Wirtschaftsjahr 2021

Peter Lachenmayr: „Wirtschaft erreicht Vorkrisenlevel 2021 nicht“

Peter Lachenmayr, Vorstandsmitglied bei der Sparda-Bank Augsburg, blickt positiv nach 2021. Trotz der Corona-Krise sieht er die Wachstumschancen in der Region. Weshalb, erklärt er im Interview.

Wie ist Ihre Prognose für das Wirtschaftsjahr 2021 bezogen auf die Region Bayerisch-Schwaben?  

Die letzten Jahre waren geprägt von einer guten wirtschaftlichen Entwicklung in Bayerisch-Schwaben. Dies zeigte sich unter anderem auch im ansteigenden Beschäftigtenwachstum. Trotz einzelner Arbeitsplatzabbaumaßnahmen ist eine gute Entwicklung des strukturellen Wandels, in dem Dienstleistungsbereich und dem Gesundheitswesen eine stärkere Bedeutung beizumessen ist, zu erkennen.  

Natürlich kann sich auch Bayerisch-Schwaben nicht von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und insbesondere von den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen abkoppeln. In der IHK-Herbstkonjunkturumfrage war zu lesen, dass die bayerisch-schwäbische Wirtschaft im Herbst 2020 einen vorsichtigen Erholungskurs einschlägt, trotz der wieder steigenden Infektionszahlen. Gemäß dem Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen wird für laufende Jahr für Deutschland ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von circa fünf Prozent erwartet. Durch die neuerliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen ist davon auszugehen, dass wir auch in 2021 das Vorkrisenniveau nicht erreichen werden und nur mit einem moderaten Wachstum gerechnet werden kann. Durch die verschiedenen Maßnahmen und Finanzhilfen wurden und werden die Unternehmen unterstützt. Somit konnte die befürchtete Insolvenzwelle bislang verhindert werden. Für die weitere Entwicklung bleiben das Infektionsgeschehen und die daraufhin getroffenen Einschränkungen entscheidend. Von Seiten der Geldpolitik ist weiterhin ein ultraexpansiver Kurs zu erwarten. Dies zeigt auch die jüngste Ausweitung Anleihenkaufprogramms PEPP der Europäischen Zentralbank (+500 Milliarden Euro). Von daher erwarten wir mittelfristig auch weiterhin ein niedriges bis negatives Zinsniveau. Das niedrige Zinsniveau sollte Investitions- und Konsumausgaben weiterhin unterstützen. Nachdem sich der Wirtschaftsstandort Bayerisch-Schwaben die letzten Jahre gut aufgestellt hat gehen für 2021 von einer positiven - wenn auch moderaten - Entwicklung aus.  

Wie stellt sich Ihr Unternehmen für das Jahr 2021 auf?

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Das oben angesprochene niedrige beziehungsweise negative Zinsniveau stellt die Bankenbranche vor große Herausforderungen. Das klassische Geschäftsmodell befindet sich im Umbruch. Von daher werden wir auch in 2021 neue Zukunftsfelder erschließen. Dies wird insbesondere durch die Kooperation mit attraktiven Partnern umgesetzt, um so auch Mehrwerte für unsere Kunden und Mitglieder zu schaffen. Zudem planen wir bestehende Prozesse weiter zu optimieren und dadurch auch den Kundenservice zu verbessern. Nachdem unsere Mitarbeiter entscheidend für den Geschäftserfolg sind, investieren wir auch in 2021 intensiv in die fachliche sowie persönliche Weiterentwicklung. Auch wenn derzeit nur von Corona die Rede ist, setzen wir im Nachhaltigkeitsbereich weitere Themen um – zum Beispiel den ausschließlichen Bezug von Ökostrom ab 01.01.2021. Mit diesen Maßnahmen sehen wir unsere Bank gut für die nächsten Jahre aufgestellt.  

Wie blicken Sie ganz persönlich auf das neue Jahr? 

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"Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!" Die aktuelle Lage zeigt uns welche Bedeutung die Zeilen von Arthur Schopenhauer haben und wie wichtig unser aller Gesundheit ist. Von daher erhoffe ich mir, dass die umfassenden Corona-Maßnahmen greifen und wir alle diese Pandemie gut überstehen - gesundheitlich wie auch wirtschaftlich. Ich persönlich erwarte, dass uns die Maßnahmen rund um Corona noch weit in das neue Jahr begleiten werden. Von daher freue ich mich auch wieder auf das Frühjahr und den Sommer 2021 in denen wir sicher wieder mehr soziale Kontakte eingehen können.  

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Natürlich kann sich auch Bayerisch-Schwaben nicht von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und insbesondere von den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen abkoppeln. In der IHK-Herbstkonjunkturumfrage war zu lesen, dass die bayerisch-schwäbische Wirtschaft im Herbst 2020 einen vorsichtigen Erholungskurs einschlägt, trotz der wieder steigenden Infektionszahlen. Gemäß dem Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen wird für laufende Jahr für Deutschland ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von circa fünf Prozent erwartet. Durch die neuerliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen ist davon auszugehen, dass wir auch in 2021 das Vorkrisenniveau nicht erreichen werden und nur mit einem moderaten Wachstum gerechnet werden kann. Durch die verschiedenen Maßnahmen und Finanzhilfen wurden und werden die Unternehmen unterstützt. Somit konnte die befürchtete Insolvenzwelle bislang verhindert werden. Für die weitere Entwicklung bleiben das Infektionsgeschehen und die daraufhin getroffenen Einschränkungen entscheidend. Von Seiten der Geldpolitik ist weiterhin ein ultraexpansiver Kurs zu erwarten. Dies zeigt auch die jüngste Ausweitung Anleihenkaufprogramms PEPP der Europäischen Zentralbank (+500 Milliarden Euro). Von daher erwarten wir mittelfristig auch weiterhin ein niedriges bis negatives Zinsniveau. Das niedrige Zinsniveau sollte Investitions- und Konsumausgaben weiterhin unterstützen. Nachdem sich der Wirtschaftsstandort Bayerisch-Schwaben die letzten Jahre gut aufgestellt hat gehen für 2021 von einer positiven - wenn auch moderaten - Entwicklung aus.  

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Das oben angesprochene niedrige beziehungsweise negative Zinsniveau stellt die Bankenbranche vor große Herausforderungen. Das klassische Geschäftsmodell befindet sich im Umbruch. Von daher werden wir auch in 2021 neue Zukunftsfelder erschließen. Dies wird insbesondere durch die Kooperation mit attraktiven Partnern umgesetzt, um so auch Mehrwerte für unsere Kunden und Mitglieder zu schaffen. Zudem planen wir bestehende Prozesse weiter zu optimieren und dadurch auch den Kundenservice zu verbessern. Nachdem unsere Mitarbeiter entscheidend für den Geschäftserfolg sind, investieren wir auch in 2021 intensiv in die fachliche sowie persönliche Weiterentwicklung. Auch wenn derzeit nur von Corona die Rede ist, setzen wir im Nachhaltigkeitsbereich weitere Themen um – zum Beispiel den ausschließlichen Bezug von Ökostrom ab 01.01.2021. Mit diesen Maßnahmen sehen wir unsere Bank gut für die nächsten Jahre aufgestellt.  

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