Nach Stadtrats-Beschluss

Plakate-Diskussion: Jetzt äußert sich die Messe Augsburg

Die Messe Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die durch den Stadtrat reduzierte Anzahl von Plakat-Ständern von 1.200 auf 500 sorgte zuletzt für viele Diskussionen. Vor allem Augsburger Veranstalter befürchteten Einbußen für dieses wichtige Geschäft. Nun gibt es neue Gespräche.

Von den über 200.000 Besuchern, die 2016 in den Kongress am Park kamen, besuchten viele Konzerte und andere Kultur-Veranstaltungen. Gleiches gilt für die Messe Augsburg. Hier sind circa 80 Prozent der Events B2C-Veranstaltungen und Konzerte. Bei insgesamt über 400.000 Besuchern pro Jahr ist das Verhältnis also entsprechend hoch. Als in Augsburg die Plakat-Ständer kürzlich per Stadtrats-Beschluss von 1.200 auf 500 reduziert wurden, waren die Bedenken deshalb groß.

Viele Groß-Veranstaltungen werden mittels Plakatierung beworben

„Ohne geeignete Kommunikations-Möglichkeiten kann eine Veranstaltung  nicht erfolgreich durchgeführt werden“, erklärte Augsburgs Tourismus-Direktor Götz Beck. Gerade national und international anerkannte Künstler könnten dann einen anderen Veranstaltungs-Ort als Augsburg wählen. „Im Kongress am Park könnten Veranstaltungen verloren gehen, was wiederum die Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtung negativ beeinflusst. Außerdem könnten Konzerte und Veranstaltungen als wirtschaftlicher Impuls-Geber für die gesamte Stadt zurückgehen“, so Beck weiter. „Gerade Groß-Veranstaltungen müssen stärker kommuniziert werden. Daher sind diese Straßen-Plakatständer unabdingbar.“

Der Kongress am Park im Wittelsbacher Park, Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Plakatierung essentielles Werbemittel für viele Veranstalter

Doch warum ist ausgerechnet Plakat-Werbung für die Veranstalter so wichtig? „B2C Veranstaltungen, besonders Endverbraucher-Messen und Konzerte, sind auf Straßen-Plakatierung als Werbeform angewiesen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Andere Werbe-Maßnahmen sind für diese Veranstaltungen oft viel zu unflexibel hinsichtlich der buchbaren Zeiträume und zudem nicht finanzierbar. Um Augsburg weiterhin als Kultur- und Messestadt weiterentwickeln zu können, ist daher ein überarbeitetes Konzept für die Straßen-Plakatierung unerlässlich“, so Tanja Herrmann, Projektleiterin Marketing/ Kommunikation bei der Messe Augsburg.

War wilde Plakatierung der Auslöser für den Stadtrats-Beschluss? 

Ein offizielles Statement der Stadt Augsburg wurde auch auf Anfrage unserer Redaktion bisher nicht erteilt. Das ursprüngliche Ziel des Stadtrats war es aber wohl, das Stadtbild durch weniger Plakate aufzuwerten. „Die Pläne zur Verbesserung der bisherigen Situation sind aus unserer Sicht sinnvoll. Die wilde Plakatierung, die zum Teil große Dichte der Ständer an den Haupt-Straßen und die oft unschöne Optik waren durchaus ein Thema“, so Herrmann weiter. Doch zunächst gab es keine Überlegungen seitens der Stadt, den Kultur-Betrieben, Clubs und der Messe Alternativen anzubieten. Dies stellt die Betroffenen vor große Probleme.

Lösung in Sicht

Am 26. Januar 2017 fand zu dem Thema ein runder Tisch statt. Vertreter der Verwaltung sowie der betroffenen Veranstalter nahmen daran teil. Wie unserer Redaktion seitens der Messe Augsburg mitgeteilt wurde, verliefen die Gespräche sehr konstruktiv. Eine schnelle, für die Kultur-Veranstalter akzeptable Lösung ist somit in Sicht.

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Der Kongress am Park im Wittelsbacher Park, Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

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