Corona-Krise

Premium Aerotec plant 1.000 Stellen in Augsburg zu streichen

Die Airbus-Tochter Premium Aerotec hat angekündigt, deutschlandweit rund 2800 Stellen abbauen zu wollen. Nun gab das Unternehmen bekannt, wie viele Arbeitsplätze in Augsburg gefährdet sind.

Das Unternehmen Premium Aerotec hat am Freitag angekündigt, insgesamt 2.800 Stellen in Deutschland abzubauen. Nun gab das Unternehmen die Zahlen für die einzelnen Standort bekannt. In Augsburg sind rund 1.000 Beschäftigte betroffen, in Bremen rund 160, in Nordenham 1100 und in Varel 540 Stellen.

Update: Wirtschaftsminister trifft Premium Aerotec-Spitze in Augsburg

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat nach einem Treffen mit Spitzenvertretern von Premium Aerotec in Augsburg  am Mittwoch angekündigt, sich für eine Erhöhung der Technologieförderung in Bayern und Deutschland einzusetzen. Aiwanger: „Wir dürfen nicht abwarten, bis die Krise vorbei ist. Es braucht jetzt mehr Geld für Luftfahrt-Forschung inklusive der Entwicklung umweltfreundlicher Wasserstoffantriebe. Wir müssen jetzt in die Zukunft investieren, um die Luftfahrtunternehmen zu unterstützen und Industriearbeitsplätze zu erhalten."

Bayern hat bereits mit der Förderinitiative zur Steigerung der Produktivität und der Materialeffizienz in der Luftfahrtindustrie (BayLu25) vorgelegt. Bis 2023 werden mit dem Programm 20 Millionen Euro investiert. Aiwanger: „Premium Aerotec ist ein Star der Luftfahrtbranche und hat wie alle anderen Antragsteller Chancen, durch BayLu25 unterstützt zu werden." An die Bundesregierung appellierte Aiwanger, die Kurzarbeitrregelung in Deutschland bis Ende 2021 zu verlängern.  Aiwanger: „Dieses Instrument hilft den Unternehmen und den Beschäftigten, die Krise zu überstehen und anschließend die Produktion schnell wieder hochzufahren."

Aiwanger: „Aerotec-Beschäftigte brauchen neue Perspektiven"

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger äußerte sich am Montag zu dem Stellenabbau in Augsburg: „Das ist sehr bitter für Augsburg. Wir kämpfen dafür, dass dies sozialverträglich abläuft. Ich bin dazu in Gesprächen mit Vorstandschef Thomas Ehm, auch um das Unternehmen zukunftsfähig zu halten.“ Die gesamte Luft- und Raumfahrtindustrie in Bayern ist sehr stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. „Ein Drittel aller deutschen Arbeitsplätze dieser Branche ist in Bayern“, erklärte der Staatsminister. „Um dieser strategisch wichtigen Industrie in der schwersten Krise der Luft-und Raumfahrt der Nachkriegszeit eine Zukunftsperspektive bieten zu können, müssen Unternehmen und der Freistaat an einem Strang ziehen.“  

Verhandlungen mit Gewerkschaften geplant 

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Als Grund für den Stellenabbau gibt das Unternehmen die Corona-Krise an. „Die deutschen Standorte des Luftfahrtzulieferers Premium Aerotec stehen aufgrund des von Airbus angekündigten Corona-bedingten Einbruchs des Auslastungsvolumens vor der Herausforderung einer notwendigen Kapazitätsanpassung in der Größenordnung von 2.800 Beschäftigten“, teilte das Unternehmen mit. 

„Wir bedauern diese Entwicklung und hätten sie gerne vermieden“, sagte Premium Aerotec CEO Dr. Thomas Ehm am Freitag. „Die Premium Aerotec Geschäftsführung wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen, die notwendige Anpassung der Beschäftigung in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern so sozial wie möglich zu gestalten,“ teilte Ehm weiter mit. Über eine Verlängerung der Kurzarbeit und Forschungsmittel könnten aber Stellen gerettet werden.

Hintergrund: Mutterkonzern Airbus baut 15.000 Stellen ab

Weltweit will der Mutterkonzern von Premium Aerotec, Airbus, bis spätestens Sommer 2021 15.000 Stellen abbauen. Der Konzern will 5.000 Stellen in Frankreich, 900 in Spanien, 1.700 in Großbritannien und 5.100 Positionen in Deutschland sowie 1.300 Stellen an den anderen weltweiten Standorten streichen. Die Einzelheiten dieses Plans müssten noch mit den Sozialpartnern abgestimmt werden. Betriebsbedingte Kündigungen könnten nicht ausgeschlossen werden, hieß es weiter. 

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