SGL CARBON SE

SGL Carbon will „solide finanzielle Grundlage“ für mehr Wachstum schaffen

Der SGL-Standort in Meitingen. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Die SGL Carbon SE hat vor wenigen Tagen eine Kapitalerhöhung beschlossen. Damit und mit den Erlösen durch den Verkauf des Geschäftsbereichs Perfomance Products (PP) will das Unternehmen mit Standort in Meitingen gestärkt in die Zukunft starten.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Durch die Kapitalerhöhung will SGL Carbon die Kapitalstruktur stärken, den Grad der Verschuldung verbessern und die finanzielle Flexibilität der Gruppe steigern. „Die heute angekündigte Kapitalerhöhung und die erwarteten Erlöse aus den Verkäufen im Geschäftsbereich Performance Products werden dazu beitragen, eine solide finanzielle Grundlage für unsere Wachstumsbereiche schaffen“, so Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group.

SGL Carbon will Volatilität der Geschäfte besser ausgleichen können

„Die zukünftige SGL Group beabsichtigt, als innovatives Technologieunternehmen zusammen mit ihren Kunden Entwicklungen in den Bereichen Mobilität, Energieversorgung und Digitalisierung voranzutreiben. Dabei setzen wir auf unsere Kompetenz und jahrelange Erfahrung in der Herstellung, Weiterverarbeitung und Anwendung von hochwertigen Carbonfasern und Spezialgraphiten. Durch den Fokus auf zukunftsträchtige Industrien und Märkte erwarten wir, die Volatilität in unseren Geschäften besser ausgleichen zu können“.

Neue Aktien rückwirkend ab dem 1. Januar 2016 voll dividendenberechtigt

Realisiert werden soll die Kapitalerhöhung durch Bareinlagen mit mittelbaren Bezugsrechten der Aktionäre. Dem stimmte der Aufsichtsrat zu. Mittelbares Bezugsrecht bedeutet, dass die neuen Aktien nicht direkt von den Altaktionären erworben werden. Im ersten Schritt übernimmt diese eine Bank. Anschließend werden die Aktien an jene Aktionäre, die ihr Bezugsrecht ausgeübt haben, übertragen. Die Neuen Aktien von SGL Carbon werden rückwirkend ab 1. Januar 2016 voll dividendenberechtigt sein.

Bezugsverhältnis der Aktien von 40:13

Die Neuen Aktien werden den bestehenden Aktionären mit einem Bezugsverhältnis von 40:13 angeboten. Die Aktionäre können damit für je 40 bestehende 13 Neue Aktien erwerben. Der Bezugspreis je neuer SGL Aktie beläuft sich auf sechs Euro. Die Gesellschaft erwartet aus der Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös von rund 180 Millionen Euro. Geplant ist, mit dem Nettoemissionserlös die vorzeitig rückgekauften Wandelanleihe und die Unternehmensanleihen der Gesellschaft zu tilgen. Darunter fallen auch die Nettoerläse aus dem Verkauf des Bereichs Performance Products.

Zu den Großaktionären der SGL Carbon SE

Die Gesellschaft hat von ihren Großaktionären SKion GmbH und BMW AG Festbezugserklärungen erhalten. Mit diesen Erklärungen verpflichten sich die Aktionäre, sich gemäß der jeweiligen Anteil an der Kapitalerhöhung zu beteiligen. Die Aktionäre Volkswagen AG und Voith GmbH haben dies abgelehnt. Die auf diese Anteile entfallenden Bezugsrechte sollen zeitnah und marktschonend durch ein Bankenkonsortium umplatziert werden. Darüber hinaus erklärte Volkswagen, der Vorstand strebe derziet nicht an, seinen Bestand an SGL Carbon SE Aktien weiter zu verringern.

Kapitalerhöhung voraussichtlich zum 13. Dezember 2016 gerichtlich eingetragen

Die Bezugsfrist soll am 30. November 2016 beginnen und voraussichtlich am 13. Dezember 2016 enden. Währenddessen können die Aktionäre der Gesellschaft ihr Bezugsrecht ausüben. Alle neuen Aktien, die bis zum Ende der Bezugsfrist nicht gezeichnet wurden, sollen direkt nach Ablauf der Bezugsfrist im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten werden. Alle von der Gesellschaft bereits ausgegebenen Aktien sollen ab dem 30. November 2016 "ex Bezugsrecht" notieren. Voraussichtlich wird das Amtsgericht Wiesbaden die Kapitalerhöhung am oder um den 13. Dezember 2016 eintragen.

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Neue Aktien rückwirkend ab dem 1. Januar 2016 voll dividendenberechtigt

Realisiert werden soll die Kapitalerhöhung durch Bareinlagen mit mittelbaren Bezugsrechten der Aktionäre. Dem stimmte der Aufsichtsrat zu. Mittelbares Bezugsrecht bedeutet, dass die neuen Aktien nicht direkt von den Altaktionären erworben werden. Im ersten Schritt übernimmt diese eine Bank. Anschließend werden die Aktien an jene Aktionäre, die ihr Bezugsrecht ausgeübt haben, übertragen. Die Neuen Aktien von SGL Carbon werden rückwirkend ab 1. Januar 2016 voll dividendenberechtigt sein.

Bezugsverhältnis der Aktien von 40:13

Die Neuen Aktien werden den bestehenden Aktionären mit einem Bezugsverhältnis von 40:13 angeboten. Die Aktionäre können damit für je 40 bestehende 13 Neue Aktien erwerben. Der Bezugspreis je neuer SGL Aktie beläuft sich auf sechs Euro. Die Gesellschaft erwartet aus der Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös von rund 180 Millionen Euro. Geplant ist, mit dem Nettoemissionserlös die vorzeitig rückgekauften Wandelanleihe und die Unternehmensanleihen der Gesellschaft zu tilgen. Darunter fallen auch die Nettoerläse aus dem Verkauf des Bereichs Performance Products.

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