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Possehl übernimmt manroland Augsburg!
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manroland/Schneider Geiwitz & Partner

Possehl übernimmt manroland Augsburg!

Der Gläubigerrat einigte sich am Mittwoch Nachmittag auf eine stabile Investoren-Lösung für die insolvente manroland AG. Der Fortbestand aller drei manroland-Standorte ist damit gesichert. Das Augsburger manroland-Werk übernimmt die Possehl-Gruppe. 500 Stellen werden in Augsburg gestrichen.

Zu einer einvernehmlichen Lösung auf ein Investorenkonzept für die insolvente manroland AG ist am Mittwoch Nachmittag der Gläubigerbeirat des Unternehmens unter Leitung des vorläufigen Insolvenzverwalters, Wirtschaftsprüfer Werner Schneider, und des Generalbevollmächtigten der manroland Dr. Frank Kebekus gekommen. Auf der Sitzung wurde die Aufteilung des Unternehmens in drei eigenständige Teilbereiche als die bessere Lösung favorisiert. „Es war unser gemeinsames Ziel, das Unternehmen an Investoren weiter zu geben, die an einer langfristigen und eigenständigen Fortführung des Unternehmens interessiert sind“, erklärte manroland-Insolvenzverwalter Werner Schneider. Er nannte als wesentliche Entscheidungs-Kriterien des Gläubigerbeirates die vorliegenden Betriebskonzepte, die geplante Übernahme von Beschäftigten sowie die schnelle Umsetzbarkeit der Verkaufsverträge.

Die Situation bei manroland in Augsburg und Plauen

Nach dem vorliegenden Konzept wird der manroland-Produktionsstandort Augsburg mit dem Produktionsbereich Rollen-Drucksysteme an die Unternehmensgruppe Possehl veräußert. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Lübecker Familienunternehmen wird zudem langfristige Lieferbeziehungen mit dem manroland-Werk in Plauen eingehen, um hier eine Auslastung sicherzustellen. Eine spätere Beteiligung am Werk in Plauen wird von Possehl in Aussicht gestellt. Das Werk in Plauen wird in eine neue Gesellschaft ausgelagert. Es bestehen gute Aussichten auf einen möglichen zeitnahen Erwerb des Plauener manroland-Werks durch einen Dritten. Damit ist der Fortbestand des Plauener Werkes langfristig gesichert.

Die Situation in Offenbach

Das Offenbacher Werk (Bogendrucksysteme) soll auf dem Weg eines Management-Buy-Outs, d.h. durch einen Eigentümer-Wechsel, bei dem das Management die Mehrheit des Kapitals der ursprünglichen Eigentümer erwirbt, gemeinsam mit einem Investor saniert werden. Diese Lösung hat eine solide wirtschaftliche Basis und gute Zukunfts-Perspektiven – allerdings ist für das Finanzierungskonzept eine Landesbürgschaft erforderlich. Hierzu haben bereits Gespräche stattgefunden.

Endgültige Entscheidung trifft die Gläubigerversammlung

Schneider unterstrich in seiner Stellungnahme, dass es sich bei dem Votum des Gläubigerbeirates nicht um einen förmlichen Beschluss, sondern um eine Empfehlung handelt. Ein endgültiger Beschluss wird durch die Gläubigerversammlung getroffen, das Votum des Gläubigerbeirates hat dabei aber eine richtungsweisende Wirkung.

Stellenabbau in Augsburg, Plauen, Offenbach

Das vorliegende Investorenkonzept ist mit Stellen-Streichungen verbunden. Zukünftig werden am Standort Augsburg genau 1473 Stammmitarbeiter (von ursprünglich 2400) beschäftigt sein. Dies bedeutet, dass rund 500 Stellen in Augsburg wegfallen werden. Denn 200 Ausbildungs-Verhältnisse werden bei der manroland in Augsburg fortgesetzt, 200 Mitarbeiter scheiden über Altersteilzeit aus. manroland in Offenbach trifft es besonders hart. Hier werden es künftig nur noch 750 Mitarbeiter sein. 1000 Beschäftigte müssen gehen. Am Standort Plauen werden in Zukunft knapp 300 Mitarbeiter von 680 bleiben.

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