Bezirk Schwaben

Schwäbischer Literaturpreis: Das sind die Sieger

Die Sieger des Schwäbischen Literaturpreises leisten einen wertvollen Beitrag für den Literaturbetrieb. Foto: Lupo / pixelio

Die Jury hat entschieden und die Gewinner des Schwäbischen Literaturpreises 2014 stehen fest. Kommenden Dienstag werden die Siegerinnen und Sieger im Augsburger Rokokosaal ihre Preise entgegennehmen.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Der Schwäbische Literaturpreis widmete sich in diesem Jahr ganz dem Thema Essen. Zur Teilnahme eingeladen waren Autoren, die im schwäbisch-alemannischen Kulturraum leben oder dort ihre biographischen Wurzeln haben. „Mit 103 Einsendungen, davon 15 von jungen Autoren, fand der zehnte Literaturpreis des Bezirks Schwaben erneut positive Resonanz – ein deutliches Zeichen für dessen Etablierung und Stellenwert im deutschsprachigen Literaturbetrieb“, so Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Der Schwäbische Literaturpreis 2014 wird am Dienstag, den 25. November, um 18 Uhr im Rokokosaal der Regierung von Schwaben in Augsburg verliehen. Doch die Gewinner stehen bereits fest.

Simone Hirth ist Siegerin des Schwäbischen Literaturpreises 2014

So hat es Simone Hirth, die im österreichischen Gablitz lebt, auf den ersten Platz geschafft. Für ihre „Jausngebete“ bekommt sie ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Der Text der freischaffenden Autorin und Lektorin versammelt neun knappe Prosastücke, die vielfach miteinander verbunden sind, gleichzeitig jedoch eine gewisse Eigenständigkeit bewahren. Sie würden ein Spiel mit der Sprache und miteinander treiben, wie es in der Laudatio heißt, das komische Zufälle hervortreibe und merkwürdige Assoziationen freisetze.

Claudia Haug sichert sich 2. Platz beim schwäbischen Literaturwettbewerb 2014

Den zweiten mit 1.500 Euro dotierten Preis erhält Claudia Haug aus Freiburg im Breisgau für den Beitrag „Was kochst du heute?“ Sie studierte Erziehungswissenschaften und Sonderpädagigik in Tübingen und arbeitet seit 13 Jahren als Sonderschullehrerin. Derzeit absolviert sie eine Ausbildung zur Psychodramatikerin. Mit dem Schreiben, vor allem von Erzählungen und Alltagsprosa, begann Claudia Haug während des Studiums. Sie lebt mit ihrer Familie in Freiburg im Breisgau. „Als Lehrerin nötigt sie nicht nur die ihr anvertrauten Jugendlichen zum Schreiben, sondern ab und an auch sich selber, und produziert auf diese Weise gute, lesenswerte Texte“, so ein Ausschnitt aus der Laudatio.

Platz 3 beim Schwäbischen Literaturpreis 2014 für Albrecht Gralle

Platz Drei, dotiert mit 1.000 Euro, hat sich Albrecht Gralle aus Northeim gesichert. Der studierte Theologe und heute freischaffende Schriftsteller wurde 1949 in Stuttgart geboren und ist auch dort aufgewachsen. Für den Schwäbsichen Literaturpreis hat er sich mit dem Text „Schokoladenstraße“ beworben. „Sein Text ist erfahrungsgesättigt, tief im Schwäbischen verortet, er erinnert an eine Welt, in der das Leben in religiösen Strukturen verankert war, und er ist in guter didaktischer Tradition lehrhaft“, so das Urteil der Jury.

Diesjährige Gewinnerin des Sonderpreises überraschte die Jury

Zusätzlich zu diesen drei Preisen wird dieses Jahr auch ein Sonderpreis für einen jungen Autoren bis 25 Jahre vergeben. Die Jury staunte nicht schlecht, als sie den Autorennamen des - wie alle eingereichten Beiträge anonymisiert gehaltenen - Textes erfuhren: Wie bereits im vergangenen Jahr schrieb sich Larissa Hieber aus Schwäbisch-Gmünd, geboren 1993, mit einem „jugendlich rauschenden Siegertext“ – so Laudator Dr. Sebastian Seidel - in die Juryherzen. Für „Drei Burger für umme oder als wir einmal an den Atlantik fahren wollten“ erhält die junge Preisträgerin die Einladung zum Meisterkurs Literatur beim Schwäbischen Kunstsommer 2015 an der Schwabenakademie Irsee.

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