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Gibt es einen Lichtblick für die Fachkräfte-Lücke? Nach Angaben der Handwerkskammer für Schwaben wurden von Januar bis Juni 2026 insgesamt 2.150 neue Ausbildungsverträge für den Ausbildungsstart im Herbst abgeschlossen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 1.894 Verträge. Das entspricht einem Anstieg von 13,5 Prozent. Bayernweit lag das Plus bei 8,3 Prozent.
Nach Einschätzung der Handwerkskammer werden sich die Veränderungen durch Künstliche Intelligenz und Digitalisierung in vielen Branchen zunehmend auf die Berufswahl auswirken. Immer mehr Jugendliche und Eltern würden sich deshalb für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden. Schließlich verändern Künstliche Intelligenz und Digitalisierung viele Wirtschaftsbereiche. Tätigkeiten werden automatisiert und Berufsbilder entwickeln sich weiter. Im Handwerk bleibt der Mensch laut Handwerkskammer jedoch unverzichtbar. Kreativität, handwerkliches Geschick und individuelle Problemlösungen könnten nicht durch Algorithmen ersetzt werden.
Dennoch nutzt auch das Handwerk digitale Technologien und Künstliche Intelligenz. Sie unterstützen unter anderem die Planung, die Organisation und Abläufe auf Baustellen.
Für den Ausbildungsstart im September sind weiterhin zahlreiche Stellen offen. Auf der Internetseite der Handwerkskammer für Schwaben finden Jugendliche Informationen und Hinweise zur Ausbildung. Dort ist auch die Lehrstellen- und Praktikumsbörse verlinkt. Aktuell sind dort rund 700 Ausbildungsplätze ausgeschrieben. Darüber hinaus veröffentlichen viele Handwerksbetriebe offene Stellen auf ihren Internetseiten und in sozialen Medien. Damit bestehen weiterhin gute Chancen, noch einen Ausbildungsplatz für September zu finden.