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Pestel-Institut: Augsburger Singles können sich Wohneigentum leisten
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Vom Mieter zum Eigentümer

Pestel-Institut: Augsburger Singles können sich Wohneigentum leisten

 Blick auf Augsburg. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Das Pestel-Institut aus Hannover ist sich sicher: Wer als Single in Augsburg netto 1.440 Euro verdient, kann sich eine Eigentumswohnung mit 50 Quadratmeter leisten. Die Voraussetzungen dafür müsse jedoch der Staat schaffen.

Die eigenen vier Wände stehen laut dem Institut noch immer ganz weit oben auf der Wunschliste vieler Deutscher. In Augsburg liegt die Wohneigentumsquote derzeit jedoch bei lediglich 33 Prozent. Im Landkreis ist sie zwar bei 61 Prozent, könnte aber noch deutlich gesteigert werden. An einer Modellrechnung macht das Institut in seinem regionalen „Wohnungskauf-Check“ für den Wohnungsmarkt in Augsburg nun fest: 1.440 Euro netto im Monat reichen für einen Kauf.

20 Prozent Eigenkapital nötig

Konkret geht es dabei um den Kauf einer Eigentumswohnung mit 50 Quadratmetern in guter Wohnlage mit modernem Bad, Balkon und ohne unmittelbaren Modernisierungsbedarf. Diese kostet in Augsburg nach dem aktuellen Preisspiegel des Immobilienverbands Deutschland (IVD) rund 142.500 Euro. Dazu kommen noch einmal etwa 17.000 Euro an Kosten, die beim Kauf anfallen. Darunter fallen die Grunderwerbsteuer, Gebühren und Honorare für Notar, Makler, Banken und Berater. Das Eigenkapital müsste dazu vorher bei 20 Prozent, also rund 32.000 Euro liegen, rechnet das Pestel-Institut vor.

Pestel-Institut: Staat im Zugzwang

Voraussetzung sei weiter, dass der Staat die Käufer durch ein Programm mit langfristigen Krediten über die KfW-Förderbank unterstützt. So gebe es Sicherheit bei den Zinsen, da andere Kreditinstitute in der Regel keine Niedrigzinsen auf Dauer bieten. Weitere Bedingung: Das Land soll für einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer sorgen. Diese Forderungen unterstützt die Initiative „Wohn-Perspektive Eigentum“, die das Pestel-Institut mit der Regio-Analyse beauftragt hat.

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„Würde der Staat über 30 Jahre hinweg einen Kredit zum festen Zinssatz von 1,5 Prozent anbieten, wäre vielen in Augsburg geholfen, die sich eine Immobilie anschaffen wollen, um selbst darin zu wohnen. Denn die eigenen vier Wände stehen immer noch ganz oben auf der Wunschliste der Menschen“, so Matthias Günther. Der Leiter des Pestel-Instituts spricht hierbei von einer „angemessenen und notwendigen Wohneigentums-Förderung durch den Staat“.

40 Prozent des Einkommens müssen in die Finanzierung fließen

„Wichtig bei dieser Berechnung ist, dass 40 Prozent des Einkommens, das der Haushalt monatlich netto zur Verfügung hat, in die Finanzierung der Immobilie fließen“, erklärt Matthias Günther, Leiter des Pestel-Instituts. Hierbei seien Zinsen und Tilgung des über drei Jahrzehnte laufenden Kredites berücksichtigt. Ebenso wie eine ein-prozentige Rücklage vom Kaufpreis pro Jahr, um spätere Reparaturen und Sanierungen bezahlen zu können.

Deutsche Eigentumsquote drittschlechteste in Europa

Die Bedingung eines entsprechenden Kreditprogramms sei jedoch gleichzeitig das Problem: „Mit der Abschaffung der Eigenheimzulage wurde die Förderung von Wohneigentum in Deutschland faktisch eingestellt. Und das ist schon über zehn Jahre her“, so Matthias Günther. Die Folge sei deutlich zu spüren: Mit einer Eigentumsquote von bundesweit rund 45 Prozent liege Deutschland im Europa-Vergleich auf dem drittletzten Platz. Insbesondere die „Nestbauer-Generation“ der 25- bis 40-Jährigen gehöre zu den Verlierern.

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