Rudolf Wöhrl AG

Rudolf Wöhrl AG schließt Filialen – Schwaben nicht betroffen

Die Wöhrl-Filiale in Augsburg bleibt geöffnet. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Die Rudolf Wöhrl AG trennt sich bundesweit von vier Standorten. Das sind weniger, als zunächst gedacht.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Betroffen sind insgesamt rund 150 Mitarbeiter in Nürnberg-Langwasser, München, Roth und Berlin. Sie erhalten Möglichkeit, sich auf freie Stellen in benachbarten Filialen zu bewerben. Die Schließungen sollen – je nach Standort – im Laufe der kommenden sechs Monate erfolgen.

Schließungen sind Teil des Sanierungsplans von Wöhrl

Dieser Schritt ist ein wesentlicher Bestandteil der Restrukturierung des Unternehmens. Anfang September hatte die Rudolf Wöhrl AG die Eröffnung eines Schutzschirm-Verfahrens beantragt. Der Vorstand hat nun bis Ende November Zeit, einen Sanierungsplan auszuarbeiten. Ziel ist es, die Wöhrl-Gruppe als Ganzes zu erhalten. Dazu wird nach einem geeigneten Investor gesucht.

Weniger Standorte als zunächst gedacht sind betroffen

Zunächst hatte der Vorstand die Schließung von sechs bis zehn Filialen als notwendig erachtet. Nun sind mit vier von 34 Standorten weniger betroffen, als ursprünglich angenommen. Gleichzeitig will Wöhrl weiterhin in das Filialnetz investieren, um für Kunden attraktiver zu werden.

Potentiale aller Standorte zuvor geprüft

Der Entschluss fiel durch Vorstand und Aufsichtsrat. Zuvor hatte der Gläubiger-Ausschuss einstimmig zugestimmt. Diesem Schritt ging eine Prüfung aller Wöhrl-Standorte in Süd- und Ostdeutschland auf ihre langfristigen Wachstums- und Ertragspotenziale voraus. Dabei wurden solide, profitable Filialen ebenso gefunden wie Standorte, deren weitere wirtschaftliche Entwicklung Wöhrl beobachten will. Bei den vier Filialen, die geschlossen werden, geht Wöhrl davon aus, dass diese auch durch gezielte Maßnahmen nicht nahhalitg profitabel betrieben werden können.

Wöhrl trennt sich von „nachhaltig unprofitablen Standorten“

Dr. Christian Gerloff, Chief Restructuring Officer, erklärt: „Die Filialschließungen sind leider unerlässlich, um Wöhrl wieder nachhaltig in die Profitabilität zurückzuführen und als Ganzes erhalten zu können. Bei allen Standorten, die betroffen sind, sehen wir auch unter Annahme günstigster Rahmenbedingungen langfristig nicht die Chance, dass sie einen positiven Ergebnisbeitrag für unsere Gruppe leisten können.“ Andreas E. Mach, Vorstandsvorsitzender, ergänzt: „Die Sanierung von Wöhrl kann nicht bei Kostensenkungen stehenbleiben. Wir müssen auch unser Modeangebot attraktiver gestalten und unseren Kunden ein inspirierendes Einkaufserlebnis mit einer guten Beratung bieten. Deswegen ist es richtig, beschlossene Investitionen in die Standorte zu tätigen und attraktive Warenangebote anzubieten, sich aber auch von nachhaltig unprofitablen Standorten zu trennen.“

Augsburger Innenstadt behält Wöhrl

Augsburg zählt nicht zu diesen unprofitablen Filialen und bleibt daher erhalten. Dies begrüßte auch Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg. „Eine gute Nachricht für unsere Augsburger Innenstadt und für das Modehaus mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Weber. Besonders in Hinblick auf das Einzelhandels-Entwicklungskonzept ist es für Augsburg wichtig, stationären Handel zu halten. „Wöhrl ist nicht nur ein Magnet für die ‎Innenstadt, sondern auch ein wichtiger Partner im langfristigen Prozess einer positiven Innenstadtentwicklung.“

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Weniger Standorte als zunächst gedacht sind betroffen

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Potentiale aller Standorte zuvor geprüft

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Augsburg zählt nicht zu diesen unprofitablen Filialen und bleibt daher erhalten. Dies begrüßte auch Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg. „Eine gute Nachricht für unsere Augsburger Innenstadt und für das Modehaus mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Weber. Besonders in Hinblick auf das Einzelhandels-Entwicklungskonzept ist es für Augsburg wichtig, stationären Handel zu halten. „Wöhrl ist nicht nur ein Magnet für die ‎Innenstadt, sondern auch ein wichtiger Partner im langfristigen Prozess einer positiven Innenstadtentwicklung.“

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