
Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.
Mehr junge Menschen in Schwaben beginnen eine Ausbildung im Handwerk. Aktuell waren nach Angaben der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) 3.515 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 3.447.
Regional entwickelt sich der Ausbildungsmarkt unterschiedlich. Besonders stark stieg bisher die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in der Stadt Memmingen mit einem Plus von 25,5 Prozent sowie im Unterallgäu mit 19 Prozent. Auch im Ostallgäu (plus 7,9 Prozent) und im Kreis Lindau (plus 6,5 Prozent) gibt es ab September mehr Auszubildende. Im Oberallgäu hingegen sank die Zahl um 11,5 Prozent, in Kempten um 3,2 Prozent. Insgesamt wurden im Allgäu bisher 5,6 Prozent mehr Ausbildungsverträge unterschieben.
Auch Neu-Ulm mit 13,8 Prozent und Günzburg mit 12,1 Prozent verzeichnen deutliche Zuwächse. Auf der anderen Seite steht der Landkreis Dillingen mit einem Rückgang von knapp 18 Prozent. Im Donau-Ries ist die Zahl der neuen Verträge leicht um 2,61 Prozent zurückgegangen.
Der Ausbildungsmarkt im Wirtschaftsraum Augsburg entwickelt sich ebenfalls unterschiedlich: Im Landkreis Augsburg gibt es 5,8 Prozent weniger neue Auszubildende. Im Landkreis Aichach-Friedberg bleibt die Zahl mit 301 neuen Verträgen nahezu unverändert. Die Stadt Augsburg verzeichnet mit 445 Verträgen ein leichtes Plus. Insgesamt bedeutet das für den Wirtschaftsraum Augsburg, dass bislang 1.183 neue Ausbildungsverhältnisse geschlossen wurden und damit 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr.
Mit Abstand die meisten neuen Verträge wurden auch 2026 in der Kraftfahrzeugmechatronik abgeschlossen. 499 junge Menschen entschieden sich für diesen Ausbildungsberuf. Auf den weiteren Plätzen folgen Elektronikerinnen und Elektroniker mit 283 sowie Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 238 Verträgen.
Ebenfalls unter den zehn häufigsten Ausbildungsberufen sind unter anderem Zimmerer, Maurer, Schreiner, Maler und Lackierer sowie Metallbauer.
Bei den männlichen Auszubildenden stehen ebenfalls KFZ-Mechatronik, Elektronik und Anlagenmechanik an der Spitze. Bei den weiblichen Auszubildenden sind der Fachverkauf im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Bäckerei, das Friseurhandwerk und die Konditorei am beliebtesten. Die KFZ-Mechatronik liegt bei den Frauen auf Rang fünf.
Trotz der insgesamt gestiegenen Zahl an Auszubildenden suchen viele Handwerksbetriebe weiterhin Nachwuchs. In der Lehrstellenbörse der HWK Schwaben sind derzeit 619 offene Ausbildungsstellen für 2026 gemeldet. Im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt noch knapp 1.000.
Besonders viele freie Stellen gibt es nach Angaben der Kammer unter anderem in der Elektrotechnik, im Bau- und Ausbauhandwerk, im Holzbereich, im Kfz- und Metallhandwerk sowie im Lebensmittelfachverkauf. Da nicht alle Betriebe ihre Ausbildungsplätze in der HWK-Börse eintragen, dürfte die tatsächliche Zahl offener Stellen höher liegen.
Ein Einstieg in eine Ausbildung ist laut Handwerkskammer auch nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres noch möglich. Gemeinsam mit den Arbeitsagenturen sind im September zudem Nachvermittlungsaktionen in Augsburg, Kaufbeuren, Kempten und Memmingen geplant.