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Andreas Haller, Gründer und Gesicht des E‑Nutzfahrzeug-Spezialisten Quantron, erweitert seine Aktivitäten um ein neues Geschäftsfeld. Mit Haller Capital geht eine eigenständige Plattform für Green-Tech- und Infrastrukturfinanzierungen an den Start. Zum Markteintritt plant das Unternehmen die Emission eines Green Bonds über 2,5 Millionen Euro, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Haller Capital richtet sich nach eigenen Angaben an kleine und mittelständische Unternehmen, Kommunen sowie Flottenbetreiber, die Investitionen in emissionsfreie Mobilitäts- und Infrastrukturprojekte planen. Finanziert werden sollen batterie- und wasserstoffbasierte Nutzfahrzeuge sowie Lade- und Energieinfrastruktur.„Gerade kleine und mittelständische Unternehmen verfügen häufig nicht über die notwendige Bilanzstärke, um hohe Investitionen in neue Mobilitäts- und Infrastrukturlösungen abzubilden. Gleichzeitig wächst der wirtschaftliche und regulatorische Druck zur Transformation. Genau hier setzen wir mit Haller Capital an“, sagt Andreas Haller, CEO und Inhaber der Haller Group.
Im Mittelpunkt des Angebots steht das Modell Fleet Transformation as a Service (FTaaS). Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und begleitende Dienstleistungen sollen dabei nicht verkauft, sondern über langfristige Miet- und Servicemodelle bereitgestellt werden. Ziel ist es, Investitionen in laufende Kosten zu überführen. Ob und in welchem Umfang sich dadurch wirtschaftliche Vorteile für Kunden ergeben, hängt unter anderem von Vertragslaufzeiten, Auslastung und Betriebskosten ab.
Die Finanzierung der Assets soll über den Kapitalmarkt erfolgen. Der geplante Green Bond bildet nach Unternehmensangaben den Auftakt einer Reihe weiterer Finanzierungsinstrumente. Konkrete Angaben zu Laufzeit, Verzinsung oder Besicherung des Bonds liegen bislang nicht vor.
Green Bonds haben sich in den vergangenen Jahren als Instrument nachhaltiger Finanzierung etabliert. Gleichzeitig gelten Investitionen in emissionsfreie Nutzfahrzeuge – insbesondere im Wasserstoffbereich – als kapitalintensiv und abhängig von regulatorischen Rahmenbedingungen, Förderprogrammen und dem Ausbau der Infrastruktur. Entsprechend stark schwankt die wirtschaftliche Bewertung einzelner Projekte.
Vor diesem Hintergrund wird entscheidend sein, ob die finanzierten Assets tatsächlich stabile und langfristig planbare Cashflows generieren können. Für Investoren ebenso wie für Kunden bleibt zunächst offen, wie Haller Capital Risiken zwischen Finanzierungsgesellschaft, Kapitalgebern und Nutzern verteilt.
Der Start von Haller Capital erfolgt im Zuge der Neuaufstellung der Unternehmensgruppe rund um Andreas Haller. Die Quantron AG hatte Ende 2024 Insolvenz angemeldet. Im Frühjahr 2025 übernahm die Andreas Haller Holding GmbH im Rahmen eines Asset-Deals wesentliche Vermögenswerte und den operativen Geschäftsbetrieb. Der ursprüngliche Rechtsträger blieb dabei nicht erhalten.
Parallel dazu wurde der Augsburger Elektrifizierungsspezialist Pepper übernommen. Gemeinsam mit weiteren Gesellschaften agieren die Unternehmen inzwischen als Business Units innerhalb eines neu strukturierten Portfolios. Ziel der Bündelung ist es, Fahrzeugtechnik, Serviceleistungen und Finanzierung enger miteinander zu verzahnen.
Im Zuge der Neuordnung kam es auch zu Veränderungen auf Führungsebene. Andreas Haller hat die operative Leitung von Quantron abgegeben. Seit Oktober 2025 steht Andreas Hager, zuvor Geschäftsführer von Pepper, an der Spitze des Unternehmens. Haller selbst konzentriert sich auf strategische Aufgaben innerhalb der Gruppe und den Aufbau neuer Geschäftsfelder.
Die Haller Group ist ein familiengeführtes Industrieunternehmen in fünfter Generation, gegründet im Jahr 1882, mit einer über 140-jährigen Geschichte und einem Fokus auf industrielle Transformation, Technologie und nachhaltige Wertschöpfung.