Viele Unternehmen betroffen

Schärfere US-Strafzölle: Das sagen IHK Schwaben und vbw

Symbolbild. Exporte in die USA könnten teurer werden. Foto: klaas hartz / pixelio.de
Schon ab 1. Mai könnten auch für Europa höhere US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium anfallen. IHK Schwaben und vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. fürchten Exporteinbußen für Deutschland.

„Die IHK Schwaben ist alarmiert über jüngste Meldungen, wonach die Ausnahmeregelungen für die EU-Staaten von den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium offenbar nicht verlängert werden sollen. Auch die bayerisch-schwäbische Wirtschaft wäre von den Strafzöllen betroffen. Eine Blitzbefragung unter den metallverarbeitenden Betrieben mit USA-Geschäft im IHK-Bezirk hat ergeben, dass knapp die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen von den Strafzöllen betroffen wären“, erklärt Jana Lovell, Leiterin Geschäftsfeld International der IHK Schwaben.

Schwäbische Produkte würden ein Stück ihrer Wettbewerbsfähigkeit einbüßen

„In den Unternehmen herrscht noch große Unsicherheit, was dies konkret für sie bedeutet und wie sie in geeigneter Weise darauf reagieren sollten. Teilweise wäre wohl damit zu rechnen, dass Zollgebühren an US-Kunden weitergereicht würden. Dadurch würden sich schwäbische Produkte verteuern und ein Stück ihrer Wettbewerbsfähigkeit einbüßen“, so Lovell. „Die IHK appelliert an die Bundesregierung, sich im Verbund der EU-Staaten für eine gemeinsame Strategie auszusprechen. Dabei gilt es, sich weiterhin für die Rahmenbedingungen eines freien und fairen Welthandels einzusetzen.“

„Die USA sind der wichtigste Handelspartner des Freistaats Bayern“

Ähnlich schätzt Bertram Brossardt, vbw-Hauptgeschäftsführer die Lage ein: „Freier Handel und Direktinvestitionen zwischen dem Freistaat Bayern und den USA haben eine lange Tradition. Bayern lebt von seiner Exportstärke. Die USA sind der wichtigste Handelspartner des Freistaats Bayern. Im Jahr 2017 exportierte die bayerische Wirtschaft Waren im Wert von 21,499 Mrd. Euro in die USA. Das sind 11,2 Prozent des gesamten Exportes in Bayern. Strafzölle und Handelsbeschränkungen sind ein Schlag gegen den freien Welthandel und bergen die Gefahr einer Spirale des Protektionismus.“

190.000 Jobs bayerischer Unternehmen in den USA

„Bayerische Unternehmen sorgen in ihren US-Betriebsstätten für fast 190.000 Jobs und tragen durch direkte wirtschaftliche Aktivitäten 35,3 Milliarden Euro zur US-amerikanischen Wertschöpfung bei. Die Erfolgsgeschichte der bayerisch- US-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen müssen wir unbedingt fortschreiben“, so Brossardt abschließend.

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Schwäbische Produkte würden ein Stück ihrer Wettbewerbsfähigkeit einbüßen

„In den Unternehmen herrscht noch große Unsicherheit, was dies konkret für sie bedeutet und wie sie in geeigneter Weise darauf reagieren sollten. Teilweise wäre wohl damit zu rechnen, dass Zollgebühren an US-Kunden weitergereicht würden. Dadurch würden sich schwäbische Produkte verteuern und ein Stück ihrer Wettbewerbsfähigkeit einbüßen“, so Lovell. „Die IHK appelliert an die Bundesregierung, sich im Verbund der EU-Staaten für eine gemeinsame Strategie auszusprechen. Dabei gilt es, sich weiterhin für die Rahmenbedingungen eines freien und fairen Welthandels einzusetzen.“

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190.000 Jobs bayerischer Unternehmen in den USA

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