B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

B4B Schwaben
 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Reiches Windenergie-Pläne würden die Region hart treffen
Windenergie-Ausschreibungen

Reiches Windenergie-Pläne würden die Region hart treffen

Symbolbild. Die Bundesregierung plant den Ausbau von Windenergie. Foto: stock.adobe.com / Anselm
Symbolbild. Die Bundesregierung plant den Ausbau von Windenergie. Foto: stock.adobe.com / Anselm

Bei den jüngsten Windenergie-Ausschreibungen des Bundes gehen nur wenige Projekte nach Bayern. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert schnelle Gegenmaßnahmen.

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger kritisiert die aktuellen Ergebnisse der Windenergie-Ausschreibungen des Bundes. Nach der jüngsten Runde sieht er eine strukturelle Benachteiligung des Südens. Besonders Bayern sei betroffen.

Die Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur endete am 31. März. Bundesweit erhielten rund 440 Projekte einen Zuschlag. Nur fünf dieser Vorhaben entfallen auf Bayern.

Kritik am bestehenden System

Aiwanger sieht die Ursache im aktuellen Vergabesystem. Dieses orientiere sich stark an hohen Winderträgen. „Es kann nicht sein, dass Bayern als großer Industriestandort mit hohem Strombedarf bei den Zuschlägen für Windkraft quasi leer ausgeht. Das derzeitige System benachteiligt den Süden strukturell, weil es einseitig auf hohe Winderträge setzt. Das ist energiepolitisch zu kurz gedacht“, betont Aiwanger.

Der Minister fordert kurzfristige Maßnahmen. Aus seiner Sicht reichen die bisherigen Planungen des Bundes nicht aus. „Der Bund wartet auch hier wieder zu lange. Die zusätzlichen Ausschreibungen erst ab 2027 helfen uns aktuell nicht weiter“, kritisiert Aiwanger. Es brauche eine Lösung, damit geplante Projekte zügig umgesetzt werden können. „Ich fordere eine vorgezogene Sonderausschreibung bereits im Jahr 2026 sowie eine stärkere regionale Steuerung der Vergaben", so Aiwanger.

Zusätzliche Ausschreibungen geplant

Grundlage der aktuellen Diskussion ist das Klimaschutzprogramm des Bundes. Dieses sieht zusätzliche Ausschreibungen vor. Auch das Referenzertragsmodell soll weiterentwickelt werden. Aiwanger bewertet diese Schritte grundsätzlich positiv. „Das sind richtige Schritte, weil sie endlich anerkennen, dass der Ausbau regional ausgewogener erfolgen muss - das senkt auch die Netzkosten", erklärt Aiwanger.

Zur Umsetzung verweist Aiwanger auf eine Initiative Bayerns im Bundesrat. Diese findet nach seinen Angaben breite Unterstützung. Gefordert wird eine zusätzliche Sonderausschreibung für Windenergie im Jahr 2026. Das geplante Volumen liegt bei fünf Gigawatt.

Artikel zum gleichen Thema