Konjunktur

IHK Schwaben: Das sind die Herausforderungen der Zukunft

Dr. Peter Lintner. und Dr. Andreas Kopton präsentieren die Ergebnisse. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Konjunktur der schwäbischen Wirtschaft läuft weiterhin auf Hochtouren. Doch das ist kein Garant für eine ebenso positive Zukunft.

Die aktuelle Umfrage der IHK Schwaben, an der sich 786 Unternehmen beteiligten, spiegelt die Stimmung in der Wirtschaft wieder. Trotz zum Teil schwieriger Rahmenbedingungen zeigen sich die Unternehmen optimistisch. „Uns wird eine große Zufriedenheit signalisiert. Das erleben wir nun fast im zehnten Jahr“, berichtet Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Die Einschätzung zur aktuellen wirtschaftlichen Situation übertrifft erneut die Werte aus der letzten Abfrage im Herbst.

Schwäbische Unternehmen sind sehr zufrieden

64 Prozent der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage mit gut. In der Bauwirtschaft sind es sogar 76 Prozent. „Der Bauboom ist nach wie vor ungebrochen“, betont Kopton. Die Auftragseingänge sind erneut gestiegen und über die Hälfte der Unternehmen sind voll ausgelastet. Zudem wollen rund ein Drittel der Unternehmen ihre Kapazitäten weiter ausbauen und in Mitarbeiter sowie Technologien investieren. Die Inlandsnachfrage pendelt sich auf einem hohen Niveau ein. Der Anteil der Unternehmen, die ein gestiegenes Auftragsvolumen im Inland verzeichnen konnten, liegt in der aktuellen Umfrage bei 37 Prozent.

Weiterhin gute Absatzchancen auch im Ausland

Die Entwicklung auf den Auslandsmärkten verlief etwas langsamer, aber weiterhin im positiven Bereich. „Die Diskussionen der verschiedenen Handelsbeziehungen allen voran mit Nordamerika und die protektionistischen Tendenzen einzelner Staaten bereiten unseren Unternehmen Sorgen, und zeigen erste Effekte beim Außenhandel“, so Kopton. Etwa ein Drittel der Unternehmen konnte steigende Aufträge im Ausland verzeichnen. Stabil und mit einer weiterhin positiven Entwicklung zeigten sich die Märkte der europäischen Union, und mit leicht geringeren Wachstumsraten die Märkte im restlichen Europa. Die Entwicklung auf dem chinesischen Markt ist hingegen weiter gut. 31 Prozent aller Unternehmen berichten von einem gestiegenen Auftragsvolumen.

Einige Herausforderungen in Zukunft

Dennoch stehen die Unternehmen in Zukunft vor einigen Herausforderungen. „Die Lage ist gut, aber die Stimmung nicht wegen den Zukunftskomponenten“, betont Dr. Peter Lintner, Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik. Risiken für die weitere Entwicklung sehen die Unternehmen vor allem in der angespannten Arbeitsmarktsituation. Die Verfügbarkeit von Fachkräften gepaart mit der Sorge um steigende Arbeitskosten wird die zukünftige Wirtschaftsleistung maßgeblich beeinflussen. Bedeutend für die weitere Entwicklung ist auch das wirtschaftspolitische Umfeld. Vor allem die Diskussion um Dieselmotoren oder die DSGVO wurden als kritische Faktoren genannt.

Darüber hinaus gaben 40 Prozent an, es sei problematisch, sich zu erweitern. Grund dafür sind fehlende Flächen. „Es geht uns nach wie vor sehr gut, aber wir haben viele Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt“, so das Fazit von Kopton.

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Die aktuelle Umfrage der IHK Schwaben, an der sich 786 Unternehmen beteiligten, spiegelt die Stimmung in der Wirtschaft wieder. Trotz zum Teil schwieriger Rahmenbedingungen zeigen sich die Unternehmen optimistisch. „Uns wird eine große Zufriedenheit signalisiert. Das erleben wir nun fast im zehnten Jahr“, berichtet Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Die Einschätzung zur aktuellen wirtschaftlichen Situation übertrifft erneut die Werte aus der letzten Abfrage im Herbst.

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64 Prozent der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage mit gut. In der Bauwirtschaft sind es sogar 76 Prozent. „Der Bauboom ist nach wie vor ungebrochen“, betont Kopton. Die Auftragseingänge sind erneut gestiegen und über die Hälfte der Unternehmen sind voll ausgelastet. Zudem wollen rund ein Drittel der Unternehmen ihre Kapazitäten weiter ausbauen und in Mitarbeiter sowie Technologien investieren. Die Inlandsnachfrage pendelt sich auf einem hohen Niveau ein. Der Anteil der Unternehmen, die ein gestiegenes Auftragsvolumen im Inland verzeichnen konnten, liegt in der aktuellen Umfrage bei 37 Prozent.

Weiterhin gute Absatzchancen auch im Ausland

Die Entwicklung auf den Auslandsmärkten verlief etwas langsamer, aber weiterhin im positiven Bereich. „Die Diskussionen der verschiedenen Handelsbeziehungen allen voran mit Nordamerika und die protektionistischen Tendenzen einzelner Staaten bereiten unseren Unternehmen Sorgen, und zeigen erste Effekte beim Außenhandel“, so Kopton. Etwa ein Drittel der Unternehmen konnte steigende Aufträge im Ausland verzeichnen. Stabil und mit einer weiterhin positiven Entwicklung zeigten sich die Märkte der europäischen Union, und mit leicht geringeren Wachstumsraten die Märkte im restlichen Europa. Die Entwicklung auf dem chinesischen Markt ist hingegen weiter gut. 31 Prozent aller Unternehmen berichten von einem gestiegenen Auftragsvolumen.

Einige Herausforderungen in Zukunft

Dennoch stehen die Unternehmen in Zukunft vor einigen Herausforderungen. „Die Lage ist gut, aber die Stimmung nicht wegen den Zukunftskomponenten“, betont Dr. Peter Lintner, Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik. Risiken für die weitere Entwicklung sehen die Unternehmen vor allem in der angespannten Arbeitsmarktsituation. Die Verfügbarkeit von Fachkräften gepaart mit der Sorge um steigende Arbeitskosten wird die zukünftige Wirtschaftsleistung maßgeblich beeinflussen. Bedeutend für die weitere Entwicklung ist auch das wirtschaftspolitische Umfeld. Vor allem die Diskussion um Dieselmotoren oder die DSGVO wurden als kritische Faktoren genannt.

Darüber hinaus gaben 40 Prozent an, es sei problematisch, sich zu erweitern. Grund dafür sind fehlende Flächen. „Es geht uns nach wie vor sehr gut, aber wir haben viele Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt“, so das Fazit von Kopton.

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