Konjunkturentwicklung

Schwäbische Wirtschaft trotzt Corona und ist dennoch in Gefahr

Aus der Konjunkturumfrage der IHK-Schwaben geht ein trügerisches Bild hervor. Die Wirtschaft erholt sich von den pandemischen Restriktionen, sieht sich aber bereits weiteren schwerwiegenden Herausforderungen ausgesetzt.

Zu jedem Tertial holt die IHK-Schwaben Einschätzungen der relevante Branchengrößen aus der Region zur aktuellen Wirtschaftslage ein. Daraus lässt sich diesen Herbst rückschließen, wie Unternehmen nach den weitestgehenden Aufhebungen ihre Geschäftslage bewerten. Aber auch ein Ausblick auf die weitere Konjunkturentwicklung zeichnet sich dadurch ab. Aus der Umfrage ergibt sich ein konträres Bild. Aktuell sei ein vorsichtiger Optimismus erlaubt, da sich befürchtete Szenarien aus dem Vorjahr nicht bewahrheiten. Dennoch ist die Krise noch nicht bewältigt und weitere Probleme schon absehbar.

Lage entspannt sich

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Auf einer Pressekonferenz zu den aktuellen Umfrageergebnissen verwies IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Marc Lucassen zunächst auf die gute Entwicklung: „Nachdem im vergangenen Jahr die Unternehmen stark zu kämpfen hatten, erleben wir derzeit eine Gesundung der Konjunktur. Wir haben erfreulicherweise einen überdurchschnittlichen Richtwert erreicht, der uns zeigt, dass die Wirtschaft an Schwung gewinnt.“ Insbesondere die Tourismusbetreiber im Allgäu haben sich so über den Sommer stabilisieren können.

Dadurch konvergieren die Branchen aus Industrie, Dienstleistung, Einzelhandel und Reisegewerbe in eine positive Richtung. Eine verfrühte Euphorie ist dennoch nicht angebracht, da gegenwärtig die Sorge vor einer vierten Welle mit neuen Maßnahmen existiert. Zudem seien die betrieblichen Resonanzen ambivalent, da trotz aussichtsreichem Trend die Zukunftserwartungen gegenläufig sind.

Stabilität in Gefahr

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Durch den Aufschwung geraten Hersteller derzeit in Liefer- und Produktionsschwierigkeiten. Die immense Nachfrage übersteigt an vielerorts schlichtweg das vorhandene Angebot. Aufgrund der unerwartet schnellen Erholung mangelt es an Containern zum Transport und Chips für Softwareanwendungen. Wie lange sich dieser Effekt noch insbesondere auf Automobilhersteller und Konsumgüter auswirkt, sei schwer einzuschätzen. Mit diesen Folgen könnte die Wirtschaft möglicherweise sogar bis 2023 zu kämpfen haben.

Die Wirtschaftsstabilität hängt ebenso von der Bekämpfung des Fachkräftemangels ab. Obwohl die Problematik unlängst bekannt ist, hat sie mit der Pandemie an Tragweite gewonnen. In Bayerisch-Schwaben können laut der Arbeitgeber deshalb viele Stellen nicht besetzt werden. Zusätzlich wirken sich auch die spürbar steigenden Preise von Rohstoffen und Energien auf die Erwartungen aus. Ohne Abgabensenkungen, technologischen Lösungsansätzen und Netzausbauten werde die Energiewende eine zu große Belastung für die Industrie. „Die Krise ist mitnichten vorbei“, prophezeit Dr. Lucassen.

Das fordert die IHK Schwaben

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Um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden und drohende Konsequenzen zu verhindern müsse nun schnell gehandelt werden. Dies beginne laut dem stellvertretenden IHK-Präsidenten Reinhold Braun mit einer zeitnahen Regierungsbildung. „Die kommende Koalition muss die Möglichkeit nutzen den Wandel zu gestalten. Es gilt dabei zu agieren, statt weiter nur zu reagieren. Gleichbedeutend darf die Wirtschaftspolitik nicht wie zuletzt in den Hintergrund geraten“ , fordert der 55-Jährige.

Die Agenda müsse entbürokratisierend, mit ansprechenden dualen Ausbildungsangeboten und einem gelockerten Fachkräfteeinwanderungsgesetz vorangetrieben werden. Außerdem können sich High-Tech Standorte keine Schwankungen am Stromnetz leisten, was eine flächendeckende Energieversorgung unabdingbar macht. Diese politischen Handlungsfelder seien entscheidend für die Wirtschaft, um zukünftig stabil zu bleiben.

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Die Wirtschaftsstabilität hängt ebenso von der Bekämpfung des Fachkräftemangels ab. Obwohl die Problematik unlängst bekannt ist, hat sie mit der Pandemie an Tragweite gewonnen. In Bayerisch-Schwaben können laut der Arbeitgeber deshalb viele Stellen nicht besetzt werden. Zusätzlich wirken sich auch die spürbar steigenden Preise von Rohstoffen und Energien auf die Erwartungen aus. Ohne Abgabensenkungen, technologischen Lösungsansätzen und Netzausbauten werde die Energiewende eine zu große Belastung für die Industrie. „Die Krise ist mitnichten vorbei“, prophezeit Dr. Lucassen.

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Um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden und drohende Konsequenzen zu verhindern müsse nun schnell gehandelt werden. Dies beginne laut dem stellvertretenden IHK-Präsidenten Reinhold Braun mit einer zeitnahen Regierungsbildung. „Die kommende Koalition muss die Möglichkeit nutzen den Wandel zu gestalten. Es gilt dabei zu agieren, statt weiter nur zu reagieren. Gleichbedeutend darf die Wirtschaftspolitik nicht wie zuletzt in den Hintergrund geraten“ , fordert der 55-Jährige.

Die Agenda müsse entbürokratisierend, mit ansprechenden dualen Ausbildungsangeboten und einem gelockerten Fachkräfteeinwanderungsgesetz vorangetrieben werden. Außerdem können sich High-Tech Standorte keine Schwankungen am Stromnetz leisten, was eine flächendeckende Energieversorgung unabdingbar macht. Diese politischen Handlungsfelder seien entscheidend für die Wirtschaft, um zukünftig stabil zu bleiben.

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