B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Römisches Museum: So viel investiert die Stadt tatsächlich
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Stadt Augsburg

Römisches Museum: So viel investiert die Stadt tatsächlich

 Römisches Museum Augsburg. Foto: Siegfried Kerpf / Stadt Augsburg

Laut Medienberichten wurde die Neueröffnung des Römischen Museums in Augsburg verschoben, bevor die Sanierungsarbeiten überhaupt begonnen haben. Schuld daran sei laut einer regionalen Tageszeitung der Sparkurs von Finanzreferentin Eva Weber. Sie dementiert.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Wirtschaftsreferentin Eva Weber wolle 250.000 Euro Haushaltsgeld für das Projekt „Römisches Museum“ streichen, titelte diese Woche ein regionales Blatt. Auf diese Vorwürfe reagierte die Stadt Augsburg umgehend. In einem offiziellen Statement betont Wirtschaftsreferentin und Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, Eva Weber, dass die Stadt Augsburg sich sehr wohl finanziell für das römische Erbe der Stadt engagiere.

Stadtrat entscheidet über finanzielle Mittel

Weber betont, dass derzeit bei der Bereitstellung städtischer Mittel ganz besonderes Augenmerk darauf gelegt wird, all jene Projektbausteine zu realisieren, die Voraussetzungen für eine neue und zukunftsfähige museale Präsentation sind. „Welche Mittel in den Haushaltsberatungen 2015 dann tatsächlich den einzelnen Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden, entscheidet einzig und allein der Stadtrat“, so Weber. Für die Neukonzeption des Römischen Museums gibt es eine Reihe zahlreicher Maßnahmen, die zwingend notwendig sind. Um die Zeit bis zu deren Realisierung zu überbrücken, wurde eine Interimsausstellung im Zeughaus beschlossen.

Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Gelder werden mit nach 2015 genommen

Inklusive der baulichen Verbesserungen in der Toskanischen Säulenhalle wurden bereits ab 2013 Mittel zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2014 waren das knapp 500.000 Euro. Nachdem sich die fachliche Realisierung der Ausstellung jedoch aufgrund interner Probleme verzögert hatte, werden die Gelder in das nächste Jahr übertragen. ´

Eva Weber trifft Entscheidungen nicht allein

Für die Stadt Augsburg ist es nicht ersichtlich, wie es zu dem Vorwurf der Gelder-Streichung gekommen ist. Und auch Eva Weber erklärt ihre Vorgehensweise bei der Verteilung der Gelder. „Streichungen oder Streckungen von Haushaltsmitteln ohne Rückkopplung mit den Kollegen gibt es bei mir nicht. Die fachliche Verantwortung und Einschätzung der Kollegen hat für mich einen hohen Stellenwert“, so Weber. Das bestätigt auch Kulturreferent Thomas Weitzel: „Die Aufstellung des Haushaltsentwurfes 2015 wurde von der Finanzreferentin mit allen Kollegen intensiv und konstruktiv abgestimmt.“

Diese „Römer-Projekte“ werden noch umgesetzt

Auch aktuell forciert die Stadt Augsburg das Thema Römer in finanzieller Hinsicht. 2014 brachte die Stadt Augsburg bereits 3,1 Millionen Euro für das Projekt auf, 2015 werden es bei entsprechender Beschlussfassung durch den Stadtrat 4,4 Millionen Euro sein. Damit werden dann folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Aktuell wird die Dominikanerkirche untersucht und statisch saniert. Dafür stehen allein 1,5 Millionen Euro in 2014 zur Verfügung.
  • Im Oktober 2014 wurde die Planerwerkstatt „Römisches Museum“ abgeschlossen. Das Ergebnis war, dass eine museale Nutzung und Erweiterung unter Beibehaltung der Berufsschule III möglich ist. Auf der Grundlage der Planerwerkstatt kann nun die Kulturverwaltung ein gesamtstädtisches museales Konzept für die künftige Präsentation des römischen Erbes erarbeiten. Dieses wird bis Herbst 2015 erarbeitet.
  • Wenn dieses Konzept steht und von den zuständigen Gremien beschlossen wird, dass die Dominikanerkirche auch weiterhin das römische Museum bleibt, kann der Stadtrat die Auslobung für einen städtebaulichen, bzw. Hochbauwettbewerb beschließen. Hierfür stehen in 2014 bereits 75.000 Euro zur Verfügung, die aber bislang noch nicht in Anspruch genommen wurden. Diese Mittel werden vollständig auf 2015 übertragen. Weitere Ausgabentranchen sind in 2016 in Höhe von 250.000 Euro und in 2017 in Höhe von 100.000 Euro eingeplant. Die Bauverwaltung geht dabei von einer Zeitplanung aus, die nach Rechtskraft des Haushalts noch im Jahr 2015 die Erarbeitung ermöglicht. Ein Wettbewerb selbst könnte 2016 abgeschlossen werden.
  • Die wichtigste Voraussetzung für die Realisierung einer neuen Dauerausstellung (und natürlich auch einer Aufarbeitung der Funde) ist die bereits angelaufene Errichtung des neuen Zentraldepots der Stadtarchäologie auf dem aks-Gelände. Das insgesamt 9,4 Millionen Euro umfassende Projekt macht deutlich, welch großen Wert die Stadt auf ihr römisches Erbe legt. 

Artikel zum gleichen Thema