Pandemie-Zeiten

Sension im Interview: Helfen Antikörpertests im Kampf gegen Corona?

Die Sension GmbH ist ein Unternehmen in der Augsburger Innenstadt, das Corona-Antikörpertests für zuhause anbietet. Die Geschäftsführer Dr. Peter Schneider und Anna Funk sowie Dr. Jörg Haberstock erläutern im Interview, wie diese zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Womit beschäftigt sich Ihr Unternehmen?

Dr. Peter Schneider: Die Sension GmbH aus Augsburg hat sich als Biotechnologieunternehmen auf die Entwicklung und Vermarktung von Immunoassays sowie auf Laboranalysen spezialisiert. Im Bereich der Laboranalysen lag unser Augenmerk lange Zeit ausschließlich auf Urintests der Komplementärmedizin. Seit einigen Monaten haben wir unser Angebot um Bluttests zur Bestimmung von Masern-Antikörpern, Corona-Antikörpern und Vitamin D erweitert.

Weshalb haben Sie sich dafür entschieden, Corona-Antikörper-Test anzubieten?

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Anna Funk: Die Covid-Antikörpertests geben Auskunft darüber, ob bereits eine –vielleicht auch unbemerkte – Corona-Infektion durchgemacht wurde. Diese Frage beschäftigt vor allem Menschen, die sich nicht sicher sind, ob sie eine Covid-19 Infektion durchgemacht haben. Und dann steht natürlich auch noch die Frage einer erhöhten Immunität im Raum, die bei einer bereits durchgemachten Infektion mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist. All dies können wichtige Informationen für den Patienten und die behandelnden Ärzte sein. Schließlich lässt sich am Verlauf der Antikörper zumindest abschätzen, wie es um die Langzeitimmunität individuell bestellt ist. Dazu sind allerdings noch mehr Forschungsdaten nötig.

Wie können die Antikörper-Tests zur Eindämmung der Pandemie beitragen?

Dr. Jörg Haberstock: Der Antikörper-Test gibt Auskunft darüber, ob eine Infektion in der Vergangenheit stattgefunden hat. Die Infektion ist dann nicht mehr akut und der Patient zu diesem Zeitpunkt in der Regel nicht mehr infektiös. Die Information jedoch kann ein Stück mehr Sicherheit in Bezug auf die individuelle Infektiosität geben. Wir denken, dass jede Auskunft, die man erhalten kann einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten kann.

Wie funktioniert der Test?

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Anna Funk: Unser Test ist denkbar einfach, da wir mit Trockenblut aus der Fingerkuppe arbeiten. Eine venöse Blutabnahme ist nicht erforderlich und die Probe kann bequem daheim entnommen werden. Die Testkarte, ein spezielles Filterpapier, wird mit einer kleinen Stechhilfe und Rückversandmaterial bei uns angefordert. In Form von kleinen Tropfen wird die Blutprobe für die Analyse gewonnen und auf die Testkarte gegeben. Die durchtränkte Karte wird an uns zurückgeschickt. Sobald die Probe eingetroffen ist, führen wir den Antikörpernachweis durch.

Wie schnell ist ein Ergebnis einsehbar und erreicht das die getestete Person?

Anna Funk: Das Testergebnis ist üblicherweise zwei Arbeitstage nach Probeneingang einsehbar.

Wie lange sind Antikörper nach einer Infektion beim Menschen nachweisbar?

Dr. Jörg Haberstock: Das ist auch in der Wissenschaft noch nicht ganz geklärt und Gegenstand von Diskussionen. Der Test hat seine vom Hersteller klar definierten Cut-off Werte, nach denen ein Befund positiv, grenzwertig oder negativ beurteilt wird. Es gibt Hinweise, dass der Titer bei einigen Patienten recht stabil ist, bei anderen im Laufe der Zeit wieder abnimmt. Wie stark der Titer über die Zeit abnimmt und inwieweit ein Infektionsschutz auch bei einem über Wochen und Monate wieder gefallenen Titer weiterhin bestehen bleibt, ist Gegenstand aktueller Forschung.

Ist auch eine bereits vorgenommene Impfung bei dem Test nachweisbar? Und wenn ja, weshalb?

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Dr. Jörg Haberstock: Mit dem aktuell validierten Assay werden Antikörper gegen das Nukleokapsid-Protein des Coronavirus nachgewiesen. Das Antigen hat die stärkste Immundominanz in der Coronavirus-Familie. Damit wird eine durchgemachte Infektion mit einer hohen Sensitivität nachgewiesen. Die Impfstoffe von BionTech und Pfizer kodieren die Information vom Spike-Protein des Virus. Somit ist ein Nachweis der Antikörper, die durch die Impfung gebildet werden, mit dem aktuellen Test nicht möglich. Derzeit laufen jedoch Validierungsabreiten für den Anti-SARS-CoV-2-QuantiVac-Elisa. Dieser ermöglicht dann die exakte Bestimmung der Antikörperkonzentration nach einer Impfung oder Infektion.

Warum ist es Ihnen wichtig, dass der Test unkompliziert zuhause oder im Betrieb durchführbar ist?

Dr. Jörg Haberstock: Zunächst zeigt der Test keine bestehende Infektion an. Er kann Ärzten und Patienten eine zusätzliche Sicherheit bieten. Jeder Einzelne kann sich durch den Test bezüglich seines Status einer gegebenenfalls durchgemachten Infektion selbst informieren. Auch für Betriebe kann es von Vorteil sein, die Immunität der Mitarbeiter testen zu lassen, natürlich unter Datenschutz. Gerade die Einfachheit in der Handhabung macht den Test jedem Interessierten verfügbar.

Wie schätzen Sie persönlich die weitere Entwicklung der Pandemie ein?

Dr. Peter Schneider: Auch wir hoffen natürlich, dass die Pandemie auf dem Rückzug ist. Jeder möchte rasch in ein normales und ungefährdetes Leben zurückkehren und seine Lieben sicher wissen. Zudem hoffen wir, dass die geplanten Impfungen rasch greifen werden. Darüber hinaus möchten wir mit unserem Team empfehlen, auch auf die Prävention zu achten: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und nicht zuletzt eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D werden häufig unterschätzt. Hier gibt es Studien, die einen Zusammenhang aufzeigen, dass schwere Covid 19-Verläufe bei ausreichender Vitamin D Versorgung deutlich seltener auftreten.

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Wie können die Antikörper-Tests zur Eindämmung der Pandemie beitragen?

Dr. Jörg Haberstock: Der Antikörper-Test gibt Auskunft darüber, ob eine Infektion in der Vergangenheit stattgefunden hat. Die Infektion ist dann nicht mehr akut und der Patient zu diesem Zeitpunkt in der Regel nicht mehr infektiös. Die Information jedoch kann ein Stück mehr Sicherheit in Bezug auf die individuelle Infektiosität geben. Wir denken, dass jede Auskunft, die man erhalten kann einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten kann.

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Anna Funk: Unser Test ist denkbar einfach, da wir mit Trockenblut aus der Fingerkuppe arbeiten. Eine venöse Blutabnahme ist nicht erforderlich und die Probe kann bequem daheim entnommen werden. Die Testkarte, ein spezielles Filterpapier, wird mit einer kleinen Stechhilfe und Rückversandmaterial bei uns angefordert. In Form von kleinen Tropfen wird die Blutprobe für die Analyse gewonnen und auf die Testkarte gegeben. Die durchtränkte Karte wird an uns zurückgeschickt. Sobald die Probe eingetroffen ist, führen wir den Antikörpernachweis durch.

Wie schnell ist ein Ergebnis einsehbar und erreicht das die getestete Person?

Anna Funk: Das Testergebnis ist üblicherweise zwei Arbeitstage nach Probeneingang einsehbar.

Wie lange sind Antikörper nach einer Infektion beim Menschen nachweisbar?

Dr. Jörg Haberstock: Das ist auch in der Wissenschaft noch nicht ganz geklärt und Gegenstand von Diskussionen. Der Test hat seine vom Hersteller klar definierten Cut-off Werte, nach denen ein Befund positiv, grenzwertig oder negativ beurteilt wird. Es gibt Hinweise, dass der Titer bei einigen Patienten recht stabil ist, bei anderen im Laufe der Zeit wieder abnimmt. Wie stark der Titer über die Zeit abnimmt und inwieweit ein Infektionsschutz auch bei einem über Wochen und Monate wieder gefallenen Titer weiterhin bestehen bleibt, ist Gegenstand aktueller Forschung.

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Warum ist es Ihnen wichtig, dass der Test unkompliziert zuhause oder im Betrieb durchführbar ist?

Dr. Jörg Haberstock: Zunächst zeigt der Test keine bestehende Infektion an. Er kann Ärzten und Patienten eine zusätzliche Sicherheit bieten. Jeder Einzelne kann sich durch den Test bezüglich seines Status einer gegebenenfalls durchgemachten Infektion selbst informieren. Auch für Betriebe kann es von Vorteil sein, die Immunität der Mitarbeiter testen zu lassen, natürlich unter Datenschutz. Gerade die Einfachheit in der Handhabung macht den Test jedem Interessierten verfügbar.

Wie schätzen Sie persönlich die weitere Entwicklung der Pandemie ein?

Dr. Peter Schneider: Auch wir hoffen natürlich, dass die Pandemie auf dem Rückzug ist. Jeder möchte rasch in ein normales und ungefährdetes Leben zurückkehren und seine Lieben sicher wissen. Zudem hoffen wir, dass die geplanten Impfungen rasch greifen werden. Darüber hinaus möchten wir mit unserem Team empfehlen, auch auf die Prävention zu achten: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und nicht zuletzt eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D werden häufig unterschätzt. Hier gibt es Studien, die einen Zusammenhang aufzeigen, dass schwere Covid 19-Verläufe bei ausreichender Vitamin D Versorgung deutlich seltener auftreten.

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