Versorgung von 1.397 Patienten

Rettungs-Hubschrauber startete 2017 in Augsburg 1.507 Mal

1.507 Mal startete der Augsburger Hubschrauber der ADAC Luftrettung 2017. Foto: Markus Winkler
Im vergangenen Jahr leistete der Augsburger Hubschrauber der ADAC Luftrettung „Christoph 40“ 1.507 Rettungsflüge. Dabei kam er 1.397 Patienten zu Hilfe.

2016 waren es noch 1.364 Einsätze gewesen. Damit nahm das Einsatz-Aufkommen um 10,5 Prozent zu.

Darum flog der ADAC-Hubschrauber „Christoph 40“ im vergangenen Jahr aus

1.292 Alarme und damit 85,7 Prozent waren sogenannte Primäreinsätze: In dem Fall hatte „Christoph 40“ die Funktion, den Notarzt schnell zum Patienten zu bringen. Der Kliniktransport konnte jedoch durch den Rettungswagen durchgeführt werden. In anderen Fällen übernahm die Hubschrauber-Crew neben der Behandlung auch den Flug in eine weiter entfernte Fachklinik. 90 Einsätze und damit sechs Prozent waren Sekundärtransporte. Dabei wurde ein Patient von einem Krankenhaus niedriger Versorgungsstufe in ein Spezialklinikum mit erweiterten Therapie-Möglichkeiten gebracht. 125 Flüge waren Fehleinsätze.

ADAC Luftrettung: Das sind die meisten Einsatzorte in Bayern

In Bayern gibt es neben Augsburg die ADAC Luftrettungs-Stationen in Bayreuth, Dinkelsbühl, Ingolstadt, München, Murnau, Ochsenfurt und Straubing. Zusätzlich werden „Christophorus Europa 3“ aus dem oberösterreichischen Suben, „Christoph 22“ aus dem baden-württembergischen Ulm und „Christoph 28“ aus dem hessischen Fulda grenzübergreifend eingesetzt. Sie absolvierten im vergangenen Jahr im Freistaat 12.971 Flüge. Damit führt Bayern die Liste der Einsatzorte in den Bundesländern an. Hier befinden sich acht der insgesamt 37 ADAC Luftrettungsstationen.

Täglich rund 150 Flüge

Insgesamt sind die Hubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung im Jahr 2017 zu rund 54.500 Notfällen gestartet. Damit blieb die Zahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im Durchschnitt hoben die ADAC Luftrettungs-Crews rund 150 Mal am Tag ab. Die Zahl der versorgten Patienten lag mit mehr als 49.000 ebenfalls annähernd auf Vorjahresniveau. Bei ihren oft lebensrettenden Einsätzen legten die ADAC Rettungshubschrauber rund 3,6 Millionen Kilometer zurück. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten.

Einsatzursache Nummer eins waren mit fast 50 Prozent erneut internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. In je zwölf Prozent der Fälle wurden die Lebensretter zu neurologischen Notfällen wie zum Beispiel einem Schlaganfall sowie zu Freizeitunfällen gerufen. Bei zehn Prozent war ein Verkehrsunfall die Ursache.

ADAC will Betriebszeiten ausweiten

Eine Herausforderung für Mensch und Maschine sind Flüge in der Dämmerung. Geschäftsführer Frédéric Bruder hält in der Zukunft eine Ausweitung der Betriebszeiten und damit deutlich mehr Flüge in der Dämmerung für unabdingbar. „In viel zu vielen Regionen in Deutschland entscheiden nach wie vor die Uhrzeit und der Wohnort über die schnelle lebensrettende Hilfe aus der Luft“, kritisiert Bruder. Bisher werden Rettungshubschrauber in den meisten Städten und Gemeinden nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingesetzt. Wer davor oder danach in Lebensgefahr ist, dem kann aus der Luft nicht geholfen werden. Technisch möglich sind Nachtflüge durch hochmoderne Rettungshubschrauber. Ab dem Frühjahr soll ein solcher Hubschrauber auch in Ulm eingesetzt werden.

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2016 waren es noch 1.364 Einsätze gewesen. Damit nahm das Einsatz-Aufkommen um 10,5 Prozent zu.

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Täglich rund 150 Flüge

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Einsatzursache Nummer eins waren mit fast 50 Prozent erneut internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. In je zwölf Prozent der Fälle wurden die Lebensretter zu neurologischen Notfällen wie zum Beispiel einem Schlaganfall sowie zu Freizeitunfällen gerufen. Bei zehn Prozent war ein Verkehrsunfall die Ursache.

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