Wohnen in Ballungsräumen

Immobilien- und Grundstücks-Preise steigen in Ulm weiter an

Symbolbild des Messe-Standorts Ulm. Foto: Matthias Lohse  / pixelio.de
Den Anstieg spiegelt der aktuelle Grundstücks-Marktbericht, der die durchschnittlichen Preise für Wohnungen und Häuser im Jahr 2016 enthält, wider. So sind etwa Neubauwohnungen im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Prozent teurer.

Gründe für die starke Nachfrage nach Wohnraum und Bauland sind unter anderem das anhaltend niedrige Zinsniveau. Auch mangelnde Alternativen für konservative Anleger, das Bevölkerungs-Wachstum in der Stadt, die niedrige Arbeitslosen-Quote in Baden-Württemberg und die Neubaustrecke zwischen Ulm und Stuttgart spielen eine Rolle

Anzahl der Kaufverträge unverändert

Für den Grundstücks-Marktbericht hat der Gutachter-Ausschuss alle 1.425 Kaufverträge, die im Jahr 2016 abgeschlossen wurden, ausgewertet. Außerdem wurden Fragebögen an Käufer und Verkäufer verschickt und Daten der städtischen Baurechtsbehörde zu Hilfe genommen. Die Anzahl der Kaufverträge ist nahezu gleich wie die im Jahr 2015 gewesen. Der dazugehörige Geldumsatz stieg um 66 Prozent von 473 Millionen auf 787 Millionen Euro.

Das kostet ein Einfamilienhaus in Ulm

Ein freistehendes Einfamilienhaus im Stadtviertel Böfingen aus dem Baujahr 1984 mit rund 680 Quadratmetern Grundstücksfläche und 180 Quadratmetern Wohnfläche kostete 651.000 Euro. In den Ortsteilen von Ulm waren die Preise für freistehende Wohnhäuser deutlich niedriger. Bei einer Grundstücksfläche von rund 670 Quadratmetern und einer Wohnfläche von 136 Quadratmetern lag hier der Kaufpreis im Mittel bei rund 449.000 Euro. Vier Einfamilienhäuser erreichten beziehungsweise überschritten die Preisgrenze von über einer Million Euro.

Weniger Reihen- und Doppelhäuser verkauft

Lediglich 95 Reihen- und Doppelhäuser wurden im Jahr 2016 verkauft. Der Verkauf des Gebäudetyps ging damit um rund 27 Prozent zurück. Der Grund: In den Jahren 2015 und 2016 wurden in Ulm keine neuen Reihenhäuser gebaut. Ein gebrauchtes Reihenmittelhaus mit 213 Quadratmetern Grundstücksfläche und 120 Quadratmetern Wohnfläche kostete 323.000 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch Eigentumswohnungen werden teurer

Im Vergleich zu 2015 wurden im Jahr 2016 mehr Eigentumswohnungen verkauft, insgesamt 849 Stück. Davon waren 486 Gebrauchtwohnungen und 363 Neubauwohnungen. Die Anzahl der Neubauwohnungen hat sich dabei nahezu verdoppelt. Im Mittel kostete eine neue Eigentumswohnung mit 87 Quadratmetern 350.000 Euro. Inklusive Tiefgaragenstellplatz und Nebenkosten waren es rund 400.000 Euro. Die teuersten Eigentumswohnungen im Neubau wurden in der Stadtmitte verkauft und kosteten über 6.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Kostensteigerung zwischen fünf und 16 Prozent

Kostete der Quadratmeter Neubauwohnung im Jahr 2015 im Mittel 3.780 Euro waren es im Jahr 2016 im Mittel 4.020 Euro. Dies entspricht einem Preisanstieg von rund sechs Prozent. Die Preissteigerung bei gebrauchten Eigentumswohnungen beträgt rund 9 Prozent. In nahezu allen Baujahrsbereichen ist eine Teuerung in der Größenordnung von fünf bis zu 16 Prozent festzustellen. Im Mittel kostete eine gebrauchte Eigentumswohnung 2.440 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

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Anzahl der Kaufverträge unverändert

Für den Grundstücks-Marktbericht hat der Gutachter-Ausschuss alle 1.425 Kaufverträge, die im Jahr 2016 abgeschlossen wurden, ausgewertet. Außerdem wurden Fragebögen an Käufer und Verkäufer verschickt und Daten der städtischen Baurechtsbehörde zu Hilfe genommen. Die Anzahl der Kaufverträge ist nahezu gleich wie die im Jahr 2015 gewesen. Der dazugehörige Geldumsatz stieg um 66 Prozent von 473 Millionen auf 787 Millionen Euro.

Das kostet ein Einfamilienhaus in Ulm

Ein freistehendes Einfamilienhaus im Stadtviertel Böfingen aus dem Baujahr 1984 mit rund 680 Quadratmetern Grundstücksfläche und 180 Quadratmetern Wohnfläche kostete 651.000 Euro. In den Ortsteilen von Ulm waren die Preise für freistehende Wohnhäuser deutlich niedriger. Bei einer Grundstücksfläche von rund 670 Quadratmetern und einer Wohnfläche von 136 Quadratmetern lag hier der Kaufpreis im Mittel bei rund 449.000 Euro. Vier Einfamilienhäuser erreichten beziehungsweise überschritten die Preisgrenze von über einer Million Euro.

Weniger Reihen- und Doppelhäuser verkauft

Lediglich 95 Reihen- und Doppelhäuser wurden im Jahr 2016 verkauft. Der Verkauf des Gebäudetyps ging damit um rund 27 Prozent zurück. Der Grund: In den Jahren 2015 und 2016 wurden in Ulm keine neuen Reihenhäuser gebaut. Ein gebrauchtes Reihenmittelhaus mit 213 Quadratmetern Grundstücksfläche und 120 Quadratmetern Wohnfläche kostete 323.000 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch Eigentumswohnungen werden teurer

Im Vergleich zu 2015 wurden im Jahr 2016 mehr Eigentumswohnungen verkauft, insgesamt 849 Stück. Davon waren 486 Gebrauchtwohnungen und 363 Neubauwohnungen. Die Anzahl der Neubauwohnungen hat sich dabei nahezu verdoppelt. Im Mittel kostete eine neue Eigentumswohnung mit 87 Quadratmetern 350.000 Euro. Inklusive Tiefgaragenstellplatz und Nebenkosten waren es rund 400.000 Euro. Die teuersten Eigentumswohnungen im Neubau wurden in der Stadtmitte verkauft und kosteten über 6.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Kostensteigerung zwischen fünf und 16 Prozent

Kostete der Quadratmeter Neubauwohnung im Jahr 2015 im Mittel 3.780 Euro waren es im Jahr 2016 im Mittel 4.020 Euro. Dies entspricht einem Preisanstieg von rund sechs Prozent. Die Preissteigerung bei gebrauchten Eigentumswohnungen beträgt rund 9 Prozent. In nahezu allen Baujahrsbereichen ist eine Teuerung in der Größenordnung von fünf bis zu 16 Prozent festzustellen. Im Mittel kostete eine gebrauchte Eigentumswohnung 2.440 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

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