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Rückhaltebecken bei Dinkelscherben genehmigt
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Landratsamt Augsburg

Rückhaltebecken bei Dinkelscherben genehmigt

 Rückhaltebecken wie hier in Altlussheim können das Übertreten von Gewässern verhindern, Foto:  Public Domain AnRo0002

Der Landkreis Augsburg trifft weitere Vorkehrungen für das nächste Jahrhunderthochwasser. Das neue Rückhaltebecken für Siefenwang bei Dinkelscherben ist vom Landratsamt Augsburg abgesegnet. Damit wird der Hochwasserschutz in Dinkelscherben, Zusmarshausen und Altenmünster verbessert.

In der Region gibt es immer noch verheerende Lücken im Hochwasserschutz. Das diesjährige Hochwasser bewies, welche katastrophalen Auswirkungen diese Defizite haben können. Um die Region vor den Auswirkungen eines Jahrhunderthochwassers zu schützen, hat das Landratsamt Augsburg nun das Rückhaltebecken Siefenwang bei Dinkelscherben genehmigt. Der Planfeststellungsbeschluss für den Neubau wurde offiziell bekannt gegeben. Es ist ein wichtiger Bestandteil für den Gesamtschutz an dem Fluss Zusam, um die betroffenen Gemeindegebiete vor den Auswirkungen eines Übertretens zu bewahren. Vor allem der Markt Dinkelscherben sowie für die Unterliegergemeinden Zusmarshausen und Altenmünster werden von dem Rückhaltebecken profitieren.

Auf das Schlimmste vorbereitet sein

Ein Jahrhunderthochwasser bezeichnet nicht ein bestimmtes Ereignis. Es ist ein statistischer Mittelwert. Es bezeichnet die Pegelhöhe eines Gewässers, die im Mittel alle 100 Jahre auftritt. In diesem Fall sind das 1.250.000 m³. Das nun genehmigte Bauvorhaben wird sich in geschwungener Linie quer durch das Zusamtal, südlich der Bahnlinie Augsburg-Ulm schlängeln. Der Damm wird 250 Meter lang und maximal 2,50 Meter hoch sein. Des Weiteren ist auch eine Rückstauklappe im Auengraben südöstlich des geplanten Dammbauwerks vorgesehen. Damit könne die Überstauung von landwirtschaftlichen Flächen in Richtung Untersbach bei häufigen Niederschlagsereignissen verhindert werden, so Stefan Eiblmaier, Abteilungsleiter Umweltrecht, am Landratsamt Augsburg. Durch bessere Planung wird die Einstaufläche um 20 Prozent reduziert und die Einstauhöhe ebenfalls um 30 Zentimeter verringert. Es sind auch Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung und Ausgleichsmaßnahmen geplant. Damit werden stark begradigte Abschnitte nach dem Dammbauwerk renaturiert und der Flussverlauf verlängert.

Zum Schutz von Leib, Leben und Eigentum

Hauptausschlaggebend für die neuen Hochwasserschutzmaßnahmen waren die Hochwasser in den Jahren 2000, 2002 und 2005. Hier kam es im Markt Dinkelscherben und teilweise auch im Bereich der Gemeinde Ustersbach durch das Übertreten der Zusam zu enormen Sachschäden. Vor allem in Dinkelscherben müsse der Hochwasserschutz ausgebaut werden. Aufbauend auf Studien des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth wurde das Gesamtkonzept des Rückhaltebeckens bei Siefenwang ausgearbeitet. „An der Herstellung des Hochwasserschutzes für Dinkelscherben sowie für die Unterliegergemeinden besteht ein erhebliches öffentliches Interesse“, so Eiblmaier, „sie ist nicht nur aus wasserwirtschaftlicher Sicht dringend geboten.“

Hochwasserschutz ist auf einem guten Weg

Einwände und Anregungen, die während des Planfeststellungsverfahrens geäußert wurden, sind, soweit rechtlich oder fachlich vertretbar, berücksichtigt worden. Dabei flossen auch viele Vorgaben in die Planung ein, unter anderem zum Naturschutz, zur Beweissicherung und zu Entschädigung der vom Einstau betroffenen landwirtschaftlichen Flächen. Eiblmaier ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Das Landratsamt Augsburg schafft mit der Genehmigung die rechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung des Rückhaltebeckens. Es leistet damit einen weiteren bedeutenden Beitrag zum Hochwasserschutz in der Region und bewahrt damit die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten wirksam vor Gefahren für Leib, Leben und Eigentum.“

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