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Römisches Grabmal in Augsburg entdeckt
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Stadt Augsburg

Römisches Grabmal in Augsburg entdeckt

 Stadtarchäologie stellt Römisches Grabdenkmal vor
Das Grabdenkmal in der Werkstatt von Steinmetz Roth. Foto: B4BSCHWABEN

Am 11. September stellte die Augsburger Stadtarchäologie einen außergewöhnlichen archäologischen Fund vor. Bei Grabungen am Vincentinum war im Spätherbst 2012 ein 1.700 Jahre altes römisches Grabdenkmal gefunden worden. Das mehrteilige Grabdenkmal ist vollständig erhalten und genau deshalb ein sehr wertvoller Fund.

Hier finden Sie alle Bilder zur Vorstellung des Fundes. 

von Sebastian Scheiel, Online-Redaktion

Bei Steinmetz Roth an der Haunstetter Straße stellte die Stadtarchäologie Augsburg einen besonderen Fund vor. Bei archäologischen Grabungen im Vorfeld einer Baumaßnahme für eine Tiefgarage am Augsburger Vincentinum war 2012 ein römisches Grabdenkmal gefunden worden. Das Grabdenkmal ist rund 1.700 Jahre alt und vollständig erhalten. Darin liegt die Besonderheit des Fundes: Solche Funde sind in Deutschland bisher nur in Augsburg gemacht worden und dort auch erst zum dritten Mal. Das Vincentinum, als Bauherr eigentlicher Eigentümer aller gemachten Funde, übergab diese an die Stadt Augsburg.

Naturkatastrophe macht Fund erst möglich

Die Vollständigkeit des Fundes ist einer Naturkatastrophe im frühen Mittelalter zu verdanken. Damals war es üblich, dass Steinmonumente als Quelle für Baumaterial genutzt und zerstückelt wurden. Eine Hochwasserkatastrophe, ausgelöst durch den Lech, zerstörte im Frühmittelalter das Friedhofsareal. In dieser Zeit konnte der Lech große Kräfte, vor allem bei der Schneeschmelze bekommen, da es keine Staustufen gab. So lässt es sich auch erklären, dass er das zwei Tonnen schwere Grabmonument mitreißen und unter einer drei Meter dicken Kiesschicht begraben konnte.Dies sicherte das Monument in seiner Ganzheit der Nachwelt. 

Rekonstruktion nicht einfach 

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Das Monument konnte zwar komplett rekonstruiert werden, doch waren die Arbeiten dazu nicht leicht. Das Monument wurde in mehreren Einzelteilen gefunden. In der richtigen Zusammensetzung dieser bestand die große Schwierigkeit, erklärte Gerhard Roth, Diplomsteinmetz und Restaurator des Denkmals. Weiter konnten bei der Restaurierung neue Erkenntnisse gewonnen werden. Teile des Denkmals urprünglich in zwei anderen Monumenten verbaut. Erst in der dritten Nutzung wurde es als das Grbmonument verwendet, als welches es gefunden wurde. Dabei handelt es sich um ein Grabmal des wohlsituierten Augsburger Bürger Burius für seine beiden jung verstorbenen Kinder. In der Inschrift wird auf die thrakische Abstammung von Burius verwiesen, die ihm scheinbar sehr wichtig war. Daran ist erkennbar, wie mobil die Menschen damals schon waren, denn Thrakien liegt im heutigen Nordostgriechenland.

Augsburg eine wahre archäologische Schatztruhe

Die Bedeutung der Stadt Augsburg in der Römerzeit wird durch solche Entdeckungen klar. In kaum einer anderen deutschen Stadt werden in einer derartigen Regelmäßigkeit und Fülle Funde aus der Römerzeit gemacht. Um die Bedeutung dieses Fundes besser einordnen zu können, hilft es, einen Blick auf die römischen Münzen zu werfen. Seit Gründung der Stadtarchäologie 1978 wurden etwa 16.500 Münzen gefunden. Allein mit der aktuellen Ausgrabung kamen 3.200 neue dazu. Diese sind bis jetzt jedoch noch nicht ausgewertet. Diese Funde sind Fluch und Segen zugleich. Einerseits geben sie Aufschluss über die Geschichte Augsburgs, andererseits belasten sie Bauherren finanziell und verzögern Bauvorhaben. Dennoch betonte Michael Popfinger, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Vinzentinums, die Wichtigkeit, die Geschichte zu kennen und bedankte sich für die zügige Arbeit der Archäologen. Wo und wann das Grabdenkmal zu sehen sein wird, ist ungewiss, da es aufgrund seines Gewichtes nicht im Römischen Museum gezeigt werden kann. 

Am 11. September stellte die Augsburger Stadtarchäologie einen außergewöhnlichen archäologischen Fund vor. Bei Grabungen am Vincentinum war im Spätherbst 2012 ein 1.700 Jahre altes römisches Grabdenkmal gefunden worden. Das mehrteilige Grabdenkmal ist vollständig erhalten und genau deshalb ein sehr wertvoller Fund. 

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