Augsburger Grottenau

Schaltersaal der Grottenau-Post wird zum Konzertsaal

Im leerstehenden Gebäude an der Grottenau. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Nach dem Auszug der Postfiliale wird das Gebäude an der Grottenau neue Heimat für die Stadtverwaltung und das Leopold-Mozart-Zentrum. Die Sanierungs-Arbeiten werden dabei voraussichtlich bis 2020 andauern.

Im Moment steht das Gebäude noch leer mit sichtbaren Spuren eines bevorstehenden Umbaus. Die Zweite Bürgermeisterin Eva Weber kündigte nun an, dass die Sanierungs-Arbeiten Ende 2019 Anfang 2020 abgeschlossen sein sollen. Wenn möglich, sollen die neuen Bewohner schrittweise einziehen. Zu denen zählt neben der Stadtverwaltung auch das Leopold-Mozart-Zentrum.

22 Millionen Euro für den Umbau

Nachdem die Räumlichkeiten für beide Institutionen zu klein wurden, erhalten sie hier eine neue Heimat. Zwei Stockwerke sind der städtischen Verwaltung vorbehalten. Weitere zwei Etagen dienen dem Leopold-Mozart-Zentrum. Ganz oben im vierten Stock wird ein Ensemble- und Übungsraum für Musikstudenten entstehen. Die verglaste Front bietet diesen einen Blick zum Theater und in das „Kultur-Viertel“. Der ehemalige Schaltersaal der Post wird dagegen zum Konzertsaal umgebaut. Die Sanierung kostet der Stadt Augsburg rund 22 Millionen Euro.

Ein Blick in die Augsburger Grottenau

Ideenwettbewerb für „Theater-Quartier“ geplant

Das Leopold-Mozart-Zentrum befindet sich mit der Grottenau mitten im kulturellen Zentrum der Stadt. Für das „Theater-Quartier“ soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 ein Ideenwettbewerb ausgelobt werden. Dieses umfasst voraussichtlich das Stadttheater bis hin zur Ludwigstraße, inklusive der Grottenau. Denkbar sei auch, über die Volkhart-Straße hinaus und bis zur Regierung von Schwaben ein einheitliches Konzept zu entwickeln, erklärte Baureferent Gerd Merkle kürzlich.

Stadt lässt Areal am Theater auf Kampfmittel überprüfen

Am Theater ist man derweil noch damit beschäftigt, das Dreieck zwischen Brechtbühne und Haupthaus auf Kampfmittel abzusuchen. Da das Denkmal im Zweiten Weltkrieg von einer Bombe getroffen wurde, sind Blindgänger in der Nähe nicht auszuschließen, erklärte der Baureferent. Bevor das Areal von den Archäologen untersucht wird, möchte Merkle auf das Einverständnis eines Experten warten. Im Mai und Juni sollen die Wissenschaftler dann auf das Bau-Gebiet dürfen. Parallel dazu laufen die Arbeiten auf der anderen Seite des Theaters bereits. Die General-Sanierung des Stadttheaters Augsburg zählt zu den Hauptzielen, die sich Merkle bereits 2014 gesteckt hatte.

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