Corona-Krise

SGL Carbon setzt Prognose für 2020 aus

Der Sitz der SGL Carbon SE in Meitingen. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die prognostizierten Ergebnisse für das laufende Geschäftsjahr 2020 sind aufgrund der weltweiten Corona-Krise voraussichtlich nicht erreichbar. Das hat der Vorstand der SGL Carbon SE nun festgestellt.

Die Auswirkungen und Dauer der Corona-Krise sind noch unsicher. Deshalb kann der Vorstand von SGL Carbon SE momentan noch keine verlässliche Umsatz- und Ertragsprognose für das aktuelle Geschäftsjahr abgeben. Die Prognose für 2020 wird daher ausgesetzt.

Ursprüngliche Erwartungen des Vorstands zum 12. März


Der Umsatz werde leicht rückläufig sein und das EBIT vor Sondereinflüssen liege etwa zehn bis fünfzehn Prozent unter dem Vorjahr. Hier war der Umsatz 1.087 Millionen Euro und das EBIT vor Sondereinflüssen lag bei 48 Millionen Euro. Diese ursprünglichen Erwartungen hatte der Vorstand im Lagebricht am 12. März geäußert. Die negativen Auswirkungen des Corona-Virus waren hier noch nicht enthalten, da sich die Ausbrüche bis zu diesem Zeitpunkt wesentlich noch auf China und Italien beschränkten.

Umfangreiche Maßnahmen mit erheblichen Einschränkungen

Seit dieser Einschätzung Mitte März hat sich jedoch einiges geändert: Seitens der Regierung wurden in der Zwischenzeit zahlreiche, umfangreiche Maßnahmen mit erheblichen Einschränkungen auf den öffentlichen und wirtschaftlichen Bereich beschlossen. Führende Wirtschaftsexperten gehen mittlerweile deshalb von einem starken Rückgang in der Wirtschaft aus.

Die ersten Monate des Jahres normal verlaufen


Januar und Februar 2020 seien im Rahmen der ursprünglichen Erwartungen verlaufen.  Es sei jedoch davon auszugehen, dass erste negative Abweichungen im März sichtbar werden. Das gelte vor allem für den Geschäftsbereich Composites-Fibers & Materials (CFM). Hier wird der vorübergehende Produktionsstopp, beziehungsweise Produktionsreduzierungen der deutschen Automobilhersteller, betroffen sein.

Reduktion der Kostenbasis und Sicherung der Liquidität

Der Vorstand der SGL Carbon hat umfassende Maßnahmen zur Reduktion der Kostenbasis und Sicherung der Liquidität eingeleitet und teilweise bereits umgesetzt. Dazu gehören die Einführung von Kurzarbeit, die Reduzierung von Material- und indirekten Ausgaben sowie weitere Reduzierung beziehungsweise Verschiebung von Investitionsausgaben. Darüber hinaus sollen weitere nicht kapitalmarktbezogene Finanzierungsmöglichkeiten sondiert werden, die teilweise schon in Vorbereitung sind. Das Unternehmen arbeitet intensiv daran, mögliche Risiken zu erkennen und zu begrenzen. 

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Der Umsatz werde leicht rückläufig sein und das EBIT vor Sondereinflüssen liege etwa zehn bis fünfzehn Prozent unter dem Vorjahr. Hier war der Umsatz 1.087 Millionen Euro und das EBIT vor Sondereinflüssen lag bei 48 Millionen Euro. Diese ursprünglichen Erwartungen hatte der Vorstand im Lagebricht am 12. März geäußert. Die negativen Auswirkungen des Corona-Virus waren hier noch nicht enthalten, da sich die Ausbrüche bis zu diesem Zeitpunkt wesentlich noch auf China und Italien beschränkten.

Umfangreiche Maßnahmen mit erheblichen Einschränkungen

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Januar und Februar 2020 seien im Rahmen der ursprünglichen Erwartungen verlaufen.  Es sei jedoch davon auszugehen, dass erste negative Abweichungen im März sichtbar werden. Das gelte vor allem für den Geschäftsbereich Composites-Fibers & Materials (CFM). Hier wird der vorübergehende Produktionsstopp, beziehungsweise Produktionsreduzierungen der deutschen Automobilhersteller, betroffen sein.

Reduktion der Kostenbasis und Sicherung der Liquidität

Der Vorstand der SGL Carbon hat umfassende Maßnahmen zur Reduktion der Kostenbasis und Sicherung der Liquidität eingeleitet und teilweise bereits umgesetzt. Dazu gehören die Einführung von Kurzarbeit, die Reduzierung von Material- und indirekten Ausgaben sowie weitere Reduzierung beziehungsweise Verschiebung von Investitionsausgaben. Darüber hinaus sollen weitere nicht kapitalmarktbezogene Finanzierungsmöglichkeiten sondiert werden, die teilweise schon in Vorbereitung sind. Das Unternehmen arbeitet intensiv daran, mögliche Risiken zu erkennen und zu begrenzen. 

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