet und leisten unbezahlte Mehrarbeit zur Sicherung ihres Arbeitsplatzes - diese Ankündigung ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen,“ so Leppek. „Ich bin hier, um für den Standort und die Arbeitsplätze zu kämpfen. Wir wollen hier weiterbeschäftigt werden und dass die Verträge eingehalten werden. Wir fühlen uns hintergangen, weil wir hier wirklich 2 Jahre alles gegeben haben und jetzt fallen gelassen werden“, äußert sich ein Mitglied des Betriebsrates gegenüber unserer Redaktion. „Die Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben, was nützt mir das ganze Geld“, betont einer der betroffenen Mitarbeiter.

So begründet Showa Denko die Werksschließung

Das japanische Unternehmen SDK hatte das Graphitelektrodengeschäft 2017 von SGL Carbon gekauft und 2018 einen Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag mit der IG Metall für den Standort Meitingen geschlossen. Dieser hat eine Laufzeit bis Februar 2022. Grund für die Werksschließung sei die schlechte Auftragslage. Das Werk in Meitingen sei nur weniger als 30 Prozent ausgelastet. Showa Denko geht davon aus, dass sich diese Situation in absehbarer Zukunft nicht ändern wird. In den Bereichen außerhalb der Produktion plant Showa Denko (SDK) etwa 50 Arbeitsplätze beizubehalten.

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